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Eine Garage nach Ihren Bedürfnissen

Das Wort Garage stammt vom Französischen garer (sicher verwahren). In einer Garage ist Ihr Fahrzeug also stets gut aufgehoben und zusätzlich schaffen Sie sich einen praktischen Stau- oder Hobbyraum. Die Bauweise will gut bedacht sein. Soll es eine massive Garage oder eine leichte Fertiggarage sein? Darüber hinaus fallen bei der Planung einer Garage folgende Fragen ins Gewicht: Maße, Zubehör, Art des Tors, Dachform, ggfs. Dachbegrünung oder Solaranlage, Garagen-Carport-Kombinationen. Vergessen Sie bei der Planung Ihres Hauses also die Garage nicht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bedenken Sie bei der Planung, ob der Keller bereits einen Hobby- oder Werkraum hat oder ob Sie zusätzlichen Stauraum in der Garage benötigen.
  • Es gibt die massive Bauweise aus Stein und Beton oder leichtere Fertigmodelle aus Holz oder Stahlblech. Zudem stehen Schwing-, Sektional- oder Rolltore zur Wahl.
  • Warum immer ein Flachdach? Auch zum Haus passende Sattel- oder Walmdächer schmücken immer häufiger Garagen, manchmal sogar mit Solaranlage.

Garagenmodelle

Garagentore in unterschiedlichen Farben
Garagentore, individuell lackiert

Der Bauherr wählt zwischen einer kostengünstigen Fertiggarage und einer massiven Steinbauweise. Massive Garagen werden häufig gleich mit dem Massivhaus mitgebaut, das ergibt ein abgerundetes Bild. Die Planung kann der Architekt übernehmen. Es gibt aber auch Fertiggaragen in allen Varianten: Holz, Stahlblech, Beton. Fertiggaragen haben natürlich Vorteile: kurze Bauzeit und leichtes Material machen diese Variante sehr viel günstiger. 

Einzel-, Doppel- oder Großraumgaragen finden sich im Privatgebrauch. Einzelgaragen eignen sich nur für die Unterbringung eines Autos. Wie steht es um alternative Staumöglichkeiten im Keller oder Gartenhaus? Die Doppelgarage hat Platz für zwei Fahrzeuge. Sie ist entweder mit einem großen oder mit zwei kleineren Toren ausgestattet und es gibt sie mit oder ohne innerer Trennwand. Die Großraumgarage bietet genug Raum für mehrere Autos und für einen Stau- und Hobbyraum. Hier ist ein ungeteilter Innenraum und ein großes Tor vorhanden. Natürlich können Sie die Größe je nach Nutzungsprofil individuell planen.

Garagentore: Schwing-, Sektional- und Rolltor

1. Das Schwingtor

rotes Schwingtor
Schwingtor

Das Schwingtor ist das klassische Garagentor. Bei den altbewährten Modellen ist der Torflügel aus verzinktem Stahlblech lamellenförmig geprägt (“gesickt” genannt). Anbieter haben auch Tore aus Massivholz im Angebot. Viele Größen, Prägungen und Farben sind möglich. So gibt es sehr moderne Schwingtore, die auf altbewährter Mechanik aufbauen,

Dieses Tor schwingt mittels einer Hebelarmkonstruktion nach außen und wird unter die Garagendecke befördert. Seitlich angebrachte Stahlfedern ermöglichen das leichte Öffnen und Schließen. Die Federn sind gespannt, wenn das Tor geschlossen ist und ziehen sich zusammen, wenn es geöffnet ist. Früher wurde nur eine Spiralzugfeder verbaut, dagegen weisen moderne Schwingtore mehrfache Federpakete auf.

Beim Öffnen und Schließen benötigt das Schwingtor Platz. Denn die Schwingbewegung schränkt sowohl den Innen- als auch den Außenbereich ein. Diesen Bereich nennt man Schwing- oder Schwenkbereich. Er lässt sich ungefähr mit der halben Höhe des Torflügels veranschlagen. Im Innenbereich sollte dort besser kein hohes Fahrzeug stehen, denn sonst drohen Lackschäden. Schwingtore sind deshalb auch direkt an der Straße oder am Bürgersteig nicht erlaubt.

