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Holzständerbauweise

Der Holzständerbau ist eine schnelle und flexible Bauweise, bei der die Bauherren viel in Eigenarbeit leisten können und die meistens für Fertighäuser genutzt wird. Bei der Holzständerbauweise (auch Holzrahmenbauweise) wird das Haus aus einem aus Holzbalken bestehenden Gerüst und Wandelementen aus Holz- und Gipsfaserplatten zusammengesetzt.

Wie läuft der Holzständerbau ab?

Ein Haus in Holzständerbauweise zu errichten, geht in der Regel sehr schnell. Die Wände werden bereits vormontiert zur Baustelle geliefert, wo sie dann nur noch zusammengebaut werden müssen. Erd- und Obergeschoss können meist innerhalb von einer Woche errichtet werden. Für den Dachstuhl und das Verlegen der Unterspannbahn benötigt man in etwa eine weitere Woche.

Welche Vorteile hat die Holzständerbauweise?

Vorteile

nicht witterungsabhängig

schnelle Konstruktionsweise

inklusive Wärmedämmung

Abgabe von Feuchtigkeit

angenehmes Wohnklima
KfW-Förderfähig

Da die einzelnen Bauteile schon vor dem eigentlichen Hausbau angefertigt werden können, ist der Holzrahmenbau nicht witterungsabhängig. Die schnelle Konstruktionsweise spart Zeit und Geld. Darüber hinaus bringt der Holzständerbau aber auch noch weitere Vorteile mit sich: Die Wärmedämmung eines Hauses, das mit der Holzrahmenbauweise errichtet wurde, ist sehr gut. Das liegt vor allem daran, dass die Wände aus mehreren Schichten zusammengesetzt werden. In der Mitte befindet sich eine Dämmschicht, die in den meisten Fällen aus Zellulose besteht. Die Wände sind so konstruiert, dass sie die in den Wohnräumen entstehende Feuchtigkeit von innen nach außen an die Umwelt abgeben können. Außerdem sorgt der Naturbaustoff Holz für ein gesundes und angenehmes Wohnklima.

Die mit der Holzständerbauweise gebauten Häuser entsprechen einem Niedrigenergiehaus und erfüllen oder übertreffen somit auch die Anforderungen der EnEV (Energieeinsparverordnung) an Neubauten. Demnach können Bauherren, die sich für den Holzrahmenbau entscheiden, auch eine Förderung bei der KfW beantragen.

Hat der Holzständerbau Nachteile?

Nichtsdestotrotz machen sich viele Bauwillige auch Sorgen über mögliche Nachteile des Holzrahmenbaus. So wird bei Holzhäusern häufig befürchtet, dass sie schneller brennen und anfälliger für Schädlinge sind.

Diese Bedenken sind aber in den meisten Fällen völlig unbegründet. Beim Holzrahmenbau werden die Stützen und Balken extra dicker angefertigt als eigentlich nötig wäre. Denn besonders dickes Holz ist sehr schwer entflammbar, was sicher jeder schon einmal am Lagerfeuer oder bei einem Kamin beobachten konnte. Sollte es doch zum Ernstfall kommen, kann ein aus Holz gebautes Haus sogar sicherer sein als ein Haus, das mit Stahlträgern errichtet wurde. Diese können im Feuer völlig unerwartet einbrechen, während Holz langsam und gleichmäßig verbrennt.

Und auch Schädlinge haben bei modernen Holzhäusern keine Chance mehr – und das sogar ganz ohne chemische Holzschutzmittel. Das später zu verbauende Holz wird in Trockenkammern auf eine Restfeuchte von unter 18% gebracht. Frisches Holz hat im Vergleich dazu einen Wasseranteil von ca. 40%. Dadurch werden sowohl alle zuvor im Holz vorhandenen Schädlinge abgetötet, als auch das Eiweiß geronnen. Ohne Eiweiß, also ihrer Nahrungsquelle, haben neue Schädlinge kein Interesse daran, sich im Holz einzunisten. Auch Schimmel und Pilze brauchen eine feuchte Umgebung, um zu wachsen. Wird die Restfeuchte des Hauses bis zum Einbau auf unter 18% gehalten, besteht dementsprechend keine Gefahr, dass Bauherren in ihrem Holzhaus Ärger mit Schädlingen bekommen.