Almondia – Bautipps Die Bauherrenberatung

Fertighaus-Kosten

Die Kalkulation von Baukosten ist ein heikles Thema: Nicht nur bei öffentlichen Projekten wie der Hamburger Elbphilharmonie kommt es zur ungeplanten Kostenexplosion, auch private Bauvorhaben können sich zur Kosten-Katastrophe auswachsen. Weil Fertighaus Kosten davon nicht ausgenommen sind, haben wir für Sie die gefährlichsten Fallen zusammengestellt, die Sie unbedingt vermeiden sollten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Baunebenkosten wirken sich maßgeblich auf die gesamten Baukosten aus und müssen von Anfang an in die Kostenkalkulation einbezogen werden.
  • Die Baufinanzierung muss einen Rahmen für mögliche Kostenmehrungen beinhalten.
  • Gute, zuverlässige Baufirmen zahlen sich aus.

Kostenfallen kennen und umgehen

Der Bau eines eigenen Hauses – für viele Bauherren ist das die wichtigste Investition ihres Lebens. Sie erfüllen sich damit einen langersehnten Traum. Um jedoch ein böses Erwachen zu vermeiden, sollten sie die drei größten Fallen kennen, die sich ihnen in puncto Fertighaus Kosten stellen können. Lesen Sie hierzu auch unsere Checkliste!

KOSTEN-FALLE 1: NICHT EINKALKULIERTE BAUNEBENKOSTEN

Wer zur Miete wohnt, weiß, dass mit der Kaltmiete längst nicht alle Kosten gedeckt sind: Der Mietzins beinhaltet zudem die Nebenkosten, die einen erheblichen Teil ausmachen. Ganz ähnlich ist es beim Hausbau. Die Baukosten an sich entsprechen noch lange nicht dem Endbetrag. Auch hier fallen beträchtliche Nebenkosten an:

Alles in allem können Sie so durchaus bis zu 30% an zusätzlichen Baunebenkosten einrechnen. Das ist oft eine fünftstellige Summe, die in der ursprünglichen Kostenkalkulation für Ihr Fertighaus fehlt – die Sie aber später werden aufwenden müssen.

An den richtigen Stellen Kosten sparen

Die Kosten für das Fertighaus lassen sich natürlich vor allem senken, indem Bauherren ein kleineres Grundstück erwerben und sich mit weniger Gartenfläche zufrieden geben oder die Wohnfläche verringern. Denn je nach Bauart und Ausstattung kostet jeder Quadratmeter durchschnittlich zwischen 1.500 und 5.500€. Auch durch eine geschickte Raumaufteilung lässt sich folglich viel Geld einsparen.

Für ein geringeres Budget kann mitunter der Bau eines Bungalows in Betracht gezogen werden. Bei einem Bungalow befinden sich alle Räume auf einer Ebene. Er kostet in der Regel weniger als ein mehrstöckiger Bau und bringt darüber hinaus weitere Vorteile, wie beispielsweise Barrierefreiheit, mit sich.

KOSTEN-FALLE 2: ZU KNAPP BEMESSENE BAUFINANZIERUNG

Die zweite Falle, in die viele Bauherren gehen, liegt in der Fertighaus Kosten-Finanzierung. Die meisten Bauvorhaben werden letztlich teurer als ursprünglich kalkuliert, daher sollten Sie unbedingt einen Puffer einplanen.

Nicht nur die zusätzlichen Nebenkosten (siehe oben) können die Fertighaus Kosten in die Höhe treiben, oft überschätzen Bauherren zudem, wie viel Eigenleistung sie zum Bauvorhaben beitragen können. Manchmal ist es auch schlicht Pech oder ein Fehler in der Kalkulation: Fakt ist, oft geht vor Abschluss des Bauvorhabens das Geld aus.

Dann muss der Bauherr seine Bank um eine Nachfinanzierung bitten – ein zusätzlicher Kredit kann aber teuer werden, wenn die Bank die Zinsen nach oben dreht. Im schlimmsten Fall droht gar eine Finanzierungslücke und das Bauvorhaben muss gestoppt werden. Um das zu vermeiden, planen Sie unbedingt einen genügend großen Puffer ein.

