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Almondia – Bautipps Die Bauherrenberatung

Bodenarten

Auf den ersten Blick scheinen alle Böden gleich auszusehen. Dies ist jedoch falsch, denn Böden sind unterschiedlich. Dies hängt mit dem Mischungsverhältnis ihrer Bestandteile sowie der Korngrößenverteilung im Boden zusammen. Der folgende Artikel soll die verschiedenen Bodenarten sowie deren Eigenschaften näher erläutern. Des Weiteren soll verdeutlicht werden, wie sich die verschiedenen Böden auf das Bauwesen auswirken.

Schnelleinstieg ins Thema

Der Baugrund wird von den Hauptbodenarten bestimmt: Zu den zentralen Bodenarten gehören Sand, Ton und Schluff. Durch ihre Zusammensetzung werden die Tragfähigkeit, die Wasserdurchlässigkeit und die Bearbeitbarkeit des Bodens bestimmt.
Bauwürdigkeit wird von Bodenklassen bestimmt: Durch die Einteilung in Bodenklassen lässt sich die Eignung des Baugrunds für den Hausbau bestimmen.
Baukosten werden von den Bodenarten beeinflusst: Die Bodenart bestimmt die Gründungsart, was wiederum die Baukosten beeinflusst. Bei sandigen Böden müssen in der Regel zusätzliche Maßnahmen getroffen werden, um den Baugrund zu stabilisieren.

Grundlagen der Bodenkunde

Bei den Grundlagen in der Bodenkunde geht es um die Untersuchung der verschiedenen Böden als natürliche Ressource, deren Zusammensetzung sowie deren Entstehung, welche auch als Pedogenese bekannt ist.

Wichtiger Aspekt dabei ist die Bodenbildung mit ihren verschiedenen Faktoren. Dazu zählen das Gestein, Klima, Gelände sowie die Lebewesen und die daraus resultierenden Schichten. Ebenso wichtig sind auch die Bodenhorizonte, die für das Pflanzenwachstum und eine Reihe von weiteren ökologischen Prozessen wie dem Wasserhaushalt und dem Nährstoffkreislauf wichtig sind.  

Was versteht man unter Klassifikation der Bodenarten?

Damit ist die systematische Einteilung der Böden nach Beschaffenheit gemeint. Diese wiederum basiert auf den Anteilen von Sand, Schluff und Ton sowie der Korngrößenzusammensetzung.

  • Klassifikationssysteme: Die verschiedenen Klassifikationssysteme richten sich nach ihrem Verwendungszweck. Die gängigsten dabei sind die bodenkundliche Klassifikation nach Korngröße und die geotechnische Klassifikation nach DIN 18196. Die folgenden Tabellen sollen die Unterschiede verdeutlichen.

Bodenkundliche Klassifikation nach Korngröße

BodenartErläuterungen
SandGroße Partikel mit mehr als 2 mm; sehr gute Drainage
SchluffFeine Partikel zwischen 0,002 bis 0,063 mm; hohe Fähigkeit Wasser zu speichern; neigt zur Verdichtung
TonSehr feine Korngrößen, die kleiner als 0,002 mm sind; hohe Wasser- und Nährstoffspeicherfähigkeit; neigt zum Quellen und Schrumpfen
LehmMischung aus Sand, Schluff und Ton, die je nach Mischungsverhältnis unterteilt wird in lehmiger Sand oder sandiger Lehm

Geotechnische Klassifikation nach DIN 18196

Dieses System ist vor allen Dingen für das Bauwesen interessant. Die Bodenarten waren in 7 Klassen eingeteilt und basieren auf ihrer Eignung für Erdarbeiten.

BodenklasseBezeichnung des Bodens
1Oberboden
2Wasserhaltender Boden, fließende Bodenarten
3Leichter Boden, leicht lösbare Bodenarten
4Mittelschwerer Boden, mittelschwer lösbare Bodenarten
5Schwerer Boden, schwer lösbare Bodenarten
6Leichter Fels
7Schwerer Fels

Wie lassen sich Bodenarten in der Praxis bestimmen?

