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WU-Keller

Bauinteressenten, die sich endlich den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen, stehen gleich am Anfang vor einer wichtigen Entscheidung. Es geht um die Frage nach dem Keller. In den meisten Fällen rät der Bodengutachter zu einem WU-Keller. Doch was ist damit gemeint? Für den Laien keine leichte Entscheidung. Mit dem folgenden Artikel möchten wir eine Reihe von Fragen zu dieser Art von Keller beantworten. Dies ist vielfach eine Hilfe, wenn es um die Frage Keller oder Bodenplatte beim Bau des Traumhauses geht.

Schnelleinstieg ins Thema

Das Besondere an den weißen Wannen: Die weißen Wannen bestehen aus einem wasserundurchlässigen Beton und einem dichten Gefüge. Baufamilien können sich anhand der DIN 1045-2 zu den Unterschieden zwischen weißen Wannen und der schwarzen Wanne informieren.
Die Funktionsweise der weißen Wannen: Aufgrund der Wasserundurchlässigkeit kann Feuchtigkeit nicht eindringen. Dies liegt unter anderem am Kapillarporenraum , der weniger als 20 Vol.-% hat. Dies bedeutet, dass die Kapillarporen nicht durchgängig miteinander verbunden sind.
Die Lebensdauer der weißen Wanne: Experten sprechen von einer Lebensdauer von ca. 80 Jahren. Im Gegensatz dazu hat die schwarze Wanne eine Lebensdauer von 40 bis 50 Jahren.

Was ist ein WU-Keller?

In Fachkreisen wird ein solcher Keller auch als Weiße Wanne bezeichnet. Es handelt sich dabei um Kellerräume, die aus wasserdurchlässigem Beton, dem sogenannten WU-Beton, gefertigt werden. Bei dieser Bauweise wird der Keller durch die Stahlbetonkonstruktion auch gegen Sicker- und Grundwasser abgedichtet, sodass zusätzliche Abdichtungsarbeiten unnötig sind.

Vor- und Nachteile eines WU-Kellers

Eine solche Kellerkonstruktion bringt den Hausbesitzern nicht nur Vorteile. Vor einer endgültigen Entscheidung sollten diese sich auch intensiv mit den Nachteilen auseinandersetzen.:

Vorteile

  • Belastbarkeit – Solch ein Keller ist sehr robust und kann somit auch hohen Belastungen standhalten.
  • Langlebigkeit – Der wasserundurchlässige Beton ist nicht nur langlebig, sondern auch sehr widerstandsfähig, was wiederum zu einer langen Lebensdauer des fertigen Kellers führt.
  • Abdichtungsarbeiten – In den meisten Fällen bzw. bei normaler Feuchtigkeit ist keine zusätzliche Abdichtungsmaßnahme nötig. Dies spart Zeit und Baukosten.
  • Feuchtigkeitsschutz – Der Keller bietet einen zuverlässigen Schutz vor Feuchtigkeit aus dem Erdreich. Dies gilt auch bei einem hohen Grundwasserspiegel oder bei drückendem Wasser.
  • Einfache Sanierung – Sollte es dennoch zu einem Schaden kommen, kann dieser leicht von innen saniert werden, ohne dass dazu das komplette Erdreich aufgegraben werden muss.

Nachteile

  • Kosten – Der WU-Keller ist in den meisten Fällen teurer als ein konventioneller Keller, da der spezielle Beton bereits teurer ist.
  • Präzise Planung und Ausführung – Das Planen ist komplexer und erfordert Fachkenntnisse. Des Weiteren muss bei der Ausführung auf korrekte Arbeit geachtet werden, da dies für die Dichtigkeit des Kellers unabdingbar ist. Dies bedeutet, dass Bauherren grundsätzlich für das Planen und die Ausführung ein Kelleranbieter mit Fachkenntnissen, wie zum Beispiel das uns bekannte Unternehmen Kellerexperte, engagieren sollten. Ein solches Unternehmen wird darauf achten, dass alle Fugen und Risse, welche bei den Konstruktionen entstehen, speziell abgedichtet werden.
  • Keine 100 % Wasserdichtigkeit – Der spezielle Beton ist zwar wasserdurchlässig, aber auf keinen Fall vollständig wasserdicht. Dies bedeutet, dass er Wasserdampf durchlässt.

