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Modulhaus planen und bauen

Bei Baufamilien sind Modulhäuser beliebter denn je. Im Grunde genommen sind Modulhäuser kleine Fertighäuser, die sich aus verschiedenen Wohnelementen zusammensetzen und jederzeit erweitert werden können. Die Modulbauweise ist nicht nur preisgünstig, sondern auch äußerst flexibel und ideal für alle, die den modernen Wohnstil mit klarer Linie bevorzugen. Das Modulhaus als Wohnlösung eignet sich für Singles ebenso wie für kleine Familien und für Senioren. Mit dem folgenden Artikel möchten wir einen Teil der Fragen beantworten, die im Zusammenhang mit dem Thema Modulhaus stehen.

Schnelleinstieg ins Thema

Die Vorteile rund um das Modulhaus: Es kann mit den Bedürfnissen seiner Bewohner wachsen. Je nach Lebensphase kann es baulich umgestaltet werden, sodass auch Senioren in ihrem Eigenheim selbstbestimmt leben können.
Die Preise für ein Modulhaus: Für ein schlichtes und einfaches Design bewegen sich die Preise zwischen 1.500 und 2.500 Euro. Nach oben sind natürlich keine Grenzen gesetzt.
Baugenehmigung für ein Modulhaus: Wird das Modulhaus zu Wohnzwecken genutzt, ist in jedem Fall eine Baugenehmigung erforderlich.

Grundlagen der Modulhäuser

Ein Modulhaus besteht aus Wand-, Decken- und Bodenelementen, die serienmäßig hergestellt und auf der Baustelle zu einem Haus zusammengefügt werden. Durch die flexiblen und individualisierbaren Elemente lassen sich im Gegensatz zum Containerhaus die unterschiedlichsten Größen und Varianten realisieren.

In erster Linie bestehen die Minihäuser aus massiven Holz oder aus holzbasierten Platten. Denkbar für die Modulbauweise sind jedoch auch andere Materialien wie zum Beispiel Beton, Stahl oder Stein.

Mit dem Modulbau lässt sich jede bestehende Immobilie erweitern, wenn Hausbesitzer neuen bzw. zusätzlichen Wohnraum schaffen möchten. So kann innerhalb kürzester Zeit auf dem eigenen Grundstück ein Home-Office, ein Gästehaus oder eine Unterkunft für Au-pair bzw. Pflegekraft geschaffen werden.

Auf Wunsch gibt es das Modulhaus auch als mobile Variante, sodass das Fertighaus bei Bedarf abgebaut und transportiert werden kann. Eigentümer eines Modulhauses müssen aber bedenken, dass ihr Traumhaus zwar mit Boden geliefert wird, aber dennoch ein Fundament nötig ist.

Wer in einem Modulhaus dauerhaft wohnen möchte, benötigt in Deutschland eine Baugenehmigung. Für ein Gartenhaus, Ferienhaus oder Nutzhaus ist die Rechtslage von Bundesland zu Bundesland verschieden und Interessenten sollten sich im Vorfeld entsprechende Informationen besorgen.

Modulhäuser planen: Erste Schritte

Im ersten Schritt müssen Bauherren gemeinsam mit einem Architekten ihre Bedürfnisse und Anforderungen an das Modulhaus festlegen. Die individuelle Planung umfasst die Art der Nutzung des Modulhauses sowie die Anzahl und Größe der benötigten Zimmer.

Im weiteren Verlauf werden die Kosten für das neue Traumhaus geplant, damit die Budgetierung festgelegt werden kann. Dieser Schritt ist wichtig, wenn für den Bau des Modulhauses eine Finanzierung nötig wird.

Grundsätzlich gilt, dass für ein bewohntes Modulhaus in Deutschland immer eine Baugenehmigung nötig ist. Bei anderweitiger Nutzung unterscheiden sich die Vorschriften von Bundesland zu Bundesland, sodass Bauherren sich im Vorfeld beim zuständigen Bauamt informieren müssen, ob eine Genehmigung benötigt wird. Des Weiteren müssen die Bauvorschriften aus dem Bebauungsplan beachtet werden.

