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Sichere Baufinanzierung

Endlich in die eigenen vier Wände ziehen, keine Miete mehr zahlen, eine sichere Altersvorsorge schaffen, … – der Traum vom Eigenheim kennt viele gute Gründe. Ob und wann er wahr wird, hängt vor allem an einer wesentlichen Voraussetzung: einem gewissen Eigenkapital. Wie hoch dieses sein sollte, warum ein Fertighaus bei geringem Eigenkapital die Lösung sein kann und warum es eine sichere Baufinanzierung ist, erklären wir in diesem Artikel.

Das Wichtigste in Kürze

  • Von Vollfinanzierungsangeboten ist in den meisten Fällen dringend abzuraten.
  • Für eine sichere Baufinanzierung sollten mindestens die Erwerbsnebenkosten sollten über Eigenkapital gedeckt sein.
  • Beim Bau eines Fertighauses ist der Bedarf an Eigenkapital vergleichsweise niedrig.

Sichere Baufinanzierung: Vorsicht vor Vollfinanzierungsangeboten

Steigende Mieten, sinkende Renten und niedrige Zinsen machen den Kauf oder Bau eines eigenen Hauses aktuell besonders attraktiv. Doch das erfordert einen erheblichen finanziellen Aufwand. Vor allem junge Familie haben die nötigen Rücklagen für eine sichere Baufinanzierung häufig noch nicht bilden können. Immer mehr Anbieter umwerben ihre potentiellen Kunden deshalb mit einer Vollfinanzierung, die den gesamten Kauf- bzw. Baupreis abdeckt – zum Teil sogar mit Nebenkosten. Verbraucherschützer aber warnen vor dem Kauf oder Bau ohne Eigenkapital: Allzu hoch ist das Risiko bei schon kleineren Einkommenseinbußen die hohen Kreditraten mit ihren saftigen Zinsaufschlägen nicht mehr zahlen zu können. Ein gewisses Eigenkapital ist also dringend zu empfehlen, aber wie hoch sollte es sein?

Wie hoch es sein muss: das nötige Eigenkapital berechnen

Als Untergrenze gilt: Mindestens die Erwerbsnebenkosten müssen die Käufer oder Bauherren über ihr Eigenkapital decken können. Diese Nebenkosten setzen sich zusammen aus der Grunderwerbssteuer (3,5%- 6%, abhängig vom Bundesland), den Notargebühren (2%) und der Immobilienmaklerprovision (3,57%- 5,95%, abhängig vom Makler). Im aller günstigsten Fall, ohne Makler und in einem Bundesland mit nur 3,5% Grunderwerbssteuer, sollten also mindestens 5,5% Eigenkapital vorhanden sein, um eine sichere Finanzierung über ein renommiertes Kreditinstitut zu bekommen.

Vorteil Fertighaus: niedrigerer Bedarf an Eigenkapital

Ein Fertighause bringt in puncto Eigenkapital einige wesentliche Vorteile mit sich. Im Vergleich zu einem Massivhause hat es eine deutliche kürzere Bauzeit. Folglich ist auch der Zeitraum der Doppelbelastung aus Miete und Bauzinsen kleiner. Darüber hinaus resultiert die kürzere Bauphase in einer geringeren Belastung aus Bereitstellungszinsen, da der Kredit schneller abgenommen wird. Gegenüber der Option, eine Bestandsimmobilie zu kaufen, kann ein Fertighaus in Sachen Eigenkapital-Bedarf ebenfalls punkten: Weil die die Erwerbsnebenkosten, die wie oben aufgelistet mit bis zu 14% des Kaufpreises zu Buche schlagen, bei einem Fertighaus nur auf auf das erworbene Grundstück anfallen, ist hier weniger Eigenkapital nötig.

Wer trotz geringem Eigenkapitals den Traum vom Eigenheim leben will, riskante Vollfinanzierungsangeboten, die schnell zu bösem Erwachen führen, jedoch ausschließt, der sollte den Bau eines Fertighauses in Erwägung ziehen. Denn das lässt sich aufgrund der kürzeren Doppelbelastung und der niedrigeren Erwerbsnebenkosten auch mit verhältnismäßig wenig Eigenkapital finanzieren. Vor allem jungen Menschen, die noch keine Gelegenheit hatten, große Summen anzusparen, bieten Fertighäuser so eine sinnvolle Option.

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