Planung und Konzeption

Die Planung eines wasserdurchlässigen Kellers ist komplex und beinhaltet eine Reihe von wichtigen Schritten. Wichtig. Dabei sind auch die Materialauswahl sowie das Beachten der baurechtlichen Aspekte.

  • Planungsphasen: Es beginnt mit der Bedarfsplanung, bei der die Nutzungsanforderungen an den Keller definiert werden. Im Anschluss daran geht es um die Beanspruchungsklasse, bei der die Wassereinwirkung durch Bodenfeuchte oder drückendes Wasser auf erdüberschüttenden Bauteilen bestimmt wird. Im weiteren Verlauf werden anhand der Nutzungsklasse die Anforderungen an die Wasserdichtheit festgelegt und ob Risse vermieden, begrenzt oder komplett zugelassen werden. Nachdem die konstruktiven Maßnahmen wie Wahl der Betoneigenschaften, Bauteilabmessungen, Arten von Fugen und Bewehrung gewählt wurden, kann mit der Ausführungsplanung begonnen werden. Alle getroffenen Festlegungen und Entscheidungen werden in einem speziellen Konzept dokumentiert.
  • Baurechtliche Aspekte: Sowohl die Planung als auch die Ausführung müssen den Vorgaben der DIN EN 206-1, DIN 1045-2 und der WU-Richtlinie entsprechen. In den Vorgaben werden auch die Expositionsklassen geregelt. Dabei geht es um die Anforderungen an den Beton in Bezug auf chemische und physikalische Einwirkungen.  
  • Materialauswahl und -eigenschaften: Der wasserundurchlässige Beton muss bestimmte Anforderungen an die Wasserdichtigkeit garantieren. Dazu zählen die Mindestdruckfestigkeitsklasse C25/30 sowie ein Mindestzementgehalt von 280 kg pro Kubikmeter Beton. Des Weiteren können Zusatzmittel wie kristalline Substanzen oder Betonzusatzstoffe zum Einsatz kommen, um die Dichtigkeit sowie die Beständigkeit des Betons zu verbessern.

Technische Anforderungen

Um die Dichtigkeit und die Langlebigkeit zu garantieren, müssen bestimmte technische Anforderungen erfüllt werden. Neben der Wahl des richtigen Betons geht es um die Beachtung der Mindestbauteildicken, um Risse zu vermeiden. Dazu müssen die geltenden Normen zwingend eingehalten werden, denn nur so kann garantiert werden, dass der Keller den Belastungen durch Feuchtigkeit standhalten kann.

  • Wasserdichtheit: In der WU-Richtlinie wird die Wasserundurchlässigkeit als Begrenzung bzw. Verhinderung für einen Wasserdurchtritt definiert. Dabei geht es nicht um die absolute Wasserdichtigkeit. Es wird davon. Ausgegangen, sofern der Kernbereich zwischen Kapillar- und Diffusionsbereich ausreichend dick ist, ist der Kapillartransport von Wasser nicht erfolgt. Untersuchungen haben gezeigt, dass Bauteile ab einer Dicke von 5 cm Wasser kapillar nicht durchgängig transportieren können. Somit bietet der WU-Keller einen guten Schutz gegen drückendes Wasser, aufstauendes Sickerwasser sowie Bodenfeuchtigkeit. Im Übrigen beträgt der Wassereindringwiderstand durch drückendes Wasser maximal 7 cm.
  • Lastannahmen und statische Berechnungen: Bei den statischen Berechnungen müssen die spezifischen Lasten berücksichtigt werden. Dazu zählen Erddruck, Wasserdruck, Verkehrslasten und Auflasten des Hauses. Unter Berücksichtigung der Lastannahmen muss die Standsicherheit des Kellers garantiert sein. Daher ist es wichtig, die auftretenden Kräfte und Moment zu ermitteln, um die Bewehrung entsprechend dimensionieren zu können. Die statischen Berechnungen sollten aus diesem Grund nur von einem erfahrenen Tragwerkplaner vorgenommen werden.
  • Bewehrung und Konstruktionstechniken: Durch die Bewehrung werden Lasten und Zwangsspannungen aufgenommen, um so die Rissbildung zu begrenzen. Dabei muss die Anordnung und Dichte der Bewehrung so gewählt werden, dass eine fachgerechte Verdichtung des Betons möglich ist und Rissweiten kontrolliert werden können. Die Konstruktion muss so gestaltet werden, dass es zu zwangsarmen Verhältnissen kommt, was wiederum Risse vermeidet. Dabei gilt zu beachten, dass die Mindestbaudicke der Bauteile 10 cm beträgt, wobei eine vielfach größere Dicke erforderlich ist.