2. Das Sektionaltor

Das Sektionaltor besteht aus einzelnen rechteckigen Teilen, die über einen Gelenkmechanismus miteinander verbunden sind. Von diesen einzelnen Sektionen des Tors stammt auch der Name. Der Gelenkmechanismus macht das Tor in sich beweglich, damit es in einer Kurve unter die Garagendecke gezogen werden kann. Dies funktioniert mittels Führungsschienen sowie einem oberhalb angebrachten Torsionsfederpaket oder einer seitlich angebrachten Zugfedertechnik, die das Gewicht hält. Dieses Tor schränkt den Raum im Innen- und Außenbereich beim Öffnen und Schließen nicht wie das Schwingtor ein.

Zum manuellen Öffnen braucht es keinen großen Kraftaufwand, da die Torsions- und Zugfedern das Gewicht leichthändig in Bewegung setzen. Natürlich gibt es auch die automatische Variante: Motoren, die das Öffnen und Schließen per Schlüssel- oder Tastschalter oder über einen Funksender auslösen. Hier wird bei Sektionaltoren meistens ein Deckenschleppmotor eingesetzt, der das Tor entweder über eine Kette oder einen Zahnriemen ohne größere Geräuschentwicklung in Bewegung setzt. Optional lässt sich diese Technik mit einer Steuerung über Funk aufrüsten. Eine solche Extrainvestition in eine Fernbedienung zahlt sich spätestens aus, wenn Sie  beim Öffnen Ihrer Garage im Auto sitzen bleiben können – weil´s regnet.

Sektionaltor Innentor

Die Sektionen sind aus feuerverzinktem und pulverbeschichtetem Stahlblech, seltener auch aus Aluminium und Holz gefertigt. Zudem gibt es ein- oder doppelwandige Sektionaltore. Doppelwandige Tore weisen durch die Schaum-Füllung (meistens Polyurethan) sehr gute Dämmeigenschaften (Wärme- und Schallisolierung) auf. Wenn die Garage direkt ans Haus anschließt oder sie als Werkstatt bzw. Hobbyraum genutzt werden soll, dann sind gut gedämmte doppelwandige Tore sinnvoll.

Es besteht eine breite Wahlmöglichkeit hinsichtlich des Designs. Oberflächenstruktur, Prägungen und Farbe lassen sich an das Erscheinungsbild des Hauses anpassen. Denken Sie auch darüber nach, ob Sie eine zusätzliche Tür im Tor – die sogenannte Schlupftür -, Fenster oder eine Kippfunktion zum Lüften benötigen. Die Maße des Sektionaltors lassen sich gut variieren. Deshalb eignet sich dieser Tortyp auch für Nachrüstungen. Seitensektionaltore kommen zum Einsatz, wenn die Decke freigehalten werden soll, oder wenn sich normale Sektionaltore wegen eines allzu speziellen Grundrisses nicht verbauen lassen.

[su_box title=“Elektronische Toröffnung“ box_color=“#ff7864″] Alle Garagentortypen lassen sich mit elektronischen Motoren zur automatischen Öffnung/Schließung ausstatten. Dazu wird ein Stromanschluss in der Garage benötigt. In der Regel lassen sich Garagentorantriebe auch gut nachrüsten. Wenn Sie das Tor über einen Handsender bedienen möchten, hilft die Ausstattung mit entsprechender Funktechnik. Gängige Schließmechanismen sind der Schlüssel- bzw. Tastschalter, wobei der erstere draußen und der zweitere innen angebracht ist. Im Außenbereich lassen sich auch alternativ Fingerprint-Scanner anbringen. Übrigens regelt eine EU-Richtlinie die Sicherheit solcher Garagentorantriebe: Sollte jemand im Weg stehen, wird das Tor diese Person nur antippen, dann selbstständig stoppen und ein Stück zurückfahren.[/su_box]

