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Hausplanung – welcher Haustyp passt zu mir?

Es gibt gefühlt tausend verschiedene Haustypen – aber welche sind es überhaupt und welcher könnte zu Ihnen passen? Bevor es an die genaue Hausplanung gehen kann, sollten Sie sich Gedanken über einige Eckdaten machen.  Wie groß muss das Haus sein und wieviele Stockwerke soll es haben? Welcher Energiestandard passt am besten zu Ihnen? Und welche Bauweise passt am Ende ins Budget? Gehen Sie mit uns gemeinsam Schritt für Schritt durch die Hausplanung hin zu einem Haus, das wirklich zu Ihnen passt.


Planen Sie Schritt für Schritt Ihr Haus:


1. Schritt: Die Nutzung – Ein- oder Mehrfamilienhaus?

2. Schritt: Der Baustil – praktisch hoch oder barrierefrei?
3. Schritt: Der Energiestandard – ist ein Niedrigenergiehaus genug?
4. Schritt: Die Bauweise – Holz oder Massiv?


Schritt 1 der Hausplanung: Die Nutzung

Bevor Sie sich Gedanken über die Größe und Funktion Ihres Hauses machen, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, wo sich Ihr zukünftiges Grundstück befinden soll.

Vor der Nutzung: Stadt oder Land?

Grundstücke in der Stadt sind deutlich teurer als auf dem Land. Das Bauland in der Stadt ist knapp, weshalb Häuser häufig eher am Stadtrand oder sogar in Vororten gebaut werden. Aufgrund des höheren Grundstückspreises werden Häuser in der Stadt zudem eher hoch und mit mehreren Geschossen gebaut. Vorteile eines Hauses in der Stadt sind die zentrale Lage, gute Infrastruktur und die stärkere Teilhabe am kulturellen Leben im urbanen Raum.

Nichtsdestotrotz sprechen auch viele Punkte für ein Haus auf dem Land. Die zukünftigen Hausbesitzer haben hier mehr Ruhe und Privatsphäre. Außerdem sind die Grundstückspreise hier niedriger, weshalb etwas großzügiger gebaut werden kann. Im Vergleich zur Stadt verfügt fast jedes Haus auf dem Land über einen eigenen Garten. Die Nähe zur Natur ist für Bauherren mit Kindern oft ein entscheidender Pluspunkt. Außerdem besteht hier die Möglichkeit in einem großen Haus zu wohnen, wo mehrere Parteien Platz haben. Wie in dem Mehrgenerationenhaus

Das Mehrgenerationenhaus

Obwohl der „Klassiker“ Einfamilienhaus nach wie vor die meisten Bauherren überzeugt, gibt es mittlerweile auch wieder einen Trend zum Mehrgenerationenhaus.

Viele Bauwillige wollen im neuen Heim ihre ganze Familie um sich wissen. Und schließlich bietet ein Mehrgenerationenhaus auch etliche praktische Vorteile: Bei berufstätigen Eltern können die Großeltern auf den Nachwuchs aufpassen und sind die Großeltern später selbst stärker auf Hilfe angewiesen, können die jüngeren Generationen sich um Einkäufe oder Erledigungen für den gesamten Haushalt kümmern. Dennoch sollte man bedenken, dass man im Mehrgenerationenhaus deutliche Abstriche bei der Privatsphäre machen muss. Hinzu kommt, dass das Mehrgenerationenhaus möglichst barrierefrei gebaut werden sollte. Bodenschwellen oder hohe Duscheinstiege gilt es zu vermeiden. Zudem sollten die Türen breit genug für einen Rollstuhl sein. Häufig werden Mehrgenerationenhäuser auch als ebenerdige Bungalows gebaut.

Die Doppelhaushälfte (oder das Reihenhaus)

Einen Mittelweg zwischen Einfamilienhaus und Mehrgenerationenhaus könnte man mit einer Doppelhaushälfte oder einem Reihenhaus gehen. Diese Variante ist günstiger als das klassische Einfamilienhaus, da man sowohl bei dem Kauf eines kleineren Grundstücks, als auch bei den Baukosten, spart. Wer in einem Reihenhaus oder einer Doppelhaushälfte wohnt, teilt sich die Wände mit den Nachbarn und kann auch durch die gemeinsame Nutzung der Baustelleneinrichtungen Geld sparen.

Dennoch verzichtet man auch bei solchen Haustypen auf ein Stück an Privatsphäre, da man das gesamte Haus mit einer oder mehreren fremden Familien teilt. Ein gemeinsamer Garten, gemeinsame Zufahrtswege und die Vereinbarung von Ruhezeiten bieten zudem Konfliktpotenzial, können aber auch Ausgangspunkt einer bereichernden und unterstützenden Nachbarschaft sein.

Das Einfamilienhaus

Am meisten Privatsphäre bietet wohl das Einfamilienhaus. Der Garten kann komplett ohne lästige Absprachen genutzt werden. Die Hausplanung kann individuell und nach eigenen Wünschen erfolgen.  Die Musikanlage kann auch lauter aufgedreht werden, ohne dass man gleich einen genervten Nachbarn (oder Opa) vor der Tür hat.