Um die Bodeneigenschaften zuverlässig zu bestimmen, nutzen Fachleute verschiedene Methoden, die auf Bodenproben und der Analyse einzelner Bodenpartikel basieren. Schon eine einfache Fingerprobe kann Hinweise auf die Körnung geben und zeigen, ob es sich um Sand, Lehmboden oder andere Hauptbodenarten handelt. Für genauere Ergebnisse kommen Laborverfahren wie die Schlämmanalyse zum Einsatz, bei der die Kornfraktionen des Feinbodens unterschieden und Anteile von Gesteinsbruchstücken oder Tonmineralen erfasst werden. Solche Verfahren helfen, die Durchwurzelbarkeit, die Nährstoffversorgung und die Durchlüftung einzuschätzen und zeigen gleichzeitig, wie sich Böden langfristig bearbeiten lassen. Mit präzisen Bodenproben können Bauwesen und Landwirtschaft die Qualität der Standorte für Pflanzen und Bauprojekte besser bestimmen.

Was ist unter Grundbodenarten wie Sand, Schluff und Ton zu verstehen?

Die Grundbodenarten unterscheiden sich durch die Größe ihrer mineralischen Partikel.

BodenartCharakteristika und EigenschaftEinfluss LandwirtschaftBedeutung Bauwesen
SandGrobe Körnung (0,063 – 2,0 mm); fühlt sich rau an und man spürt die einzelnen Körner; Wasser wird nur gering gehalten, da es zwischen den Körnern versickert;Sandböden lassen sich leicht bearbeiten; ist gut durchlüftet; speichert Wasser und Nährstoffe schlecht; erfordert eine regelmäßige Bewässerung;leichte Bearbeitbarkeit; gute Drainage; gute Durchlüftung; allerdings geringe Tragfähigkeit; Setzungsgefahr; gilt im Bauwesen als komplizierter Boden
Schluff/Schluffemittlere Korngröße (0,063 – 0,002 mm) zwischen Sand und Ton; Schluffböden haben eine gute Wasserspeicherfähigkeit; kann bei Trockenheit verwehender Schluffboden speichert Wasser und Nährstoffe sehr gut; Schluffböden lassen sich gut bearbeiten; begünstigt den Aufbau von Humus durch gute Bedingungen für MikroorganismenDer Schluffboden hat eine gute Tragfähigkeit; leichte Bearbeitbarkeit; Schluffböden speichern Wasser sehr gut
Tonsehr feine und kleine Korngrößen (weniger als 0,002 mm); Trocken wird er hart und bildet Risse; Nass wird er klebrig, quillt auf und lässt sich formen; speichert sehr viel WasserDer Tonboden bietet eine hohe Fruchtbarkeit; stabile Struktur und somit weniger Erosion; ist schlecht belüftet und erwärmt sich nur langsam; Bearbeitungsaufwand beim Tonboden ist sehr hochim feuchten Zustand verlieren Tonböden an Tragfähigkeit; sehr frostanfällig – es kommt zu Hebungen, die die Bausubstanz schädigen können

Wer mehr über die Bodenarten wissen möchte, findet umfassende Informationen bei Hausbauexperte.

Wie sehen die physikalischen Eigenschaften der Bodenarten aus?

Die physikalischen Eigenschaften der verschiedenen Bodenarten sind von der Korngröße abhängig.

  • Textur und Struktur: Die Textur beschreibt den Anteil von Sand, Schluff und Ton an der Bodenmasse. Sandboden hat eine grobe Textur, während die feinen Körner von Schluff Wasser gut halten können. Der Boden aus Ton hat eine sehr feine Körnung und kann sowohl Wasser als auch Nährstoffe sehr gut speichern. Die Struktur beschreibt, wie die mineralischen Anteile zusammengefügt sind. Sandboden hat nur einen geringen Zusammenhalt, da keine Aggregate gebildet werden. Bei Böden aus Ton ist die Aggregatbildung sehr stark ausgeprägt. Dies wiederum ist wichtig für die Bodenbearbeitung und verbessert gleichzeitig die Belüftung.
  • Wasserdurchlässigkeit und Speicherfähigkeit: Die Wasserdurchlässigkeit ist bei Sandböden sehr hoch, während die Fähigkeit Wasser zu speichern nur gering ist, denn das Wasser hält sich nur kurz an den Körnern. Der Schluffboden hat dagegen eine mittlere bis geringe Durchlässigkeit und kann Wasser gut speichern. Beim Boden aus Ton staut sich Wasser leicht, was zu einer sehr hohen Fähigkeit, Wasser zu speichern führt.
  • Tragfähigkeit und Verdichtbarkeit: Die Tragfähigkeit bei Sandböden kann variieren, wird jedoch durch Verdichtung verbessert. Bei Tonböden muss unterschieden werden zwischen weich und fest, wobei weicher Ton eine sehr geringe Tragfähigkeit hat im Gegensatz zum festen Ton mit einer mittleren bis hohen Tragfähigkeit. Ton und Schluff sind anfälliger für Verdichtung, was wiederum ihre Tragfähigkeit verringert. Sand dagegen lässt sich leichter verdichten.

