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Grundstückspreise

Die Nachfrage nach Grundstücken steigt, mithin auch die Kosten. Wer in einer bestimmten Region ein Haus bauen will, muss sich mit der gegebenen Preislage auseinandersetzen und wird nicht selten länger nach dem passenden Bauland suchen. Bereits der Kauf eines Grundstücks kann aber auch als eine gute Investition angesehen werden. In diesem Artikel erhalten Sie einen Überblick über die Grundstückspreise in Deutschland. Außerdem erfahren Sie, woraus sich der sogenannte Bodenrichtwert errechnet und wie es um die Makler- und Notarkosten sowie die Grunderwerbssteuer steht.

Die Nachfrage nach Grundstücken in Ballungs- und Stadtgebieten

Grundstückspreise steigen mit der Nähe zur Stadt. Haus an Haus in der Vorstadt
Haus an Haus in der Vorstadt.
©2017 Almondia GmbH

Neben den Kosten für den Hausbau fallen die Kosten fürs Grundstück am schwersten ins Gewicht. Deshalb fängt eine solide Aufstellung des Finanzierungsplans mit den Kosten für das Bauland an. Die Preislage für Grundstücke in der Bundesrepublik ist sehr unterschiedlich. Eines ist jedoch klar: Die Nachfrage nach Bauland steigt bei attraktiver Zinslage ungemindert. Dies trifft insbesondere auf Ballungs- und Stadtgebiete zu. Die Nähe zur Stadt macht den Preis. Hier finden Sie mehr zu einem realistischen Finanzierungsplan für den Hausbau.

Es ist heute sehr beliebt, ein Grundstück außerhalb einer Großstadt zu finden, bei dem die Nähe zu den urbanen Zentren bei guter Anbindung gegeben ist. So kann von den Vorteilen des Landlebens profitiert werden, ohne dass die Lichter der Großstadt in allzu weite Ferne rücken. Wertsteigerungen von Grundstücken in beliebten Gegenden – oder solchen die mittelfristig in ihrer Beliebtheit steigen – sind also zu erwarten.

Wie errechnet sich der Grundstückspreis?

Vermarktung von Grundstücken Die meisten Baugrundstücke werden eher selten von privaten Eigentümern, sondern mehrheitlich von Bauträgern, Investoren und Kommunen vermarktet? Beim Kauf eines Grundstücks werden Sie es also vor allem mit diesen zu tun bekommen.

Die reinen Kosten fürs Grundstück ergeben sich aus der Multiplikation des Grundstückspreises pro Quadratmeter mit der Gesamtfläche. So belaufen sich bei einem Grundstück mit einer Gesamtfläche von 500 m² und einem Kaufpreis von 100 € pro m² die reinen Grundstückskosten auf 50000 €. In der Regel gilt, dass die Preise pro Quadratmeter mit der Größe der Gesamtgrundfläche steigen.

Wie wird der Bodenrichtwert errechnet?

Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert für Grundstücke in einer Region, somit stellt er für jede Region einen objektiven Richtwert für den Preis eines Grundstücks dar. Er errechnet sich aus den erfassten Verkaufspreisen von Grundstücken unter Berücksichtigung des Entwicklungsstandes der Region. Der Bodenrichtwert geht auf das Städtebaurecht (Baugesetzbuch § 196) zurück. In der Regel werden die Bodenrichtwerte von den Bundesländern in einem Turnus von zwei Jahren neu ermittelt und veröffentlicht. In manchen Bundesländern können Kosten für die Abfrage anfallen.

Preisabweichungen vom Bodenrichtwert

Zumeist richten sich die angebotenen Grundstücke nach dem Bodenrichtwert, jedoch ist er in keiner Weise verbindlich. Käufer eines Grundstücks sollten dennoch über den Bodenrichtwert im Bilde sein, um Preise richtig einschätzen und vergleichen zu können.

Der Bodenrichtwert wird von einer Reihe von Faktoren, die ein bestimmtes Grundstück betreffen, beeinflusst. Deshalb können Abweichungen mitunter auch stark ausfallen. Wertmindernde Faktoren können beispielsweise ein allzu großer Baumbestand, Altlasten im Boden oder eine unzureichende Erschließung des Grundstücks sein.

Grundstückspreise im Vergleich

Stadt – Grundstückspreise pro m²: 

München – 1200 €

Düsseldorf – 550 €

Nürnberg – 400 €

Stuttgart – 390 €

Mainz – 370 €

Regensburg – 340 €

Köln – 330 €

Berlin – 300 €

Aachen – 290 €

Potsdam – 250 €

Dortmund – 200 €

Münster – 200 €

Kiel – 180 €

Dresden – 170 €

Oldenburg – 150 €

Saarbrücken – 150 €

Bremen – 120 €

Magdeburg – 90 €

Wolfsburg – 90 €

Chemnitz – 70 €

Diese Aufstellung einiger Richtwerte von Grundstückspreisen pro Quadratmeter in deutschen Städten bietet Ihnen einen Überblick und Vergleich darüber, wie weit die Preise auseinander liegen (Stand 2014). Vergleichen Sie diese Preise einmal mit den von Ihnen bereits gesichteten Angeboten, um realistische Vorstellungen zu erhalten.

Die reinen Grundstückspreise sind nach den Baukosten zumeist der größte Posten in der Gesamtkalkulation Ihres Bauvorhabens. Aber um die Kosten fürs Grundstück genauer zu berechnen, fallen noch eine Vielzahl weiterer Kosten an. Direkt zu nennen sind zunächst die Makler- und Notarkosten sowie die Grunderwerbsteuer.

Maklerkosten

Abgesehen von Grundstücken, die von Privatleuten ohne Beteiligung eines Maklers verkauft werden, fallen Kosten für den Makler an. In der Mehrheit aller Grundstückskäufe ist dies der Fall. Die Provision des Maklers beläuft sich in der Regel auf 5 % bis 7 % des Kaufpreises (ohne Mehrwertsteuer). Bei unserem Beispielspreis von 50000 € belaufen sich die Maklerkosten mindestens auf 3000 €.

Notarkosten

Ohne den Notar und dessen notwendige notarielle Beurkundung des Kaufs geht kein Grundstückskauf über die Bühne. Die Notarkosten hängen wesentlich mit den Eintragungen ins Grundbuch (Grundschuld, Löschung/Eintrag Eigentümer, etc.) zusammen. Die Notarkosten variieren, da auch sie sich nach dem Kaufpreis des Grundstücks (bzw. der Immobilie) richten. Gehen wir von einem Kaufpreis von 50000 € aus und einer Grundschuld von 40000 €, die ins Grundbuch eingetragen werden muss, können die Notarkosten bei 1000-1300 € liegen. Zusätzlich fallen Kosten für die Eintragung des neuen Eigentümers und die Löschung des alten Eigentümers im Grundbuch mit ca. 1100 € an. Hier finden Sie einen detaillierten Artikel über das Prozedere und die Kosten, die mit der Eintragung ins Grundbuch zusammenhängen.

Grunderwerbsteuer

Es wäre doch sehr verwunderlich, wenn es nicht auch eine Steuer für den Grundstückskauf gäbe. Und natürlich gibt es eine solche Steuer: die Grunderwerbsteuer. Die Grunderwerbsteuer ist beim Kauf eines Grundstücks zu entrichten. Die Grunderwerbsteuer wird von den Bundesländern erhoben und liegt zwischen 3,5 % und 5,5 %. Für unseren Beispielpreis von 50000 € kann die Grunderwerbsteuer sich also auf zwischen 1750 € und 2750 € belaufen.

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