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Fertigteilkeller Kosten

Lange Zeit, bevor der Hausbau endlich starten kann, müssen Bauherren sich für oder gegen den Keller entscheiden. Dass ein Haus mit Keller im Vergleich zum Haus auf einer Bodenplatte deutlich teurer ist, muss nicht explizit erwähnt werden. Wir sollten allerdings erwähnen, dass ein Fertigkeller deutlich weniger pro Quadratmeter kostet als ein Keller, der Stein auf Stein vor Ort errichtet wird. Der folgende Artikel geht unter anderem auf die verschiedenen Faktoren, die die Kosten für einen Keller beeinflussen, ein. Des Weiteren möchten wir aufzeigen, dass Bauherren mit einem Fertigteilkeller auch Kosten einsparen können.

Schnelleinstieg ins Thema

Die Besonderheiten rund um den Fertigkeller: Die benötigten Bauelemente für den Fertigkeller werden im Werk des Anbieters vorgefertigt. Nach der Lieferung auf die Baustelle erfolgt vor Ort nur noch der Aufbau durch ein erfahrenes Montageteam.
Die Vorteile rund um den Fertigkeller: Der Fertigkeller erhöht den Marktwert des Eigenheims und sorgt bei einem eventuellen späteren Verkauf der Immobilie für einen höheren Wiederverkaufswert. Des Weiteren bietet der Keller zusätzlich Platz, der zu verschiedenen Zwecken genutzt werden kann. Der Fertigkeller schützt bei richtiger Ausführung das Haus vor Feuchtigkeit und Wasser von außen, sodass der gefürchteten Schimmelbildung vorgebeugt werden kann. Grundsätzlich lässt sich die Effizienz des Hauses steigern, dass diese nicht direkt auf dem Erdreich errichtet wird und durch den Keller eine Isolierung bekommt.
Die Kosten für einen Fertigkeller: Diese können nicht pauschal beziffert werden, da sie von verschiedenen Faktoren abhängig sind. Neben der Größe zählen auch die Bodenbeschaffenheit auf dem Grundstück sowie die Qualität der Ausstattung dazu.

Was ist ein Fertigkeller?

Wie der Name schon vermuten lässt, wird der Fertigkeller im Fertigbauverfahren errichtet, um Kellerräume unter dem Haus zu schaffen. Der Keller wird bei dieser Bauweise aus einzelnen Steinen auf der Baustelle errichtet. Die benötigten Elemente des Fertigkellers werden in den Fertigungsanlagen des Anbieters vorgefertigt und anschließend zur Baustelle transportiert. Dort werden die Betonfertigteile montiert, bevor mit dem eigentlichen Hausbau begonnen werden kann.  

Vorteile eines Fertigkellers

Hausbesitzer profitieren bei einem Fertigkeller von einigen Vorteilen. So erhöht sich nicht nur der Marktwert des Hauses, was in der Folge zu einem höheren Wiederverkaufswert führt, sondern der Keller kann sowohl als zusätzliche Nutzfläche als auch als weiterer Wohnraum genutzt werden. Des Weiteren bietet der Keller neben den vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten auch ein Extra an Flexibilität. Wir haben uns die verschiedenen Vorteile einmal näher angeschaut.