Was hat es mit den chemischen Eigenschaften und der Fruchtbarkeit des Bodens auf sich?

Die Fruchtbarkeit des Bodens ist stark abhängig von den chemischen Eigenschaften wie zum Beispiel dem ausgewogenen pH-Wert, der optimalen Nährstoffverfügbarkeit sowie dem Vorhandensein von Kalzium. Ebenso entscheidend für die Fruchtbarkeit der Böden ist die chemische Verwitterung. Hierbei werden Minerale durch Wasser zersetzt und pflanzenverfügbare Nährstoffe freigesetzt.

  • Nährstoffgehalt und pH-Wert: Für die meisten Pflanzen ist ein pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5 ideal.  Grund hierfür ist, dass ein solcher Wert die Nährstoffverfügbarkeit optimiert und somit auch die Auswaschung von Nährstoffen reduziert. Die Verfügbarkeit der Nährstoffe Kalium und Phosphor ist eng mit dem pH-Wert verbunden.
  • Kationenaustauschkapazität (KAK): Tonmineralien und andere organische Bestandteile sind negativ geladen und ziehen die positiv geladenen Nährstoff-Ionen an. Der pH-Wert beeinflusst die Kationenaustauschkapazität.  So können bei einem höheren pH-Wert mehr Nährstoffkationen gebunden werden. Im Boden werden mehr Nährstoffe wie Kalzium, Magnesium und Kalium gespeichert, was für das Pflanzenwachstum und die Fruchtbarkeit essenziell ist.
  • Schadstoffbindung: Neben der Fruchtbarkeit wird auch die Schadstoffbindung von den chemischen Eigenschaften bestimmt. Dabei beeinflusst die Bodenart, wie gut Wasser und Nährstoffe gespeichert werden. Des Weiteren können je nach Bodenart auch die Schadstoffe unterschiedlich gebunden werden, so haben feinkörnige Tonböden eine hohe Schadstoffbindungskapazität.

Wie sehen die biologischen Aspekte des Bodens aus?

Zu den biologischen Aspekten der Böden zählen das Bodenleben aus Mikroorganismen und Tieren sowie der Humusgehalt. Beide sind für die Bodenfruchtbarkeit entscheidend und beeinflussen die Bodenstruktur sowie die Fähigkeit zur Aufnahme von Wasser und Nährstoffen.  

  • Mikrobielle Aktivität und Bodenfauna: Bei der mikrobiellen Aktivität sind Pilze und Bakterien entscheidend für den Abbau von organischem Material. Des Weiteren ist die mikrobielle Aktivität der Hauptfaktor für die Fruchtbarkeit der Böden. Die Bodenfauna unterscheidet sich in Mikrofauna (Mineralisierung von organischem Material), Mesofauna (reicht der Nährstoffgehalt an) und Makro- bzw. Megafauna, was die Bodenstruktur verbessert.
  • Bodenfruchtbarkeit und Humusgehalt: Der Humusgehalt ist für die Bodenfruchtbarkeit und die Bodenbiologie entscheidend, da er als Nährstoffquelle und zur Verbesserung der Bodenstruktur bzw. er Wasserspeicherung dient. Der Nährstoffgehalt wird durch Humus gespeichert und schützt die Böden vor Auswaschung. Für sandige Böden sollte der Humusanteil bei 1,5 – 2 % liegen. Bei Schluff- und Lehmboden beträgt der Humusanteil 2,5 – 4 %. Somit ist für jeden Bodentyp ein anderer Humusanteil von Bedeutung.
  • Bodenleben und dessen Bedeutung für das Ökosystem: Der Boden ist ein komplexer Lebensraum mit einer Vielzahl von Organismen wie Bakterien, Pilze, Insekten und Regenwürmer. Die Mikroorganismen zerlegen das organische Material und wandeln es in Nährstoffe um, welche von den Pflanzen aufgenommen werden. Durch eine vielfältige Bodenfauna und -flora wird das Pflanzenwachstum gefördert, indem sie dafür sorgen, den Boden zu lüften, lockern und mit Nährstoffen zu versorgen.

Welchen Einfluss haben die Bodenarten auf das Pflanzenwachstum?

