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Holz, Putz oder Ziegel – Der große Fassadenvergleich

Die Fassade ist in erster Linie die Schutzhülle eines Hauses. Sie hält über Jahre Feuchtigkeit von der Bausubstanz fern, senkt den Energieverbrauch und ist ein wichtiger Faktor zum Werterhalt Ihrer Immobilie. Ganz nebenbei sind Fassadensysteme auch ein Blickfang. Sie als Bauherrin müssen sich Ihre Fassade viele Jahre lang anschauen, sofern Sie das Haus selbst bewohnen. Ob eine Ziegel-, Holz- oder Putzfassade die für Sie relevanten Kriterien erfüllt und welche Punkte noch entscheidend sind, erörtern wir in diesem Artikel.

1. Die Fassade als Schutzhülle – der Standort ist entscheidend

Bedenken Sie die geographische Lage Ihres Hauses und der historischen Wetterlagen. Im Norden Deutschlands werden oft Mauerziegel, Klinker und Hölzer zur Fassadengestaltung verwendet. Die salzige Luft setzt hier Putzfassaden weit mehr zu als Klinkerfassaden. Im Süden finden Sie vermehrt Putzfassaden und Holzfassaden. Hier werden mehr Häuser mit weitem Dachüberstand gebaut. Dadurch werden die Wände zusätzlich geschützt.

Denkbar ist auch eine gemischte Fassadengestaltung. Putzfassaden auf der sogenannten Wetterseite neigen zu beschleunigtem Pilz- oder Moosbefall. Als Wetterseite wird jene Hausseite bezeichnet, die besonders stark Wind und Regen ausgesetzt ist. Hier können Sie als Bauherrin oder Bauherr überlegen, die Wetterseite mit einer Klinkerfassade zu versehen. Das können ein oder zwei Wände sein. Die gegenüberliegende Seite wäre für eine Putzfassade geeigneter, da ihr Wind und Nässe nicht so zusetzen können.

Die strengen Vorgaben der EnEV hinsichtlich der Energiewende erfordern in jedem Fall eine professionelle Beratung.

Anpassung der Förderrichtlinien für Dämmungen der Gebäudehülle ab 2020

Die Zuschüsse zur Dämmung der Gebäudehüllen sind seit Januar 2020 teils deutlich erhöht worden. 

So wird die Förderung von einzelnen Maßnahmen im Rahmen des KfW-Förderprogramms 430 angepasst. Betroffen ist auch das Kreditprogramm KfW 152, das den Tilgungszuschuss regelt. Hier wird in Zukunft bis zu 20% der förderfähigen Investitionskosten erhöht. 

Für die Effizienzhaussanierung in den Programmen KfW 430 und KfW 151 werden die förderfähigen Zuschüsse auf bis zu 40% erhöht. Das entspricht maximal 48.000EUR je Wohneinheit. 

Wichtig für Sie als Bauherrin oder Bauherrn: Anträge müssen vor Beginn der Bauarbeiten von einem Energieberater bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eingereicht werden.

2. Ihr handwerkliches Geschick ist gefragt

Berücksichtigen Sie auch Ihr handwerkliches Geschick. Einige der nachfolgend erläuterten Varianten sind pflegeleicht, ohne das Sie sich groß Gedanken machen müssen. Andere wiederum erfordern regelmäßige Nachbesserungen, die sich turnusmäßig wiederholen. Hier sollten Sie in jedem Fall eine Instandhaltungsrücklage bilden, um keine bösen Überraschungen zu erleben. Diese kann geringer ausfallen, wenn Sie handwerklich geübt sind und Arbeiten selbst verrichten können.

3. Das Design

Ideal wäre es, wenn Sie sich jeden Tag aufs Neue an Ihrer ausgewählten Fassade erfreuen können und selbige hilft, täglich Energie einzusparen. Schauen Sie vor dem Bau des Hauses in den Bebauungsplan. Dieser nimmt Ihnen womöglich die Entscheidung ab.

Hier haben wir ausführliche Informationen zum Bebauungsplan.