  • Kurze Bauzeit – Der Fertigkeller kann durch das sogenannte Baukastensystem innerhalb kürzester Zeit errichtet werden. Von der Kellerplanung bis zur endgültigen Fertigstellung wird im Schnitt mit 3 bis 4 Wochen gerechnet. Diese kurze Bauzeit lässt sich selbst in den Wintermonaten realisieren, da die vorgefertigten Betonelemente im Werk des Anbieters wetterunabhängig hergestellt werden. Direkt nach der Fertigstellung der Betonelemente werden diese auf die Baustelle transportiert und dort von einem erfahrenen Team montiert.
  • Kostenersparnis – Aufgrund der kurzen Bauzeit können Bauherren bei den Baukosten sparen. Des Weiteren entfallen wegen der glatten Oberflächen der Fertigteile aus Beton zusätzliche Verputz- und Streicharbeiten, was auch für den Schutzanstrich gegen Brand sowie für spezielle Isolierungen in Bezug auf den Schallschutz gilt.
  • Planungssicherheit – Zum einen können Bauherren sich auf einen fixen Liefertermin und zum anderen auf die garantierte Kostensicherheit verlassen. Beim Fertigkeller sind keine Mehrkosten zu erwarten, da bereits bei der Planung des Fertigkellers aufgrund des Baugutachtens sowie der Statik des Hauses die Gesamtkosten für den Keller durch den Berater der Fertigkeller Anbieter der endgültige Preis festgesetzt wird.
  • Flexibilität bei Größe und Form – Bauherren können den Fertigkeller ganz individuell nach ihren Wünschen und Vorstellungen errichten lassen. Die industrielle Fertigung garantiert millimetergenaue Maßangaben. Des Weiteren können Baufamilien im Vorfeld entscheiden, ob für sie eine Vollunterkeller oder eine Teilunterkellerung infrage kommt. Die fertigen Kellerräume können sowohl als Nutzkeller als auch als Wohnkeller genutzt werden, da sie zum einen ausreichend Platz bieten und zum anderen den Anforderungen der Bewohner gerecht werden.
  • Hochwertige Qualität – Bereits während der Fertigung werden sämtliche Bauteile im Werk des Anbieters strengsten Qualitätskontrollen unterzogen.
  • Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit – Die exakte Planung garantiert einen fließenden Übergang von Haus zum Keller, sodass keine Wärme entweichen kann. Es kommt somit nicht zu Energieverlusten, was nicht nur für eine effektive Energieersparnis, sondern auch für die Nachhaltigkeit wichtig ist. Bereits in der Planungsphase für den Keller werden die Aussparungen für Fenster und Türen sowie Kabelkanäle vorbereitet.

Der Fertigteilkeller hat noch mehr Vorteile zu bieten. Er kann nach Fertigstellung als Werkstatt, Lagerraum, Einliegerwohnung oder als Wellness-Oase genutzt werden.

Bauweisen von Fertigkellern

Rund um den Fertigkeller gibt es verschiedene Bauweisen, die wir uns näher angeschaut haben.

Betonfertigteilkeller

Gerade bei einem Fertighaus entscheiden sich viele Baufamilien für den Fertigkeller, da dies in der Regel die Bauzeit deutlich verkürzen kann. Der Fertigkeller besteht aus Fertigteilen aus WU-Beton (wasserundurchlässigem Beton), welche anhand von Computertechnik industriell und auf den Millimeter genau in den Fertigungsanlagen der Kellerbauer vorgefertigt werden. Bereits bei der Planung können die Wünsche der Hausbesitzer beim Kellerbau berücksichtigt werden. Sobald die Betonelemente fertiggestellt sind, werden diese zur Baustelle transportiert und dort von einem erfahrenen Team der Fertigkeller Anbieter montiert. Der Fertigkeller passt auf den Millimeter zum Fertighaus, da im Rahmen der Passgenauigkeit nur geringe Maßtoleranzen akzeptiert werden.

Stahlbetonfertigkeller

Die einzelnen Wandelemente für einen solchen Keller werden aus Stahlbeton im Betonwerk gegossen. Im Anschluss daran werden die Fugen zwischen den einzelnen Betonteilen und der Übergang der Wände zur sogenannten Kellersohle abgedichtet. Experten sprechen hier von der „weißen Wanne“.  So wird der Fertigkeller sehr gut vor dem Eindringen von Feuchtigkeit und Nässe geschützt. Der Fertigkeller wird als komplette Einheit auf die Baustelle geliefert und dort errichtet. Weitere Informationen rund um die „weiße Wanne“ bietet das folgende Video.