Die Bodenarten haben einen deutlichen Einfluss auf das Pflanzenwachstum, was im Besonderen an der Luft-, Nährstoff- und Wasserversorgung liegt. Der Sandboden entwässert zwar sehr gut, hat allerdings schlechte Speichereigenschaften. Böden aus Ton dagegen haben gute Speichereigenschaften, sind aber schwer zu belüften, was wiederum zu Staunässe führt.

  • Pflanzenverträglichkeit: Pflanzen gedeihen je nach Bodenart unterschiedlich gut, da sie spezifische Bodenansprüche haben. Während Heidelbeeren einen sauren Boden bevorzugen, mögen Lavendel eher kalkreichen Boden. Durch gezielte Maßnahmen lässt sich die Bodenverträglichkeit verbessern.
  • Bodenbearbeitung und Management: Grundlegende Bodenbearbeitungsmaßnahmen sind die Lockerung der Erde sowie das Einarbeiten von Pflanzenresten und Düngemitteln. Im Anschluss daran sollte der Boden geebnet, gekrümelt und auf das Saatbett vorbereitet werden. Zusätzlich bietet das Mulchen eine Schicht, die Feuchtigkeit speichert und Temperaturschwankungen reduzieren kann.
  • Bewässerungs- und Düngestrategien: Die Bewässerung ist abhängig vom Bodentyp. Wichtig ist, dass die Wassermenge immer entsprechend angepasst wird, um Staunässe zu vermeiden. Mit einer Fingerprobe kann geprüft werden, wie feucht die Erde ist. In Bezug auf Düngung gilt, dass Kompost eine gute Möglichkeit ist, jeden Boden zu verbessern, indem dadurch Feuchtigkeit gespeichert und der Nährstoffgehalt in der Waage gehalten wird. Bei sauren Böden ist Kalk eine gute Maßnahme, den pH-Wert zu neutralisieren, was wiederum die Nährstoffaufnahme verbessert.

Wie beeinflusst die Bodenart das Bauwesen?

Das Bauwesen wird stark von der jeweiligen Bodenart beeinflusst, da dadurch die Tragfähigkeit, die Bearbeitbarkeit sowie der Wasserhaushalt im Untergrund bestimmt wird. Anhand der Bodenarten wird die Art des Fundaments festgelegt, was wiederum unterschiedliche Bautechniken und Baumaschinen erfordert. Und zu guter Letzt beeinflusst die Bodenart die Kosten für den Aushub und die Verarbeitung.

  • Baugrunduntersuchung: Mit einem Bodengutachten, was ein wichtiger Bestandteil der Baugrunduntersuchung ist, erhalten Bauherren Kenntnis über die Bodenart und die Bodenbeschaffenheit. Die Baugrunduntersuchung liefert detaillierte Informationen über den Aufbau des Untergrunds, die Grundwassersituation sowie die Eigenschaften des Bodens.
  • Gründungstypen und Bodenanpassungen: Je nach Bodenart sind verschiedene Gründungstypen nötig. Dies erklärt auch, warum Böden nach DIN 18300 klassifiziert werden, denn nur so kann eine Entscheidung zu den richtigen Bautechniken du Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.
  • Risiken und Herausforderungen: Der Tonboden ist schlecht durchlässig, was zu Staunässe führen kann. Dies wiederum kann zu Rissen in den Fundamenten und den Gebäudestrukturen führen. Bei einem Boden aus Sand kann die Tragfähigkeit beeinträchtigt sein. Dies erfordert eine aufwendigere Gründung. Grundsätzlich kann das bauen auf ungeeignetem oder nicht ausreichend untersuchten Baugrund zu erheblichen Kosten und langfristigen Schäden an den Gebäuden führen.

Was gilt für den Schutz und Erhalt von Bodenarten?

Hierzu sind verschiedene Maßnahmen nötig. Dazu zählen die Vermeidung von Bodenverdichtungen, Erosion und Versiegelung sowie die Förderung der Bodenfruchtbarkeit.

  • Erosion und Bodendegradation: Dies basiert auf der Schaffung einer stabilen Bodendecke sowie der Vermeidung von Verdichtung und einer Förderung gesunder Bodenstrukturen. Zu den Maßnahmen zählen das Anpflanzen von Bäumen und Zwischenfrüchten, das Mulchen, die Agroforstwirtschaft, Fruchtwechsel sowie die Anwendung von bodenschonenden Anbaumethoden.
  • Nachhaltige Bodennutzung: Es geht dabei um den Schutz von Bodenarten und ihren Funktionen. Dies bedeutet, dass Bodenerosion, Verdichtung und Bodendegradation zu vermeiden sind, um die Bodenfruchtbarkeit für künftige Generationen zu erhalten.
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und Umweltschutzgesetze: In Deutschland sind diese in erster Linie im  Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG) und der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) geregelt. Aber auch weitere Gesetze wie das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) und das Baugesetzbuch (BauGB) tragen zum Bodenschutz bei. Interessenten, die noch mehr zu diesen Punkten wissen möchten, finden weitere Informationen auf der Website von Fertighausexperte.