Vorteile EinfamilienhausVorteile DoppelhaushälfteVorteile Mehrgenerationenhaus
am meisten Privatsphäre
günstiger als ein Einfamilienhaus man wohnt mit der ganzen Familie zusammen
häufig mit eigenem Garten
enge Verbundenheit mit den Nachbarn kann die zweite Wohneinheit als Einliegerwohnung vermieten
individueller Bau
man kann sich die Kosten für Haushaltsgeräte teilen
keine Absprachen mit anderen im Haus wohnenden Parteien

Schritt 2 der Hausplanung: Der Baustil

Barrierefrei im Bungalow

Sollten Sie in der glücklichen Situation sein ein großes Grundstück zu besitzen, haben Sie die Möglichkeit barrierefrei in einem Bungalow zu wohnen. Besonders geeignet für Familien mit kleinen Kindern und ältere Menschen. Der Bau ist vergleichsweise günstig, der Energieverbrauch hingegen eher hoch.

Praktisch und modern im Bauhaus

Der Name ist Programm: In einem klassischen Bauhaus ist nichts überflüssig. Eine einfache Fassade, ohne Mehrkosten. Ein flaches Dach, sodass das der Platz im oberen Geschoss vollständig genutzt werden kann. Der praktische Würfel ist eine beliebte Variante bei den Bauherren.

Modernes Haus auf einem kleinen Grundstück

Moderne Häuser haben meist einen effizienten Grundriss und können deshalb auf einem kleinen Grundstück Platz finden. Wie beim Bauhaus sparen Sie beim modernen Haus Kosten durch wenig unnötige Details. Offener Grundriss und große Fenster lassen das Haus oft größer wirken. Oft sind moderne Häuser im Bereich Technik auf dem neuesten Stand und erfüllen ensprechend die Anforderungen der EnEV (Energieeinsparverordnung) standardmäßig.

Weitere Baustile wie das Landhaus oder die Stadtvilla finden Sie in unserer Baustilreihe.

Schritt 3 der Hausplanung: Der Energiestandard

Das Niedrigenergiehaus

Beim Hausbau ganz auf Nachhaltigkeit zu verzichten ist seit der Energieeinsparverordnung nicht mehr möglich. Die am wenigsten ökologische Variante, die für einen Neubau noch erlaubt ist, entspricht dem früher geförderten KfW 70 Haus. Dieses sollte nur noch 70% der Energie eines Referenzgebäudes verbrauchen.

Das Plusenergiehaus

Im Vergleich dazu produziert das Plusenergiehaus sogar mehr Energie als es verbraucht. Das funktioniert mittels Photovoltaikanlagen und weiterer energieproduzierender Technik, wie z. B. Wärmepumpen, die zu einer positiven Energiebilanz führen. Aufgrund dieser Extras ist das Plusenergiehaus beim Bau teurer als ein KfW 70 Haus. Die Differenz gleicht sich aber nach einigen Jahren wieder aus, da die üblichen Energiekosten des Haushalts enorm sinken und Plusenergiehäuser zudem von der KfW gefördert werden.

Vorteile NiedrigenergiehausVorteile Plusenergiehaus
erstmal günstiger
ökologischer
weniger Wartungsaufwand der technischen Anlagauf Dauer günstiger
höherer Wiederverkaufswert

Selbstverständlich gibt es noch weitere Energiestandards wie das Passiv- oder Aktivhaus. Hier informieren wir Sie über geförderte Energiestandards.

Schritt 4 der Hausplanung: die Bauweise

Beide Haustypen, Fertig- ung Massivhäuser, bieten viele Vorteile und spielen in Fragen der Energieeffizienz mittlerweile in einer Liga. Zwar hatten Fertighausanbieter lange Zeit eine Art Pionierstellung bei der Materialforschung zu Dämmstoffen inne, doch holen die Anbieter von Massivhäusern immer weiter auf.

Das Fertighaus

Der natürliche Baustoff Holz, der meistens für Fertighäuser verwendet wird, sorgt grundsätzlich selbst schon für ein gesundes Wohnklima. Dazu werden bei Fertighaus-Typen meist noch weitere Dämmmaterialien, wie Zellulose, verwendet. Nichtsdestotrotz speichern auch die Wände eines massiv gebauten Hauses Wärme sehr gut.

Das Massivhaus

Für ein Massivhaus sprechen der bessere Schallschutz und ein höherer Wiederverkaufswert im Vergleich zum Fertighaus. Der Bau eines Fertighauses ist dafür besser planbar und witterungsunabhängig, weil die einzelnen Bauteile zum Großteil vormontiert zur Baustelle geliefert werden können und die Bauphase vor Ort so deutlich verkürzt wird. Außerdem sind Fertighaus-Typen in der Regel günstiger als Massivhäuser. Für ein Massivhaus spricht vor allem, dass beim Bau individuelle Vorstellungen besser umgesetzt werden können. Zwar können auch bei Fertighaus-Typen mittlerweile schon viele Sonderwünsche berücksichtigen werden, einen Vorteil haben auf diesem Gebiet aber weiterhin die massiv gebauten Häuser. Eine noch detailliertere Gegenüberstellung von Massiv- und Fertighäusern findet sich unter: https://bautipps.almondia.com/fertighaus-vs-massivhaus/

Vorteile Fertighaus
Vorteile Massivhaus
kürzere Bauphaseschallgeschützt
Bau ist besser planbarhöherer Wiederverkaufswert
Bau ist witterungsunabhängigindividueller Grundriss
günstige Varianten möglich


Zusammengenommen gibt es tatsächlich tausend verschiedene Haustypen. Umso besser ist es einen Berater an der Seite zu haben, um den Überblick nicht zu verlieren und das Budget im Auge zu behalten. Unsere Experten von Almondia bringen Licht in den Angebots-Dschungel. Und das unabhängig und kostenlos!

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