Wie Sie richtig kalkulieren, erfahren Sie in diesem Artikel zur Durchdachten Fertighaus-Finanzierung.

Generell lohnt sich ein gründlicher Vergleich verschiedener Hersteller und ihrer Angebote. Zum Teil gibt es deutliche Preisunterschiede bei ähnlicher Leistung. Was hingegen für alle Hersteller vom Prinzip her gleichermaßen gilt: je ausgefallener die Architektur, desto höher die Fertighaus Kosten. Durch eine kompakte Bauweise mit wenig Vor- und Rücksprüngen, Zwerchgiebeln, Erkern etc. und einem einfachen Satteldach anstelle eines Walmdaches zum Beispiel können Bauherren eine Menge Kosten für ihr Fertighaus sparen.

Neben solchen architektonischen Extras treibt auch ein Keller die Fertighaus Kosten deutlich nach oben. Wer nicht plant, dort einen Hobby- oder Partyraum einzurichten, sondern ihn lediglich für die Haustechnik und als Waschküche nutzen will, kann den Fertighaus Preis um rund 40.000€ senken. Denn Gastherme, Warmwasserspeicher, Waschmaschine und Trockner finden auch in einem ebenerdigen Technikraum oder unterm Dach genügend Platz – ein Keller ist hierfür nicht unbedingt nötig.

Am Energiekonzept hingegen sollten Bauherren den Rotstift nicht ansetzen: Zwar würden sie dadurch beim Errichten des Fertighauses Geld einsparen, jedoch wären die Nebenkosten höher. Die Investition in ein energieeffizientes Heizsystem oder ein Passivhaus dagegen amortisiert sich durch geringere Kosten im weiteren Lebenszyklus des Fertighauses – in Anbetracht der Energiepreisentwicklung handelt es sich dabei um eine Ausgabe, die sich schnell wieder auszahlt.

KOSTEN-FALLE 3: UNSERIÖSE BAUUNTERNEHMEN

Immer wieder gibt es Fälle, in denen Bauunternehmen Konkurs anmelden, nachdem ihre Kunden bereits Teilzahlungen geleistet haben. Während diese Firmen zum Teil unter neuem Namen weitergeführt werden, ist das Geld der Bauherren damit oft verloren. Auch wenn ein solcher Betrug natürlich nicht die Regel, sondern eine bittere Ausnahme darstellt, sollten Sie sich tunlichst vor unseriösen Bauunternehmern schützen.

Halten Sie sich dafür an folgende Tipps:

  • Fragen Sie nach Referenzen und nehmen Sie Kontakt mit früheren Kunden der Firma auf.
  • Lassen Sie sich bei Unklarheiten von unabhängigen Experten beraten.
  • Arbeiten Sie mit einem Unternehmen, mit dem bereits Freunde, Verwandte oder Bekannte gute Erfahrungen gemacht haben.
  • Vereinbaren Sie einen rechtlich geprüften Zahlungsplan und legen Sie fest, dass Teilzahlungen je Bauabschnitt erfolgen. So können Sie weitere Zahlungen verweigern, sollte die Leistung nicht der ursprünglichen Vereinbarung entsprechen.

Im Allgemeinen zahlt es sich zumeist aus, nicht den allergünstigsten, sondern den zuverlässigsten Anbieter zu wählen. Denn besonders günstige Angebote sind oft mit viel Ärger verbunden und kosten in der Regel nicht nur Nerven – häufig wird es letztlich doch teurer als zunächst veranschlagt (siehe Fallen Nummer 1 und 2).

MACHEN SIE SICH SCHLAU UND GEHEN SIE’S AN!

Damit die Kosten Ihres Fertighauses nicht Ihren Geldbeutel sprengen oder Sie um den Schlaf bringen, nehmen Sie sich die folgenden Tipps zu Herzen:

  • Planen Sie Puffer ein und kalkulieren Sie sorgfältig.

Um sich einen ersten Überblick zu verschaffen, empfehlen wir unseren Fertighaus-Konfigurator. Sollten Sie darüber hinaus Fragen haben, schreiben Sie uns. Einer unserer unabhängigen Experten wird sie Ihnen gerne beantworten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.