Einflussfaktoren auf Feuchteschutz und Rissverhalten im WU-Keller

Bei Bauwerken mit hoher Beanspruchungsklasse sind Entwurfsgrundsätze entscheidend, um Trennrissen in Betonbauteilen vorzubeugen. Gerade an Wänden, bei denen mit aufstauendem Sickerwasser zu rechnen ist, spielen der kontrollierte Feuchtetransport und die Begrenzung der Wassereindringtiefe eine zentrale Rolle. Ziel ist es, einen Wasserdurchtritt zu vermeiden – auch bei Belastung durch Wasserdampf. Der fachgerechte Einbau von Fugenabdichtungen und das Verständnis der kapillaren Vorgänge in den Wänden sind dafür ebenso entscheidend wie die Berücksichtigung möglicher Trennrisse. So wird der Wasserdurchtritt minimiert und der Feuchtetransport in Betonbauteilen langfristig kontrolliert. Erfolgt der Einbau nicht nach den Entwurfsgrundsätzen, drohen Undichtigkeiten durch Sickerwasser, Wasserdampf oder aufstauendem Wasser, selbst wenn die Wassereindringtiefe an sich gering ist.

Ausführung WU-Keller

Wichtig für die Ausführung sind neben den richtigen Materialien auch das Bauverfahren sowie die anschließende Qualitätssicherung. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es dennoch zu Problemen wie einer Rissbildung oder einer Wasserinfiltration kommen.

  • Bauverfahren und Methoden: Grundsätzlich beginnt die Planung bei einem WU-Keller mit einem Baugrundgutachten, welches den Bemessungswasserstand, die Art der Wasserbeanspruchung sowie die chemische Zusammensetzung des Bodens verdeutlicht. Die anschließende Errichtung des Kellers erfolgt in der Regel geschosshoch. Es kommen entweder Ortbeton als Systemschalung oder vorgefertigte Elementwände zum Einsatz. Beim wasserundurchlässigen Beton ist darauf zu achten, dass dieser nach DIN EN 206-1 und DIN EN 1045 eine Mindestdruckfestigkeitsklasse von C25/30 hat und pro Kubikmeter Beton einen Zementgehalt von 280 kg aufweist. Wichtig beim Bauverfahren ist das Abdichten der Fugen. Gemäß DIN 7865, DIN 18197 oder DIN 18541 müssen dazu geeignete Fugenbänder und/oder Fugenbleche verwendet werden. Wird der Keller als Wohnraum genutzt, ist eine zusätzliche Dampfbremse an den Außenwänden erforderlich.
  • Qualitätssicherung auf der Baustelle: Um die Wasserdichtigkeit zu garantieren und so auch Probleme in der Zukunft zu verhindern, ist die Qualitätssicherung auf der Baustelle unabdingbar. Dazu zählen die sorgfältige Überwachung der Bauarbeiten, der Schalung sowie der Bewehrung. Sämtliche durchgeführten Maßnahmen sowie das Einhalten der Vorhaben müssen dokumentiert werden. Des Weiteren können Betonprüfungen vorgenommen werden, um die Betonqualität zu überprüfen. Nach der Fertigstellung er wasserundurchlässigen Konstruktion sollte diese von einem Sachverständigen überprüft werden,  um die Wasserdichtigkeit zu bestätigen.
  • Problembehandlung: Sollte es zu einem Feuchtigkeitseintritt kommen, muss die Ursache schnellstens ermittelt werden. Zu den häufigen Ursachen zählen dabei mangelhafte Betonqualität, Fehler bei der Ausführung oder Undichtigkeiten an Arbeitsfugen und Anschlüssen. Auch Risse können zu einem Feuchtigkeitseintritt führen. In einem solchen Fall ist eine Rissinjektion oder eine andere Rissabdichtungsmethode erforderlich. Auch wenn der Beton wasserundurchlässig ist, kann es zu einem kapillaren Wassertransport kommen. Mit einer Drainage oder einer zusätzlichen Abdichtungsmaßnahme kann Abhilfe geschaffen werden.