3. Das Rolltor

Rolltor einer Garage

Ein Rolltor ist günstiger als ein Sektionaltor. Bei kleinen Einzelgaragen ist es oft gar nicht erheblich teurer als ein herkömmliches Schwingtor. Dennoch ist es wesentlich häufiger im Industriebereich anzutreffen als im Privaten. Das Rolltor funktioniert wie ein großer Fensterrollladen: Die miteinander verbundenen Lamellen rollen sich oberhalb der Einfahrt in einem Aluminiumkasten auf. Beim Rolltor gibt es weder Beeinträchtigungen im Außen- oder Innenbereich noch wird die Garagendecke beansprucht wie beim Sektionaltor.

Die Lamellen des Rolltors bestehen aus Aluminium, deren Inneres ausgeschäumt ist. Damit lassen sich sogar noch bessere Dämmeigenschaften als bei einem Sektionaltor erreichen. Die Lamellen gibt es in unterschiedlichen Maßen. Kleinere Lamellen werden bei kleineren Einfahrten eingesetzt. Bei größeren Toren wird mehr Stabilität benötigt, daher verwenden die Hersteller hierbei höhere Lamellen. Hinsichtlich der Farbe besteht eine große Wahlmöglichkeit. Hier eignet sich beispielsweise die Farbe der Fensterrollläden des Hauses. Oder auch eine Holzfarbe, wenn Sie eine farbliche Abstimmung zu hölzernen Elementen von Garten oder Haus herstellen möchten.

Das Garagendach

Es ergibt ein abgerundetes Erscheinungsbild, wenn für die Garage die Dachform des Hauses gewählt wird. So wünschen sich Bauherren bei Garagen auch immer öfter Sattel- oder Walmdächer. Diese Dachformen haben außerdem den Vorteil, dass Regen besser abfließt, auch Schnee kann selbstständig abrutschen. Darüber hinaus wirkt der Innenraum durch diese Dachform größer. Auch die Stromgewinnung mit Solaranlagen fügt sich besser auf einem Satteldach bzw. Walmdach ein, denn die Solaranlagen benötigen einen Neigungswinkel von 30 Grad nach Süden, um einen optimalen Ertrag zu erbringen.

Das Flachdach hingegen ist das häufigste Garagendach. Es stellt besondere Ansprüche an die Abdichtungstechnik, da Regenwasser nicht abfließen kann. Die gängigen Abdichtungsmaterialien sind: Bitumenschindeln, Kunststoffdachbahnen oder Flüssige Kunststoffabdichtungen. Aber bei dieser Dachform lässt sich auch sehr gut eine Dachbegrünung pflanzen – ökologisch sinnvoll und Schutzfunktion. Ausgefallen kann der Bauherr auch eine Terrasse auf dem Garagendach planen. Dabei ist auf die Abstandsflächen zum Nachbargrundstück zu achten, denn höher gelegene Terrassen sind besonders reglementiert.

Garage-Carport-Kombinationen sind praktisch und machen auch optisch etwas her. Sie lassen sich ganz nach Wunsch individuell bauen. Nahezu alle Größen, Designs, Dachformen und Materialien können hier gewählt werden. Ob der Carport vor dem Garagentor oder seitlich anschließt, bleibt Ihnen überlassen. Wenn der Carport  allerdings direkt vor dem Tor angebracht ist, wird niemand beim Öffnen des Tors nass. Der Carport wird auch zum Kurzparken oder für den Fahrradständer genutzt.

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Es geht uns immer um den Gesamtprozess, ohne dabei die Details aus den Augen zu verlieren. Wir möchten, dass Sie gut durch das Abenteuer Hausbau kommen, damit Sie am Ende vollends zufrieden sind. Der Bauherren-Berater Almondia steht Ihnen bei den vielen Fragen zur Seite. Übrigens ist unser Beratungsservice für den Bauherren kostenfrei. Wir freuen uns auf Sie!

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