Zusätzlich sorgt beim Stahlbetonfertigkeller die statisch notwendige Bewehrung für mehr Stabilität. Dazu werden in die Fundament- und Bodenplatte sowie in die Wände und Deckenelemente spezielle Stahleinlagen integriert.

Elementkeller

Die einzelnen Wand- und Deckenelemente werden exakt nach den Wünschen und Vorstellungen der Kunden im Werk des Anbieters vorgefertigt und anschließend zur Baustelle transportiert. Vor Ort werden die Elemente von einem erfahrenen Montageteam zusammengesetzt, sodass im Anschluss daran direkt mit dem Hausbau begonnen werden kann.  

Kostenfaktoren beim Fertigkeller

Die Frage „Was kostet ein Keller?“ kann nicht pauschal beantwortet werden, da eine Reihe von Faktoren die Kosten für den Fertigkeller beeinflussen. Grundsätzlich sind die Kosten für den Keller stark von der jeweiligen Nutzung abhängig. Soll mit dem Fertigkeller zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden, dann ist auf jeden Fall mit höheren Kosten zu rechnen als für einen reinen Nutzkeller. Auch die Gegebenheiten vor Ort haben einen starken Einfluss auf den Preis für den Fertigkeller. Dazu zählen unter anderem:

  • Bodenklasse
  • Bodenbedingungen
  • Grundwasserspiegel
  • Hochwasserschutz

Des Weiteren dürfen Bauherren auch nicht die Kosten für den Erdaushub sowie den Abtransport der Erde vergessen. Dies sollte aber kein Grund sein, sich voreilig gegen den Keller zu entscheiden, da sich die  anfallenden Kosten im Laufe der Jahre amortisieren. Nicht zu vergessen, rund um die Kosten ist, dass auch unter einem Keller die Bodenplatte als Abschluss nötig ist. Die Bodenplatte als plattenförmiges Fundament bildet die statische und konstruktive Ausbildung für den Übergang von Haus zu Erdreich. Das folgende Video zeigt die Wichtigkeit der Bodenplatte und gibt einen Einblick, wie sich dadurch der Grundriss verändern kann.

Materialien

Der Bedarf an Materialien sowie die damit verbundenen Materialkosten sind wiederum von der Bauweise des Kellers abhängig. Im Vergleich zu den gesamten Hauskosten liegen die Kosten für die Keller Marke Fertigbau bei ca. 13 % bzw. rund 31.000 Euro. Rund 40 % oder 12.000 Euro davon sind beim Fertigkeller reine Materialkosten, die auch bei Eigenleistungen anfallen.

Transport und Montage

Die Transportkosten sind abhängig von der Entfernung zwischen Fertigungsanlagen des Anbieters und der Baustelle.

Die Arbeitskosten für einen Keller in Fertigbauweise liegen bei ca. 60 %. Dabei sind die Montagekosten abhängig vom Anbieter sowie vom jeweiligen Lohnniveau in der Region.

Größe und Design

Auch die Größe und das Design des fertigen Kellers spielen bei den Kosten eine entscheidende Rolle.  In Bezug auf die Größe wirken sich sowohl die Fläche als auch Wand-Höhe des Kellers auf die Preise aus. Grundsätzlich gilt, jeder m² mehr Keller kostet extra.

Des Weiteren muss beachtet werden, dass es verschiedene Kellersysteme und Varianten gibt. Baufamilien sollten sich verschiedene Angebote einholen, diese miteinander vergleichen und das Für und Wider abwägen. Die Investition in eine energieeffiziente Kellerausführung lohnt in jedem Fall, denn bei der Unterkellerung des Hauses handelt es sich um eine Langzeitinvestition. Durch die energieeffiziente Ausführung bei den Betonteilen lassen sich Heizkosten sparen, da deutlich weniger Wärme verloren geht.

Ebenso entscheidet für die Kosten rund um den Kellerbau ist die Ausstattung. Für Mehrkosten sorgen zusätzliche Kellerfenster, Zugänge von außen, Barrierefreiheit sowie spezielle Hochwasserschutzmaßnahmen.