Einsatz der Weißen Wanne im WU-Keller

Die weiße Wanne kommt vielfach zum Einsatz, wenn mit drückendem Wasser oder einem hohen Grundwasserstand gerechnet werden muss.

Konstruktionsprinzipien der Weißen Wanne

Bei der weißen Wanne handelt es sich um eine Bauweise, bei der sowohl die Kellerwände als auch die Bodenplatte des Hauses aus wasserundurchlässigem Beton besteht. Bei einem solchen Betonkeller sind keine zusätzlichen Abdichtungsmaßnahmen erforderlich, denn die Abdichtung wird bereits durch die Konstruktion erreicht. Wichtig dabei ist es, die Fugen sowie die Durchdringungen sehr sorgfältig zu planen und auszuführen.

Grundsätzlich wird die Wasserdichtigkeit durch die weiße Wanne erreicht, da der wasserundurchlässige Beton nur eine reduzierte Wassereindringtiefe hat.  Des Weiteren übernimmt der Stahlbetonkeller die tragende und abdichtende Funktion. Dabei ist es wichtig, dass Risse im Beton vermieden oder deren Rissbreite beschränkt wird. Sowohl die Dehn- als auch die Arbeitsfugen und die Durchdringungen müssen gründlich abgedichtet werden. Dies geschieht mit speziellen Fugenbändern, Fugenblechen oder Verpressschläuchen. Zusätzlich müssen die Mindestwanddicken eingehalten werden, um die Wasserdichtigkeit und Stabilität zu garantieren.

Vorteile Weiße Wanne in der Anwendung

Zu den spezifischen Vorteilen der weißen Wanne gehören:

  • Sehr guter Feuchtigkeitsschutz – Die weiße Wanne kann drückendes Wasser zuverlässig abhalten und schützt dabei effektiv vor aufsteigender Feuchtigkeit, Sickerwasser und Bodenfeuchtigkeit.
  • Langlebigkeit – Die weiße Wanne ist sehr widerstandsfähig und hat eine lange Lebensdauer, die von Experten mit bis zu 80 Jahren angegeben wird.
  • Abdichtungen – Im Gegensatz zur schwarzen Wanne (Bitumen oder Kunststoffbahnen) entfallen bei der weißen Wanne die zusätzlichen Abdichtungsmaßnahmen der Außenwände.
  • Wartungsarm – Die weiße Wanne ist aufgrund ihrer Langlebigkeit und den fehlenden zusätzlichen Abdichtungen sehr wartungsarm.
  • Empfehlenswerte Regionen für die weiße Wanne: Die weiße Wanne ist optimal für den Bau in Regionen mit einem hohen Grundwasserspiegel oder mit häufigem Niederschlag.
  • Hohe Anforderungen – Die weiße Wanne erfüllt die hohen technischen Anforderungen für Wohnräume im Keller.
  • Monolithische Konstruktion – Bei der weißen Wanne handelt es sich um eine einfache monolithische Konstruktion, welche weniger anfällig für mechanische Beschädigungen ist.
  • Zusätzlicher Schutz – Die weiße Wanne schützt gegen das gefährliche Radon.
  • Wirtschaftlichkeit – Auch wenn die Anschaffungskosten für die weiße Wanne deutlich höher sind, so amortisieren sich die Mehrkosten im Laufe der Jahre durch ihre Langlebigkeit und die Wartungsarmut.

