Almondia – Bautipps Die Bauherrenberatung

Stromanbieter prüfen

Wer seinen Traum vom Eigenheim umsetzen möchte, braucht dafür logischerweise erstmal ein Grundstück. Dieses Baugrundstück muss einerseits ausreichend groß dimensioniert sein und in einem Ortsgebiet liegen, das grundsätzlich bebaut werden darf. Andererseits muss es auch infrastrukturell erschlossen sein. Weist eine Kommune bebaubare Grundstücke aus, bedeutet das, dass die Anbindung an das Straßennetz, an Wasser- und Abwasserversorgung sowie ans Stromnetz gewährleistet sein muss. Bevor man also den richtigen Stromanbieter finden kann, muss man sich zunächst mit der Erschließung auseinandersetzen.

Die rechtliche Seite der Erschließung

Die Details zur Erschließung des Baugrundstücks sind Sache des Landes bzw. der Kommune, in der gebaut wird. Was erlaubt und was nicht erlaubt ist, ist für den Bauherren maßgeblich am Bebauungsplan erkennbar. Damit das geplante Haus auch wirklich auf dem gewünschten Grundstück umgesetzt werden kann, lohnt es sich also, die Vorgaben und Regelungen im Bebauungsplan vor dem Grundstückskauf genau unter die Lupe zu nehmen.

Versorgung eines Haushalts: Nur Gas und Strom sind bis dato frei wählbar

Stromzähler

Ist das Grundstück entsprechend erschlossen und das Haus endlich gebaut, stellt sich natürlich früher oder später die Frage nach den passenden Gas- und Stromanbietern. Anders als bei der Wasserversorgung, ist es bei Gas und Strom mittlerweile Gang und Gäbe, den besten Anbieter via Preisvergleich ausfindig zu machen. Warum dies bei der Wasserversorgung anders ist, hat vor allem politische Gründe: Obwohl es bereits seit Jahren Diskussionen zur Privatisierung der Wasserversorgung gibt, wird dies so schnell nicht passieren.

Als Begründung der Ablehnung wird insbesondere die Angst vor fehlenden Investitionen der privaten Anbieter in die Erneuerung und Instandhaltung der Anlagen genannt.

Bei Strom und Gas hat man in diesem Zusammenhang eine andere Lösung gefunden – nämlich die Unterscheidung zwischen Netzanbieter und Stromanbieter. Das Netz wird nämlich nach wie vor kommunal (also aus öffentlicher Hand) zur Verfügung gestellt. Deswegen werden auch Stromzähler vom Anbieter vor Ort gewartet und ggf. abgelesen. Nur das eigentlich nutzbare Gut, das heißt Strom oder Gas, wird von einem anderen, gegebenenfalls privaten Anbieter bereitgestellt. Für den Nutzer heißt das: Gibt es Fragen zur Versorgungsleitung, sind diese an den kommunalen Netzbetreiber zu richten. Fragen zum Tarif sind an den jeweiligen Stromanbieter zu stellen. Die „Miete“, die der private Stromanbieter an den kommunalen Netzbetreiber entrichten muss, machen diese beiden Akteure unter sich aus.

Stromanbieter Preisvergleich: Regionaler Strom ist nicht der Günstigste

Wer nun glaubt die Strompreise regionaler Anbieter seien am günstigsten, der ist einem wahren Mythos auf den Leim gegangen, denn der regionale Anbieter gehört in der Regel nicht zu den preiswertesten Lieferanten. Deswegen raten Experten dazu, regelmäßig die Strompreise zu vergleichen und dabei auf diese Einzelfaktoren zu achten:

  • Blick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis

Beim Wechsel des Anbieters eines regelmäßig genutzten Gutes – in diesem Fall Strom – muss natürlich bedacht vorgegangen werden. Besonders attraktive Angebote sollten nach dem sprichwörtlichen Haken durchforscht werden. Darüber hinaus raten Experten dazu, nicht nur auf den monatlichen Betrag zu achten, sondern vor allem auch auf die offerierten Leistungen. Vor allem Ökostrom-Tarife fallen zwar preislich deutlicher ins Gewicht, sind aber die logische Konsequenz einer ökologischen Bau- und Lebensweise.

  • Vertragskonditionen prüfen

Die Vertragskonditionen können an drei Faktoren festgemacht werden:

1. An der Vertragslaufzeit. Diese sollte so flexibel wie möglich gewählt werden.
2. An der Kündigungsfrist. Diese sollte transparent nachgewiesen werden und keinesfalls einen zu langen Turnus umfassen.
3. An den Verlängerungsoptionen. Auch wenn der Vertrag nach Ablauf der Vertragslaufzeit nicht aufgelöst oder gekündigt wird, sollte die sich anschließende Vertragslaufzeit nicht länger sein als der Erstvertrag.

  • Preisgestaltung auf den Prüfstand stellen

Die Preisgestaltung ist ein besonders spannender Faktor, denn der Blick sollte auf eventuelle Preisgarantien fallen. Zudem sollte deutlich vermerkt werden, ob es sich um ein Strompaket handelt, das einem eine gewisse Menge an Strom offeriert: Nicht verbrauchter Strom sollte nicht verfallen, zu viel verbrauchter Strom sollte nicht besonders teuer zu Buche schlagen. Mit Blick auf etwaige Insolvenzverfahren sollte grundsätzlich keine Vorauskasse geleistet werden.

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