Preisvergleich: Fertigkeller vs. traditioneller Keller

Baufamilien sind sich oft unsicher, ob sie sich für den Fertigkeller oder den traditionell gemauerten Keller entscheiden sollen. In diesem Zusammenhang stellen sie sich oft die Frage „Was kostet ein Fertigkeller im Vergleich zum Mauerwerkskeller?“ Es gibt eine Reihe von Unterschieden. Wir haben uns neben den Baukosten auch die Bauzeit sowie die Folgekosten und die daraus resultierenden Vorteile näher angeschaut.

  • Baukosten: Für einen Standard-Fertigkeller ist mit einem durchschnittlichen Preis von 300 Euro pro Quadratmeter zu rechnen. Diese wären bei einem Fertigkeller mit einer Grundfläche von 100 qm rund 30.000 Euro. Jedoch sollten Baufamilien die Kosten für den Erdaushub und den Abtransport nicht unterschätzen. Diese  liegen je nach Bodenart und Größe des Kellers bei 15.000 bis 30.000 Euro. Die zuletzt genannten Kosten fallen bei einem traditionell gemauerten Keller ebenfalls an. Für den Mauerwerkskeller fallen Kosten von rund 50.000 Euro an. Wobei diese ebenfalls abhängig von Anbieter und Region sind.
  • Bauzeit: Die kurze Bauzeit ist wohl der wichtigste Vorteil beim Fertigkeller, da bereits innerhalb weniger Tage mit dem Hausbau begonnen werden kann. Der Fertigteilkeller besteht aus vorgefertigten Betonelementen, die vollkommen wetterunabhängig vorgefertigt und innerhalb weniger Tage auf der Baustelle montiert werden. Auch wenn die kurze Bauzeit einer der wesentlichen Vorteile darstellt, dürfen die Nachteile beim Keller in Fertigbauweise nicht außer Acht gelassen werden. Für die Montage wird in den meisten Fällen ein Schwerlastkran benötigt, was wiederum zu Problemen bei der Baustellenzufahrt führen kann.
  • Langfristige Kosten: Für die „weiße Wanne“ fallen keine zusätzlichen Abdichtungsmaßnahmen an, was wiederum Kosten spart. Fertigkeller bzw. die weiße Wanne haben eine Lebensdauer von rund 80 Jahren laut Aussage der Experten. Die Bitumenabdichtung bei einem gemauerten Keller muss regelmäßig erneuert werden, sodass Experten von einer Lebensdauer des traditionellen Kellers von rund 40 bis 50 Jahren ausgehen. Des Weiteren entfallen bei einem Fertigteilkeller aus WU-Beton aufgrund der glatten Oberflächen zusätzliche Verputz- und Streicharbeiten, was nicht nur Zeit, sondern auch Kosten rund um den Kellerbau spart.

Zusätzliche Kosten, die beachtet werden sollten

Neben den bereits erwähnten Kosten dürfen  Bauherren bei der Kalkulation rund um den Fertigkeller die folgenden Kostenfaktoren nicht vergessen.