Technische Herausforderungen und Lösungsansätze

Im Zusammenhang mit der weißen Wanne ist oft die Rede von verschiedenen technischen Herausforderungen. Dabei geht es im Einzelnen um:

  • Fugen und Durchdringungen – Sowohl die Arbeits- als auch die Bewegungsfugen bilden eine potentielle Schwachstelle für einen Wassereintritt. Entscheidend hierbei ist die fachgerechte Abdichtung. Dies gilt auch für alle Durchdringungen wie etwa Rohre.
  • Rissbildung – Der wasserundurchlässige Beton ist nicht zu 100 % wasserdicht. Selbst noch so kleine Risse können zu einer Undichtigkeit führen. Aus diesem Grund ist die sorgfältige Planung und Ausführung im Sinne der Rissvermeidung wichtig. Dabei werden die Rissbreiten durch die Bewehrung begrenzt.
  • Betontechnologie –  Wichtig ist eine fachgerechte Betonherstellung sowie die Verarbeitung des Materials. Dies gilt insbesondere für die Verdichtung, da nur so ein homogenes, dichtes Gefüge entsteht und es nicht zu Entmischungen kommt.
  • Abdichtung – Hierzu kommen unterschiedliche Materialien und Technologien zum Einsatz. Diese müssen auf die spezifischen Anforderungen wie Bodenfeuchte und Druckwasser abgestimmt sein.
  • Planung – Damit alle Einflussparameter wie Wasserbeanspruchung, Nutzungsklasse und konstruktive Details berücksichtigt werden können, ist eine sorgfältige Planung unabdingbar.
  • Bauüberwachung – Bauvorhaben, bei denen die weiße Wanne zum Einsatz kommt, müssen durch anerkannte Stellen fremdüberwacht werden. Dies gilt im Besonderen bei drückendem Wasser.

Abdichtungstechniken für WU Keller

Weiße Wannen sind Bauweisen, bei denen bei einem WU-Keller wasserundurchlässiger Beton verwendet wird, um eine dichte Gebäudehülle gegen drückendes Wasser zu schaffen. Im Gegensatz dazu gibt es schwarze Wannen. Bei der schwarzen Wanne muss eine zusätzliche Abdichtung aus Bitumen oder Kunststoffbahnen erfolgen.

  • Innenabdichtung vs. Außenabdichtung: Bei einem WU-Keller ist die Außenabdichtung in den meisten Fällen nicht nötig, da der verwendete Beton wasserundurchlässig ist. Bei einer sehr hohen Wassereinwirkung kann es sinnvoll sein, eine zusätzliche Abdichtung der Fugen und Risse vorzunehmen. Auch wenn die Innenabdichtung bei einem Betonkeller nicht notwendig ist, sollte sie bei bestimmten Feuchtigkeitsproblemen wie etwa Kondenswasser in Betracht gezogen werden. Die Kellerwände werden dabei von innen abgedichtet, um so das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern.
  • Unterschiede zwischen Schwarzer und Weißer Wanne: Der wesentliche Unterschied zwischen der schwarzen Wanne und der weißen Wanne liegt in der Art der Kellerabdichtung. Bei der schwarzen Wanne wird von außen Bitumen als Abdichtung auf die Kellerwände aufgebracht. Weiße Wannen benötigen dagegen keine zusätzliche Abdichtung, da weiße Wannen aus wasserundurchlässigem Beton bestehen. Bauherren haben grundsätzlich die Wahl zwischen der schwarzen Wanne und der weißen Wanne. Allerdings hängt die Entscheidung von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen die Baukosten, die gewünschte Lebensdauer, die spätere Nutzung des Kellers sowie die Bodenbeschaffenheit.
  • Durchdringungen und Fugen abdichten: Arbeitsfugen entstehen bei der Betonage und müssen in jedem Fall abgedichtet werden, um das Eindringen von Wasser zu verhindern. Dazu werden meistens Fugenbänder, Quellbänder oder Injektionssysteme verwendet. Bewegungsfugen dagegen dienen dem Ausgleich von temperaturbedingten Verformungen und erfordern daher flexible Abdichtungsmaterialien. Dazu zählen spezielle Dichtungsbahnen sowie Injektionssysteme. Sollrissfugen werden absichtlich geplant, müssen aber dennoch abgedichtet werden. Zu den Durchdringungen zählen Rohrdurchführungen und Schalungsanker. Die Durchdringungen werden mit Mantelrohren oder Wassersperren ausgestattet, um Undichtigkeiten zu vermeiden.

