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Baukindergeld

Das Baukindergeld ist eines der großen Versprechen der neuen Regierung an junge Familien. Und es sieht gut aus, denn womöglich wird das Gesetz noch dieses Jahr auf den Weg gebracht. Wie genau die Unterstützung aussehen wird, an welche Bedingungen diese geknüpft ist und auch, was es für Probleme mit sich bringen könnte, erfahren Sie in diesem Artikel.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Große Koalition will ein Baukindergeld einführen, einen konkreten Gesetzesentwurf gibt es aber noch nicht.
  • Bauwillige Familien mit Kindern sollen mit 1.200 € pro Kind und Jahr über einen Zeitraum von 10 Jahren unterstützt werden.
  • Die Unterstützung gilt nur für abgeschlossene Baugenehmigungen und Kaufverträge, nicht für bloße Bauvorhaben.

Ganz neu ist die Idee, Familien mit Kindern den Bau eines Eigenheims zu erleichtern, nicht. Bereits zwischen 1996 und 2005 gab es eine Eigenheimzulage mit Kinderzulage. Die damaligen 800 € sollen jetzt auf 1.200 € pro Kind und Jahr erhöht werden. Die Förderung soll über 10 Jahre bestehen. Eine Familie mit drei Kindern könnte so über die gesamte Zeit der Förderung einen Zuschuss von 36.000 € erhalten.

Einen konkreten Gesetzesentwurf für das geplante Baukindergeld gibt es allerdings noch nicht. Ab wann die zukünftigen Bauherren das Baukindergeld beantragen können, hängt vor allem davon ab, wann die neue Bundesregierung den Gesetzesentwurf formuliert. Der muss dann natürlich auch noch vom Bundestag beschlossen werden. Nach aktuellem Zeitplan soll das Baukindergeld noch vor der Sommerpause 2018 verabschiedet werden.

So soll das Baukindergeld aussehen

Nach den Plänen der Großen Koalition sollen alle Familien mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 75.000 € die Förderung erhalten können. Dieser Grenzwert erhöht sich noch einmal um 15.000 € pro Kind. Entscheidend für die Förderung ist, ob die Kinder noch zu Hause wohnen und Anspruch auf Kindergeld besteht.

Das neue Gesetz soll ab dem Tag des Inkrafttretens für abgeschlossene Baugenehmigungen und Kaufverträge gelten. Das hierfür nötige Eigenkapital müssen die Bauherren jedoch zunächst selbst aufbringen, um anschließend eine Förderung erhalten zu können. [ads-pullquote-left]Erst nach einem konkreten Gesetzesentwurf kann das Baukindergeld beantragt werden.[/ads-pullquote-left]Da es momentan weder ein Gesetz, noch einen konkreten Gesetzesentwurf für das geplante Baukindergeld gibt, können Bauherren es auch noch nicht beantragen. Informationen erhalten Bauwillige bei der zuständigen Gemeinde, wo das Baukindergeld später höchstwahrscheinlich auch beantragt werden kann.

Was soll mit dem Baukindergeld erreicht werden?

Ziel der neuen Regierung ist es, mit dem Baukindergeld junge, weniger wohlhabende Familien zu unterstützen. Denn wie SPD-Vizechefin Natascha Kohnen betonte, sei genügend Wohnraum zu schaffen “die soziale Frage des 21. Jahrhunderts”. Und da Bauen teuer ist, hofft die Große Koalition, mehr Menschen durch die Subventionierung zum Planen eines eigenen Hauses zu animieren. Dass die Förderung auf junge Familien mit Kindern abzielt, war vor allem ein Wunsch der CSU.

Nicht nur gute Nachrichten

Grundsätzlich ist das Baukindergeld für Familien mit Kindern, die den Bau eines Eigenheims planen, eine tolle Möglichkeit und kann eine deutliche finanzielle Entlastung darstellen. Dennoch gibt es auch kritische Stimmen, die dem Baukindergeld nicht nur Gutes abgewinnen können. Die Steuerbelastung, um ein solches Vorhaben deutschlandweit umzusetzen, ist zweifelsohne sehr hoch. [ads-pullquote-right]Ungleiche Verteilung der Steuergelder?[/ads-pullquote-right]Profitieren könnten von der Förderung allerdings nur Familien mit Bauvorhaben. Kritische Stimmen merken an, dass die Steuergelder somit also ungleich verteilt werden würden. Die neue Regierung rechnet mit Ausgaben von 440 Millionen Euro pro Jahr. Profitieren könnten davon schätzungsweise 200.000 Familien.

Die Regierung will das Baukindergeld hauptsächlich einführen, um Familien zu unterstützen und zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Tatsächlich würde aber vor allem die Baubranche profitieren, wie Gegner des Baukindergelds argumentieren. Außerdem löse das Baukindergeld das Wohnraumproblem in Städten nicht. Dass die Kosten für das ganze Projekt vor allem künftige Regierungen tragen müssten, da die Förderung für mindestens 10 Jahre bestehen soll, sorgt ebenfalls für viel Kritik am Baukindergeld.

Trotz der politischen Diskussion können sich Familien mit Bauvorhaben erstmal über die finanzielle Unterstützung freuen. Das Baukindergeld wird vielen die Entscheidung, mit der Planung des Eigenheims loszulegen, deutlich erleichtern.

Der Service von Almondia

Ein Haus zu bauen, ist in der Praxis häufig schwerer als am Anfang gedacht. Neben einigen bürokratischen Hürden ist die Auswahl der richtigen Baufirma für einen glücklichen Ausgang des Bauvorhabens meist entscheidend.

Die Bauexperten von Almondia beraten Bauwillige gerne und kostenlos zu allen Fragen rund um das Thema Hausbau. Außerdem unterstützen unsere Bauherrenberater zukünftige Hausbesitzer bei der Planung des Bauvorhabens und der Suche nach der passenden Baufirma. Wir sind während des gesamten Bauprozesses Ihr Ansprechpartner. Sprechen Sie doch einfach mal mit einem unserer Bauherren-Berater – wir freuen uns auf Sie!

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