  • Baugrunduntersuchungen: Neben dem Standort spielt bei den Kosten für den Keller auch die Bodenbeschaffenheit eine entscheidende Rolle. Dies erklärt auch die Notwendigkeit eines Bodengutachtens bzw. von Bodenanalysen. Bei einer durchschnittlich guten Bodenbeschaffenheit bzw. einer Bodenklasse von 3 oder 4 bewegen sich die Kosten rund um den Kellerbau inklusive Aushub zwischen 350 bis 650 Euro pro Quadratmeter. Bei problematischen Böden ab einer Bodenklasse von 5 sind Mehrkosten in doppelter Höhe keine Seltenheit. Zu den problematischsten Böden zählen die Bodenklassen 6 und 7. Hier ist durchaus mit doppelten Ausschachtungskosten zu rechnen. Auch der Standort des späteren Kellers ist ein wichtiger Kostenfaktor. Unter anderem wird der Böschungswinkel für die Baugrube von der Bodenart beeinflusst. Bei Sand- und Kiesböden reicht ein Böschungswinkel von 45 Grad aus. Ganz anders bei Böden mit einem hohen Anteil an   Lehm, Ton oder Schluff. Hier wird ein steiler Böschungswinkel von ca. 60 Grad nötig, was den Aufwand für das Ausschachten erhöht. Auch drückendes Wasser oder ein plötzlicher Wassereinbruch kann das Ausschachten erschweren und zu Mehrkosten führen. Zusätzlich müssen bei drückendem Grundwasser die Planungen und Technologien rund um den Fertigkeller entsprechend angepasst werden, da besondere Normen bei der Kellerabdichtung beachtet werden müssen. Diese Beispiele verdeutlichen wie wichtig vor der Installation des Kellers auf ein Fertighaus Bodenanalysen sind.
  • Vorbereitung der Baustelle: Nicht direkt zu Kellerbaukosten zählen die verschiedenen Vorbereitungskosten. Dazu zählen der Erdaushub sowie der Abtransport und die Entsorgung des Erdreichs.
  • Anschlüsse und Installationen: Zur Entwässerung der Baugrube müssen Drainagen und Schmutzwasserleitungen sowie Spülrohre verlegt werden. Des Weiteren müssen Schmutz- und Dämmschichten sowie ein Fundamenterder installiert werden.

Optionen und Extras beim Keller der Fertigbauweise

Der Fertigkeller bietet neben den verschiedenen Optionen auch eine Reihe von Extras, die die Preise rund um den Kellerbau erhöhen können. Wir haben uns die wichtigsten davon näher angeschaut.

  • Isolierung: Der Fertigkeller ist die optimale Lösung, wenn es darum geht, das Fertighaus vor Schäden durch drückendes Wasser oder Grundwasser zu schützen. Die isolierenden Eigenschaften des Fertigkellers schützen das Eigenheim optimal. Bei fachgerechter Ausführung des Kellers können Bauherren sicher sein, dass ihr Haus sowohl vor Feuchtigkeit als auch der gefürchteten Schimmelbildung geschützt ist.
  • Wasserdichtung: Zur Abdichtung beim Fertigkeller wird für außen ein kunststoffmodifiziertes Dickbeschichtungsmittel verwendet. Somit wird zusätzlich sichergestellt, dass von außen kein Grundwasser eindringen kann. Sowohl die Wand- als auch die Deckenelemente bestehen aus WU-Beton. Dennoch muss darauf geachtet werden, dass die Schnittstellen zwischen den Wänden und der Decke fachgerecht gedämmt und abgedichtet werden.
  • Innenausbau: Ist bereits vor dem Bau des Kellers bekannt, dass auf dem Grundstück mit drückendem Grundwasser zu rechnen ist, muss dies bei der Kellerplanung berücksichtigt werden. Grund hierfür ist, dass spezielle Normen rund um den Innenausbau berücksichtigt werden müssen. Soll der Keller als Wohnkeller genutzt werden, müssen die rechtlichen Vorgaben der Landesbauordnung beachtet werden, was zu deutlichen Mehrkosten pro Quadratmeter führt.

Finanzierungsmöglichkeiten und Förderungen

  • Darlehen und Kredite: Üblicherweise lässt sich der Keller über die Baufinanzierung realisieren. Es gibt eine Reihe von verschiedenen Darlehen und Krediten, für die Bauherren sich entscheiden können. Interessenten sollten sich im Vorfeld über die verschiedenen Möglichkeiten im Rahmen einer Beratung informieren, um letztendlich die beste Entscheidung zu treffen.
  • Staatliche Förderungen: Wird beim Bau des Fertighauses der Keller mitgeplant, dann stehen Bauherren drei verschiedene staatliche Förderungen zur Wahl. Es gibt die verschiedenen bundesweiten, die regionalen sowie die privaten Fördermöglichkeiten. Wohn-Riester, KfW-Darlehen und die BAFA-Förderungen zählen dabei zu den bundesweiten Varianten. Zu den regionalen Fördermöglichkeiten sollten Baufamilien sich bei der Gemeinde oder den zuständigen Kommunen informieren. Unter anderem kann hier die soziale Wohnraumförderung zum Tragen kommen. Im Rahmen von privaten Fördermöglichkeiten sollten Gespräche mit der Kirche oder mit dem Arbeitgeber geführt werden.