Modulhaus-Design und -Architektur

  • Grundrissgestaltung: Bei einem Modulhaus kann der Grundriss nicht wie bei einem traditionellen Haus bis ins letzte Detail individuell gestaltet werden. Je nach Anbieter gibt es ähnlich der Fertighäuser sogenannte Basis-Module, die sowohl in unterschiedlichen Ausführungen als auch auf verschiedene Weise miteinander kombiniert werden können. Zusätzlich können diese Module durch speziell angefertigte Einzelelemente ergänzt werden. Somit lässt sich bei einem Modulhaus auch ein individueller Grundriss planen. Es spielt dabei keine Rolle, ob die zukünftigen Eigentümer den offenen Grundriss bevorzugen oder die Räume durch Wände getrennt haben möchten. Die einzelnen Module lassen sich beim Hausbau uneingeschränkt zusammenfügen, und zwar sowohl ebenerdig als auch mehrgeschossig.
  • Auswahl an Materialien: Grundsätzlich gilt, dass ein Modulhaus energieeffizienter und umweltweltfreundlicher ist als ein konventionelles Haus. Dies liegt daran, dass bei der Herstellung weniger Abfall anfällt und die verwendeten Materialien effizienter genutzt werden können. In den meisten Fällen werden Modulhäuser aus massiven Holz oder holzbasierten Platten gefertigt. Dies ist nachhaltig, da Holz zu den natürlichen und ökologischen Baustoffen zählt. Auf Wunsch können die Modulhäuser auch aus anderen Materialien wie Beton, Stein oder Stahl gefertigt werden.
  • Anpassungs- und Erweiterungsmöglichkeiten: Nach Fertigstellung lässt sich das Modulhaus sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung erweitern. Vielfach wird das Modulhaus genutzt, um einen Flachdachanbau nach oben zu erweitern. Hierbei muss jedoch auf die Statik geachtet werden.

Modulhaus-Typen und -Stile

Das Modulhaus gibt es in zahlreichen Typen und in verschiedenen Stilen, sodass jeder Bauherr individuell entscheiden kann, wie sein neues Zuhause aussieht.

Übersicht über verschiedene Modulhaus-Typen

Modulhäuser gibt es in den unterschiedlichsten Arten, sodass jeder sein Eigenheim findet, das zu ihm und seinem Budget passt. Neben der Holzbauweise ist auch das Modulhaus aus Stahl und Beton möglich. Familien, die sich nicht auf einen festen Standort festlegen möchten, entscheiden sich oft für das Modulhaus als Tiny House. Wenn Eigentümer es wünschen, kann das Tiny House abgebaut und transportiert werden, sodass man nahezu die volle Freiheit genießen kann. Das Modulhaus als Tiny House wird in den meisten Fällen von den Anbietern als Bausatz geliefert, sodass Eigentümer mit handwerklichem Geschick ihr Haus in Eigenleistung aufbauen können.

Im Übrigen gibt es bei einigen Anbietern verschiedene Modelle der Modulhäuser auch als Ausbauhaus. Je nach Ausbaustufe können die Hausbesitzer beim Hausbau selbst Hand anlegen.

Vergleich zwischen verschiedenen Baustilen und deren Vorteile bzw. Nachteile

Im Vergleich mit anderen Baustilen gibt es beim Modulhaus einige Vorteile. Dennoch sollten Bauherren sich auch mit den Nachteilen beschäftigen, bevor sie eine endgültige Entscheidung treffen. Wir haben dazu ein wenig recherchiert.

Vorteile

  • Das Modulhaus kann fest kalkuliert werden und ist aufgrund der seriellen Fertigung günstiger als andere Bauarten. Baufamilien können sich so auch mit einem kleinen Budget eine hochwertige Architektur leisten.
  • Die Bauzeit beim Modulhaus lässt sich sehr gut planen, da die Module bereits vor dem Hausbau zusammengefügt werden.
  • Sobald eine Baugenehmigung vorliegt und das Fundament errichtet ist, kann mit dem Hausbau begonnen werden. Baufamilien sollten mit einer Bauzeit von 6 Wochen rechnen. In dieser Zeitspanne ist das Fundament bereits enthalten.
  • Ein Modulhaus wird materialsparend errichtet und ist auf einen minimalistischen Lebensstil ausgerichtet. Somit sind Modulhäuser ideal für Menschen, die Wert auf Ökologie und Umweltschutz legen.

Nachteile

  • Für das Modulhaus wird genau wie beim konventionellen Haus ein passendes Grundstück benötigt. Zum einen kann der Hausbau nicht überall erfolgen und zum anderen muss ausreichend Platz für einen Kran, der zum Aufbau des Modulhauses benötigt wird, vorhanden sein.
  • Die Grundrissgestaltung beim Modulhaus ist eingeschränkter als beim konventionellen Haus.
  • Für das Modulhaus zum Wohnen wird sowohl eine Baugenehmigung als auch ein Fundament benötigt.

Möglichkeiten für individuelles Design und Anpassungen.

Modulhäuser lassen sich, sofern der Bebauungsplan und die Grundstücksgröße es zulassen, individuell erweitern und ergänzen. Dies kann sowohl nebeneinander erfolgen als auch in mehrgeschossiger Weise. Soll ein Modulhaus erweitert werden, bietet es sich an, mit einem erfahrenen Architekten die Pläne zu besprechen.