Wie sehen zukünftige Herausforderungen und Forschungsansätze aus?

In erster Linie geht es dabei, um die Dinge, die Menschen tun können. Dazu zählen weniger Versiegelungen, Verdichtungen, Erosion und Schadstoffkontaminationen.

  • Klimawandel und Bodenarten: Durch den Klimawandel werden die Bodenarten negativ beeinflusst. Dabei geht es um Austrocknung bei Dürre, vermehrte Erosion bei Extremwetter und erhöhter Humusabbau.
  • Technologische Innovationen in der Bodenforschung: Da zählen der Einsatz von KI und Sensortechnologie für das Erstellen von digitalen Bodenmodellen sowie der Einsatz von Drohnen und Satellitendaten für die Kartierung und Überwachung. Mit diesen Technologien lassen präzisere Analysen erstellen sowie eine effizientere und nachhaltigere Bewirtschaftung der Böden erreichen.
  • Globale Trends und ihre Auswirkungen auf die Bodennutzung: Immer mehr Böden werden versiegelt oder sind von Degradation betroffen. Verantwortlich dafür sind Bevölkerungswachstum, Klimawandel und ein verändertes Konsummuster. Dies bedroht die Biodiversität, die Wasservorräte und die Ernährungssicherheit. 

Fazit

Wenn Pflanzen erfolgreich angebaut werden sollen, ist es wichtig, die Grundlage Boden zu erhalten. Je nach Bodenart und Bodentyp gibt es verschiedene Voraussetzungen, damit Pflanzen auch wirklich gut gedeihen. Möchten wir die Bodenfruchtbarkeit für unsere nachfolgenden Generationen erhalten, dann kommen wir um die bedarfsgerechte Düngung nicht herum.

Die Bodenarten unterscheiden sich durch ihre Korngröße und das Mischungsverhältnis der Mineralien. Beim Bodentyp dagegen kommt es eher auf die Erscheinungsform an, also auf die Farbe und das Vorkommen. Mit dem Bodenartendreieck können die Anteile an Lehme, Sand, Ton und Schluff im Boden erkannt werden. Die Darstellung im Bodenartendreieck erfolgt durch Buchstaben und Zahlen.

Ob eine einfache Probe zur ersten Einschätzung oder eine detaillierte Schlämmanalyse im Labor – nur so lassen sich die Bodeneigenschaften zuverlässig bestimmen. Dabei spielen Hauptbodenarten, Kornfraktionen, Tonminerale, Gesteinsbruchstücken und der Anteil an Feinboden eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, Böden fachgerecht zu bearbeiten und die Nährstoffversorgung für Pflanzen langfristig sicherzustellen.

FAQs

Die drei Bodentypen sind Sand, Ton und Schluff. Dargestellt werden diese im Bodenartendreieck. Dazwischen gibt es verschiedene Mischtypen.

Lehme sind im Allgemeinen nicht wasserdurchlässig, da ihre feine Partikelstruktur Wasser nur sehr langsam aufnimmt bzw. abgibt.

Um die Hauptbodenarten sicher zu erkennen, empfiehlt sich neben der einfachen Probe im Feld auch eine detaillierte Untersuchung im Labor. Schon eine kleine Probe zeigt, ob der Boden eher sandig, schluffig oder tonige Eigenschaften besitzt. Besonders die Korngrößenverteilung im Bereich weniger Millimeter ist entscheidend, da feine tonige Bestandteile die Wasserspeicherung und Tragfähigkeit stark beeinflussen. Für das Wachstum von Pflanzen spielen diese Faktoren ebenso eine Rolle wie die Durchlüftung und die Nährstoffbindung. Anhand solcher Analysen wird deutlich, welche Hauptbodenarten vorliegen und wie sie sich für Bauprojekte oder landwirtschaftliche Nutzung eignen.

Autorin Sarah Völkl

Sarah Völkl hat Architektur studiert und ist seit Jahren das Gesicht von a better place. Mit ihren Videos ist sie bei YouTube vielen Personen schon länger bekannt. Sarah teilt Ihr Wissen jetzt auch bei den Bautipps von Almondia.
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