Wartung und Instandhaltung WU Keller

Es handelt sich um einen Stahlbetonkeller, der durch seine Bauweise gegen das Eindringen von Wasser geschützt ist. Dennoch müssen einige Aspekte rund um Wartung und Instandhaltung beachtet werden.

  • Regelmäßige Inspektionen: Bauherren wird empfohlen, den Betonkeller regelmäßig auf Risse, Undichtigkeiten oder gar Feuchtigkeitsschäden zu überprüfen.
  • Wartungsarbeiten: Zu den typischen Wartungsmaßnahmen gehören die Überprüfung der Bausubstanz auf Risse, Undichtigkeiten und andere Schäden. Des Weiteren sollten die Abdichtungen geprüft werden. Ebenso wichtig ist die Sicherstellung der Kellerentwässerung durch Drainagen oder Pumpen sowie deren einwandfreie Funktion. Bauherren sollten des Weiteren regelmäßig die Anschlüsse an Fenstern, Türen und anderen Bauteilen auf Dichtigkeit überprüfen. Und last but not least sollten Bauherren auf eine regelmäßige Reinigung also das Entfernen von Schmutz und Ablagerungen achten, da diese die Funktion der Abdichtungen beeinträchtigen können. Sollten Schäden festgestellt werden, ist vom Bauherren dafür zu sorgen, dass schnellstmöglich Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden.
  • Sanierung: Im Rahmen einer Sanierung geht es in der Regel um das nachträgliche Abdichten oder die Behebung von Mängeln an der Konstruktion, welche zu einem Wassereintritt führen. Da es sich bei der weißen Wanne um eine wasserundurchlässige Stahlbetonkonstruktion handelt, entfallen bei Sanierungen aufwändige Außenabdichtungsmaßnahmen. Stattdessen konzentrieren sich die Kellerbaufirmen auf das Abdichten von Fehlstellen, Rissen oder Durchdringungen.

Kosten und Wirtschaftlichkeit von WU Kellern

Beim Hausbau fragen Bauherren sich oft, was ein WU-Keller kostet und wie wirtschaftlich dieser ist. Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden.

  • Kostenübersicht: Die Kosten werden von der Größe des Kellers bestimmt. Je größer der Keller, umso höher fallen die Kosten aus. Des Weiteren variieren die Preise je nach Region und Ausstattung, da Fenster, Lichtschächte sowie ein extra Dämmung sich auf den endgültigen Preis auswirken. Je nach Art der Bodenverhältnisse können die Kosten für den Erdaushub sowie die Entsorgung des Erdreichs unterschiedlich hoch ausfallen. Je schwieriger das Erdreich ist, umso höher fallen die Kosten für den Aushub und die Entsorgung aus. Es sollte immer ein Bodengutachter zurate gezogen werden. Im Schnitt muss bei einem WU-Keller mit Mehrkosten von 10 bis 25 % im Vergleich zum konventionellen Kellergeschoss gerechnet werden. Dies sind in der Regel zwischen 15.000 bis 20.000 Euro.
  • Rentabilitätsanalyse: Neben den verschiedenen Kostenfaktoren wie höhere Baukosten, zusätzliche Dämmung und Planung sowie Ausführung müssen auch die Nutzenfaktoren betrachtet werden. Zu Letzteren zählen die Langlebigkeit, die Wasserdichtigkeit, der Schutz vor Feuchtigkeit und Radon, der Werterhalt bzw. die Wertsteigerung rund um das Traumhaus, die Flexibilität in der Nutzung sowie die geringen Folgekosten. Um eine fundierte Entscheidung treffen zu können sollten Baufamilien sich von Fachleuten wie dem Team von Kellerexperte beraten lassen.
  • Vergleich zu herkömmlichen Kellern: Bei herkömmlichen Kellern ist in den meisten Fällen eine zusätzliche Abdichtung von erdberührten Bauteilen nötig, während beim Betonkeller darauf verzichtet werden kann. Die Bauzeit bei einem wasserundurchlässigen Kellergeschoss ist kürzer als bei konventionellen Kellergeschossen, da auf zusätzliche Abdichtungsmaßnahmen verzichtet werden kann. Traditionelle Kellerbauweisen bieten keinen zuverlässigen Schutz gegen Radon, sodass extra Maßnahmen erforderlich sind, wenn Baufamilien Wert auf den Radonschutz legen.