Der Bauprozess: Von der Planung zur Montage

  • Vorfertigung im Werk: Die Produktion der einzelnen Elemente für die Modulhäuser erfolgt ähnlich wie beim Fertighaus in der Fabrik der Anbieter.
  • Logistik und transportieren der Module: Sobald die Elemente für das neue Eigenheim fertiggestellt sind, erfolgt mit einem speziellen LKW der Transport zur Baustelle. Dort wird das Modulhaus innerhalb weniger Tage direkt vor Ort von einem erfahrenen Montageteam zum fertigen Haus zusammengebaut.
  • Aufbau des Modulhauses: Mit Hilfe eines speziellen Krans werden die Module für das neue Eigenheim auf dem Fundament errichtet, sodass Stück für Stück aus den Modulen ein Haus entsteht. Je nach Größe der Modulhäuser dauert dies nur wenige Tage.

Modulbau: Bauweise und Technologien

  • Grundprinzipien des Modulbaus: Da jedes einzelne Modul im Werk der Anbieter vorgefertigt wird, können Bauherren sich einer sehr guten Qualität sicher sein. Schon während der Produktion finden regelmäßige Qualitätskontrollen statt.
  • Vergleich mit traditioneller Bauweise: Im Vergleich mit der traditionellen Bauweise ist die Modulbauweise nicht nur deutlich schneller, sondern auch effizienter und für jedes Modul kann der Anbieter eine sehr gute Qualität garantieren.
  • Moderne Technologien im Modulbau: Jedes Modul für die verschiedenen Modulhäuser wird nach den Wünschen und Vorstellungen der zukünftigen Hausbesitzern gemeinsam mit einem Fachmann am Computer geplant. Baufamilien profitieren so von Flexibilität und vor allem durch eine individuelle Lösung, die genau zu ihren Wohnbedürfnissen passt.
  • Typische Module und ihre Funktionen: Modulhäuser bestehen aus verschiedenen Modulen. So gibt es spezielle Wohnmodule für Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer sowie Funktionsmodule für Küche und Bad. Des Weiteren gibt es Verbindungsmodule, die dafür sorgen, dass beim Modulhaus die einzelnen Module sicher verbunden sind und das Haus im Innenbereich sich nicht von anderen Häusern unterscheidet.
  • Möglichkeiten der Erweiterung und Anpassung: Sollte es aufgrund von individuellen Lebensumständen nötig sein, das Modulhaus bzw. die Wohnfläche zu vergrößern, besteht die Möglichkeit einzelne Module anzubauen oder das Haus gar mit einer weiteren Etage aufzustocken.  

Was kostet ein Modulhaus?

  • Kostenfaktoren: Der Bau von Modulhäusern ist deutlich günstiger als der Bau von anderen Häusern. Sicherlich machen sich beim Modulhaus die allgemein gestiegenen Baupreise bemerkbar, sodass die Untergrenze beim Modulbau bei ca. 2.500 Euro pro Quadratmeter liegt. Im Vergleich ein konventionelles Haus kostet im Schnitt rund 4.100 Euro pro Quadratmeter. Die Preise für ein Modulhaus variieren genau wie beim konventionellen Haus durch Größe, Wohnfläche, Lage und Ausstattung. Selbstverständlich dürfen rund um das Modulhaus die Eigentümer die Kosten für den Transport sowie den Aufbau nicht vergessen. Auch der Grundstückspreis muss bei den Gesamtkosten kalkuliert werden.
  • Finanzierungsoptionen und Fördermöglichkeiten: Für das Bauen von Modulhäusern bieten sich verschiedene Finanzierungsoptionen an. Mit einem Bausparvertrag profitieren Baufamilien von zinsgünstigen Krediten. Des Weiteren haben sie die Möglichkeit von Experten, zusätzliche Informationen über sonstige Möglichkeiten  der Finanzierung zu bekommen. Grundsätzlich sollten angehende Baufamilien sich vor dem Bau ihres Modulhauses auch über die verschiedenen Fördermöglichkeiten informieren.
  • Wirtschaftlichkeit von Modulhäusern: Bei Modulhäusern spielt es keine Rolle, ob sie aus Vollholz, in Leichtbauweise, voll gedämmt, mit Fundament oder transportabel errichtet wird, denn laut Experten haben Modulhäuser bei entsprechender Pflege und Wartung eine Lebenserwartung von 40 Jahren – oftmals sogar deutlich länger.