Auf den Punkt – Kriterien, die eine Fassade erfüllen muss

  • eine Fassade soll viele Jahre lang Witterungseinflüssen jeglicher Art standhalten
  • sie soll dabei mit möglichst geringem Wartungsaufwand glänzen
  • eine gute Fassade dämmt Geräusche nach außen und innen wirksam ab
  • sie sollte leicht zu pflegen sein
  • die Fassade muss über eine gute Fähigkeit zur Wasserdampf-Diffusion haben. Je höher die Durchlässigkeit für Wasserdampf, desto besser können die Schichten einer Fassade Feuchtigkeit nach außen transportieren. Eine gute Fassade muss atmen können
  • die Wärmedämmung einer Fassade sollte überdurchschnittlich sein. Bestenfalls erreicht sie das Niveau eines Niedrig-Energiehauses. Hierbei wird auf den U-Wert abgestellt. Je niedriger dieser Wärmedurchgangskoeffizient ist, desto besser ist die Wärmedämmung der Fassade

Der Check – Putzfassade

Kombination aus Putz und Stein

Diese Art der Fassadengestaltung gilt als der Klassiker. Man unterscheidet zwischen mineralisch und organisch gebundenem Putz. Beide beinhalten unterschiedliche Bindemittel, die jeweils verschiedene Eigenschaften haben.

Mineralischer Außenputz

Eine Putzfassade mineralischem Ursprungs setzt sich aus Sand, Kalk, Zement oder auch Gips zusammen.

Vorteile mineralischer Außenputz

– alle oben genannten Stoffe nehmen Feuchtigkeit auf und geben sie durch ihre Poren wieder an die Luft ab. Die Feuchtigkeit verdunstet. Ein Feuchtigkeitsstau unter der Putzschicht wird somit ausgeschlossen

– mineralischer Außenputz besitzt einen hohen ph-Wert. Dadurch ist die Putzfassade kaum anfällig für Schimmel, Pilzbefall und Moos

– Putzfassaden aus mineralischen Stoffen sind sehr widerstandsfähig

– im Vergleich sind diese Fassaden günstig in der Anschaffung

Nachteile mineralischer Außenputz

– mineralischer Außenputz benötigt eine lange Trockenzeit

– sie erfordert einen finalen Anstrich zum Schutz der Farbe, was aufwändig ist

– sie muss regelmäßig neu gestrichen werden, um ihre Optik und Schutzfunktion zu bewahren

Organischer Außenputz

Putzfassaden organischen Ursprungs beinhalten auch Zement und Kalk. Als Bindemittel fungiert hier aber Kunstharz. Dadurch wird die Putzfassade elastisch.

Vorteile organischer Außenputz

– die Putzfassade ist in der Lage, sich Temperaturunterschieden und feuchten Witterungsverhältnissen anzupassen. Sie bekommt seltener Risse

– organischer Putz trocknet schneller durch. Das Aufbringen auf das Gestein ist einfacher, da Kunstharz besser auf der Außenwand haftet. 

– eine Putzfassade aus organischem Material weist Wasser besser ab als mineralischer Außenputz

Nachteile organischer Außenputz

– durch die hohe Dichte ist organischer Putz nicht so atmungsaktiv. Nässe trocknet daher schlechter ab. Es besteht die Gefahr eines Pilz-, Moos oder Algenbefalls

– auch diese Fassadenart muss regelmäßig gestrichen und in größeren Zeitabständen erneuert werden

Kosten der  Putzfassade

Als Orientierungswert können Sie 60EUR – 75EUR pro Quadratmeter ansetzen. Darin eingeschlossen sind sämtliche Streicharbeiten inklusive Grundierung, den Kosten für das Beseitigen von Rissen und der Aufbau von einem Gerüst. Möchten Sie neben dem neuen Putz auch noch eine Dämmung nachrüsten, steigen die Kosten auf rund 100EUR – 125EUR pro Quadratmeter. All diese Werte sind Richtwerte. Vergleichen Sie mehrere Angebote.

Die Ziegelfassade

Das Ziegelsteinhaus – der sichere Hafen

Ziegel werden schon seit Tausenden von Jahren als Baustoff verwendet. Im Jahr 7500 vor Christus sind sie nach heutigem Stand zum ersten Mal verwendet worden. Ziegel bestehen aus tonhaltigem Lehm und Sand. Das Gemisch wird geformt und in speziellen Öfen gebrannt. Ziegel sind eher als Dachziegel bekannt. Die für den Mauerbau verwendeten Mauerziegel werden oft Backsteine genannt.