Kostenbeispiele

Je nach Fertigkeller-Anbieter variieren die Kosten. Baufamilien sollten sich aus diesem Grund im Vorfeld verschiedene Angebote einholen, um diese miteinander zu vergleichen.

Im Folgenden möchten wir die Kosten für einen Fertigkeller mit einer Größe von 75 m² an einem Beispiel verdeutlichen:

Posten ————————————-Preis

Erdarbeiten————————————-3.600 €

Fertigkeller ————————————24.000 €

Gesamtkosten —————————27.000 €

Kosten pro m² —————————-368 €

Je nach Region und Fertigkeller Anbieter können die Kosten sowohl höher als auch niedriger ausfallen. Rund um den Bau ist ein deutliches Nord-Süd-Gefälle in Bezug auf die Kosten beim Keller bauen zu erkennen.

Zu deutlichen Kostenunterschieden rund um den Keller kommt es auch durch die Ausbauweise. Unterschieden wird dabei zwischen der Komplettversion (schlüsselfertige Lieferung des Kellers), der Ausbauversion und der Mitbauversion. Baufamilien sollten sich dazu im Vorfeld informieren.

In der Regel haben Keller eine Standardhöhe zwischen 2,25 und 2,40 m. Wenn die Wände höher sein sollen, dann müssen Baufamilien mit Mehrkosten rechnen. Anhand der folgenden Auflistung möchten wir die Preisunterschiede bei Fertigkellern verdeutlichen.

  • Kellergröße 80 qm, Komplettversion: etwa 30.000 EUR
  • Kellergröße 80 qm, Ausbauversion: etwa 25.000 EUR
  • Kellergröße 80 qm, Mitbauversion: etwa 18.000 EUR
  • Kellergröße 120 qm, Komplettversion: etwa 40.000 EUR
  • Kellergröße 120 qm, Ausbauversion: etwa 34.000 EUR
  • Kellergröße 120 qm, Mitbauversion: etwa 25.000 EUR

Tipps zur Kostenkontrolle

Steht ein kleineres Budget zur Verfügung, sollten Baufamilien sich anstatt für den Komplettkeller für den Ausbaukeller oder den Mitbaukeller entscheiden. Genau wie beim Ausbauhaus in den verschiedenen Ausbaustufen müssen von der Baufamilie verschiedene Arbeiten rund um den Keller in Eigenleistung übernommen werden. Dies spart am Ende bares Geld.

Im Rahmen der Finanzierung werden solche Eigenleistungen als Eigenkapital bzw. Muskelhypothek angerechnet. Die verschiedenen Eigenleistungen sollten aber nur in Betracht gezogen werden, wenn der Bauherr über handwerkliche Fähigkeiten und entsprechende Zeit verfügt. Sollte es aufgrund der Eigenleistungen zu Fehlern bei der Ausführung kommen, was wiederum Bauschäden zur Folge haben kann, haftet allein der Bauherr dafür.

Des Weiteren lässt sich mit einem Modulkeller bzw. einer Teilunterkellerung als Alternative zum Vollkeller ebenfalls Geld sparen. Die Teilunterkellerung bietet die Möglichkeit, dass ausreichend Platz für die Haustechnik vorhanden ist, sodass keine Wohnfläche im Haus verschwendet werden muss. Fertigkeller Anbieter sprechen meist von einem Minikeller, einer Technikbox oder einem Effektivkeller. Ein solcher Modulkeller kann flexibel unter dem Haus platziert werden, sodass auch Rücksicht auf die Gegebenheiten vor Ort genommen werden kann. Die Baugrube ist deutlich kleiner, sodass nur wenige Tiefbauarbeiten nötig sind. Der Modulkeller kann ohne Probleme in die Bodenplatte für das Haus integriert werden.