Fallbeispiele und Praxisberichte

Es gibt eine Vielzahl von erfolgreichen Fallbeispielen, bei denen das WU-Kellergeschoss dem Hausbesitzer eine Reihe von Vorteilen bescherte.

Erfolgreiche Projekte: Zu den erfolgreichen Projekten zählen neben dem üblichen Kellerbau auch Tiefgaragen in wasserundurchlässiger Bauweise.

Zukünftige Trends und Entwicklungen

  • Innovative Ansätze im WU Kellerbau: Dabei geht es in erster Linie um die Optimierung der WU-Betonkonstruktionen sowie der Integration von effizienten Abdichtungstechniken. Ziel Innovationen ist es, für Baufamilien eine langlebige, sichere und kosteneffektive Lösung für das Untergeschoss in ihrem Traumhaus zu bieten. Diese Lösung soll sowohl gegen drückendes Wasser als auch gegen Feuchtigkeit schützen.
  • Nachhaltigkeit und Umweltaspekte: Neben der Langlebigkeit zählen auch der Feuchtigkeitsschutz, die Umweltfreundlichkeit, die Ressourceneffizienz sowie das gesunde Wohnklima dazu.
  • Rechtliche und normative Veränderungen: Die alte DIN 18195 wurde durch die neue DIN 18533 ersetzt. Darin geht es um neue Anforderungen rund um das Abdichten von erdberührten Wänden sowie Bodenfeuchte haben. Dies bedeutet auch, dass die WZ-Richtlinie entsprechend angepasst werden muss.

Fazit

Immer öfter entscheiden sich Baufamilien beim Hausbau für einen Stahlbetonkeller, da diese eine Reihe von Vorteilen mit sich bringt, auch wenn die Anschaffungskosten höher ausfallen als beim konventionellen Keller. Überzeugend dabei sind die hohe Belastbarkeit sowie die zeitsparende Produktion der Elemente. Es sind keine zusätzlichen Abdichtungsmaßnahmen nötig und doch ist das Untergeschoss optimal auf Hochwasser, Grundwasser und Stauwasser vorbereitet. Der WU-Keller kann sowohl als reiner Nutzkeller als auch als Wohnkeller genutzt werden.

Gerade bei einem WU-Keller, der Teil tragender Bauwerke ist, muss beim Umgang mit mehreren Kubikmetern WU-Beton besonders sorgfältig geplant und gearbeitet werden, um Trennrissen durch thermische und bautechnische Spannungen frühzeitig vorzubeugen.

FAQs

In Deutschland gilt generell die WU-Richtlinie, welche die Anforderungen an das Planen und Ausführen regelt.

Hausbesitzer sollten regelmäßig eine Sichtprüfung durchführen, um Schäden frühzeitig zu erkennen.

Autorin Sarah Völkl

Sarah Völkl hat Architektur studiert und ist seit Jahren das Gesicht von a better place. Mit ihren Videos ist sie bei YouTube vielen Personen schon länger bekannt. Sarah teilt Ihr Wissen jetzt auch bei den Bautipps von Almondia.
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