Energieeffizienz und Nachhaltigkeit

Je nach Partner rund um das Modulhaus gibt es unterschiedliche Modelle. Ein schlüsselfertiges Modulhaus mit schlicht-elegantem Design bietet im Vergleich zu anderen Haustypen ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Dabei spielen auch die energiesparenden Bauweisen sowie die neueste Technologie eine wichtige Rolle.

In ein Modulhaus lassen sich die verschiedenen erneuerbaren Energien ebenso integrieren wie in jeden anderen Haustyp. Denkbar sind Photovoltaikanlagen, die Solarthermie oder auch die Wärmepumpe.

Für das Bauen der Modulhäuser kommen in erster Linie umweltfreundliche Materialien zum Einsatz. Dies spart wertvolle Ressourcen, sorgt für Nachhaltigkeit und schont somit auch die Umwelt.

Zukunftsfähige Konzepte für das moderne Modulhaus

Ein durchdachtes Konzept ist beim Modulhaus entscheidend – denn es verbindet modernes Wohnen mit Flexibilität und Nachhaltigkeit. Die meisten Wohnmodule werden industriell vorgefertigt, was den Bauprozess beschleunigt und gleichzeitig eine hohe Qualität der Baumaterialien garantiert. Durch diese modulare Wohnlösung lässt sich ein Minihaus mit wenig Aufwand an individuelle Bedürfnisse anpassen oder erweitern.

Besonders interessant für Bauherren: Modulhäuser können unter bestimmten Voraussetzungen durch KfW-Programme gefördert werden – etwa wenn energieeffiziente Baumaterialien verwendet werden oder das Konzept auf Nachhaltigkeit ausgerichtet ist. Ob als Minihaus, Familienheim oder Alterswohnsitz – ein Modulhaus, das durchdacht, geplant und mit passenden Wohnmodulen vorgefertigt ist, bietet eine flexible und wirtschaftliche Wohnlösung, die perfekt zum modernen Lebensstil passt. Auch die Förderung durch die KfW kann hier ein entscheidender Baustein im Bauprozess sein.

Genehmigungsverfahren und rechtliche Aspekte

Wie für jedes andere Haus, welches zu Wohnzwecken genutzt wird, ist auch beim Bau eines Modulhauses eine Baugenehmigung erforderlich. Grund hierfür ist nicht die Konstruktion des Hauses, sondern vielmehr die spätere Nutzung.

Grundsätzlich müssen rund um den Hausbau die Bauvorschriften der jeweiligen Gemeinde und die Vorgaben aus dem Bebauungsplan beachtet werden.

Sobald das Modulhaus fertiggestellt ist, muss es sowohl im Katasteramt als auch im Grundbuchamt eingetragen werden.

Für Baufamilien bietet es sich an, wenn sie mit einem erfahrenen Architekten zusammenarbeiten, da dieser sich mit den gesetzlichen Vorgaben auskennt und gleichzeitig auch bei den Unterlagen rund um die Baugenehmigung behilflich sein kann.

Wartung und Pflege von Modulhäusern

Je nach Hersteller gibt es spezifische Anforderungen, was die Wartung und Pflege der Modulhäuser angeht. Bei den jeweiligen Anbietern können sich die Eigentümer entsprechend informieren.

Grundsätzlich sollte das Modulhaus regelmäßig auf Schäden kontrolliert werden. Des Weiteren ist es wichtig, auf eine ordnungsgemäße Lüftung zu achten, da dies beim Energiesparen hilft. Nicht zu vernachlässigen sind die Systeme für Heizung, Klimaanlage und Wasserversorgung. Grundsätzlich sollte der Bereich um das Modulhaus frei von Müll gehalten werden.

Fazit

Das Modulhaus ist eine zukunftsorientierte und vielseitige Lösung in Bezug auf Wohnraum. Aufgrund der kurzen Bauzeit, der Kosteneffizienz sowie den individuellen Gestaltungsmöglichkeiten kann das Modulhaus auf ganzer Linie überzeugen. Modulhäuser bieten eine gute Alternative zu der konventionellen Bauweise, da sie Flexibilität, Nachhaltigkeit, Ökologie und moderne Ausstattung perfekt vereinen.

FAQs

Die Preise können nicht pauschal beziffert werden, da sie von verschiedenen Faktoren abhängig sind.

Die rechtlichen Bestimmungen variieren von Bundesland zu Bundesland und sollten vor einer endgültigen Entscheidung mit dem Bauamt abgesprochen werden.

Autorin Sarah Völkl

Sarah Völkl hat Architektur studiert und ist seit Jahren das Gesicht von a better place. Mit ihren Videos ist sie bei YouTube vielen Personen schon länger bekannt. Sarah teilt Ihr Wissen jetzt auch bei den Bautipps von Almondia.
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