Fazit und Zusammenfassung

Grundsätzlich sollten Bauherren beim Hausbau über den Bau eines Kellers nachdenken. Mit einem Keller gewinnen sie nicht nur eine zusätzliche Nutzfläche, sondern bekommen auch eine Reihe von weiteren Nutzungsmöglichkeiten. Zum einen kann darin die Haustechnik untergebracht werden, sodass im Erdgeschoss keine Wohnfläche verschwendet werden muss und zum anderen kann eine Einliegerwohnung realisiert werden. Diese stellt durch die regelmäßigen Mieteinnahmen die Finanzierung auf sichere Beine. Des Weiteren sorgt der Keller für eine Wertsteigerung des Hauses. Bei einem späteren eventuellen Verkauf kann ein höherer Verkaufspreis erzielt werden.

FAQs

Bereits im Vorfeld sollten sie sich über die spätere Nutzung Gedanken machen. Für einen Wohnkeller bzw. eine Einliegerwohnung müssen strenge Mindestvorgaben beachtet werden, die bei einem Nutzkeller nicht so wichtig sind. Des Weiteren sollte der Fertigkeller immer von einem erfahrenen Kellerbauer errichtet werden. Grund hierfür ist, dass schon kleinste Fehler bei der Ausführung zu größeren Schäden an der Bausubstanz führen können. Ebenso wichtig ist es, dass Baufamilien darauf achten, dass rund um den Bau des Kellers nur hochwertige Materialien zum Einsatz kommen.

In Deutschland muss für den Bau des Fertigkellers immer eine Baugenehmigung beantragt werden. Im Idealfall erledigen Baufamilien dies zusammen mit der Baugenehmigung für das Haus.

Die Kosten für eine Unterkellerung hängen von mehreren Faktoren ab. Neben der Größe und Nutzung des Untergeschosses spielen vor allem der Baugrund und der Grundwasserspiegel eine entscheidende Rolle. Ein schwieriger Baugrund mit hohem Grundwasserspiegel kann zusätzliche Maßnahmen wie eine verstärkte Abdichtung oder spezielle Drainagesysteme erforderlich machen. Auch der Aushub und die Erdarbeiten haben einen großen Einfluss auf den Gesamtpreis.

Ein Fertigteilkeller bietet viele Vorteile, aber auch einige Nachteile. Während die Bauzeit kürzer und die Kosten oft niedriger sind, kann ein Keller aus Ortbeton flexibler an individuelle Gegebenheiten angepasst werden. Zudem sind nachträgliche Änderungen, beispielsweise an Fenstergrößen oder der Dämmung, bei einem Fertigteilkeller schwieriger umzusetzen. Ein weiterer möglicher Nachteil ist, dass manche Hersteller Einschränkungen bei speziellen Bauformen oder einer teilweisen Unterkellerung haben.

Neben den Grundkosten für den Kellerbau sollten Bauherren zusätzliche Posten einplanen. Die Erdarbeiten und der Aushub müssen oft separat kalkuliert werden, ebenso wie die Abdichtung gegen Feuchtigkeit. Je nach Hersteller können auch Kosten für eine bessere Dämmung oder spezielle Fenster hinzukommen. Falls der Baugrund problematisch ist, kann eine verstärkte Konstruktion oder eine alternative Unterkellerung erforderlich sein, was ebenfalls die Gesamtkosten erhöht.

Autorin Sarah Völkl

Sarah Völkl hat Architektur studiert und ist seit Jahren das Gesicht von a better place. Mit ihren Videos ist sie bei YouTube vielen Personen schon länger bekannt. Sarah teilt Ihr Wissen jetzt auch bei den Bautipps von Almondia.
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