Vorteile der Ziegelfassade

– eine Ziegelfassade dämmt sehr gut

– durch ihre Härte hält eine Ziegelfassade Witterungseinflüssen dauerhaft stand

 – Ziegelfassaden sind zeitlos und passen in jede Epoche. Sie müssen keine Angst haben, dass Ihre Ziegelfassade einmal als überholt gelten wird

– eine Ziegelfassade ist im Vergleich nicht sehr pflegebedürftig

– eine Ziegelfassade strahlt Stabilität aus. Das Haus wirkt sicher und beschützend

– Ziegelsteine sind sehr gute Wärmespeicher. Die Wärme wird zeitversetzt wieder abgegeben

– Ziegelsteine werden ohne Schadstoffe hergestellt. Aufgrund ihrer Konsistenz regulieren sie das Raumklima und die Luftfeuchtigkeit

Nachteile der Ziegelfassade

– eine Ziegelfassade ist sehr schwer. Sie muss statisch gut an das eigentliche Mauerwerk angepasst werden

– die statische Anpassung ist relativ teuer

– die Herstellung von Mauerziegeln ist kostenintensiv, da sie bei hohen Temperaturen gebrannt werden

– die Ziegelfassade ist wasserdurchlässig. Hier sollte nachträglich eine Imprägnierung aufgebracht werden

Variante der Ziegelfassade: Klinkerfassade

Klinker beinhalten als Baustoffe neben tonhaltigem Lehm auch Feldspate und Schamotte. Als Ton wird meist der sogenannte blaue Ton verwendet. Dieser beinhaltet mehr Silizium als rötlichen Ton.

Klinker werden deutlich länger gebrannt als Ziegel. Auch die Brenntemperatur ist um rund 300°C höher. Dadurch verändert sich die Oberflächenstruktur. Sie wird dichter und härter als bei normalen Ziegelsteinen. Zudem wird der Klinker durch den Brennprozess wasserundurchlässig, was einen großen Vorteil darstellt.

Kosten einer Ziegelstein- oder Klinkerfassade

Ziegelsteine mit einer guten Qualität kosten pro Quadratmeter etwa 30 €. Wenn Sie hingegen beste Qualität wie zum Beispiel Keramik-Klinker verwenden möchten, fallen rund 50 bis 60 €/m2 an.

Stein auf Stein – Klinkerfassade

Ein weiterer Kostenfaktor ist die Dämmung zwischen Hauswand und der Ziegel- oder Klinkerfassade. Nur wenige Außenmauern erfüllen ohne Dämmung bereits die Vorgaben der EnEV (Energieeinsparverordnung). Welche Kombination von Mauerwerk, der Dämmschicht und der Außenschale aus Ziegeln oder Klinkern verwendet werden kann, errechnet der Architekt.

Hier finden Sie weitere Informationen rund um die massive Außenwand.

Brutto können Sie als Bauherr mit mindestens 95€/m rechnen. Hier sind die Klinkersteine, die Dämmung und die Arbeitskosten berücksichtigt. Bei einer durchschnittlichen Wandfläche von 240 Quadratmetern müssen Sie 23.000€ einkalkulieren.

Eine Nachrüstung bei Bestandsimmobilien ist indes teurer. Hier sind aber viele Faktoren mit einzubeziehen, die sich aus der jeweiligen Immobilie ergeben. Seriös lässt sich hier kein Wert benennen.

Variante der Ziegelfassade: Isolierklinker

Wenn Sie einen Neubau planen und Ihr Haus mit einer Ziegelfassade versehen wollen, prüfen Sie bitte die Variante Isolierklinker.

Diese Klinkersteine ersetzen aufwändige Dämmsysteme und erfüllen – je nach Stärke der Klinkersteine – mitunter die Vorgaben zur staatlichen Förderung.

Putz- und Ziegelwand in einem

Kosten einer Isolierklinkerfassade

Preislich rangiert eine Isolierklinkerschicht auf dem Niveau von herkömmlichen Wärmedämmverbundsystemen (WDVS). 180EUR pro Quadratmeter inklusive Montage können Sie hier als Richtlinie für Klinker mit normalem Design ansetzen. Als Maßstab gelten hierbei Isolierklinker mit einer Dämmstärke von 140mm, die an der Rückseite auf einer Dämmplatte verbaut sind. Beinhaltet ist die gängige Anzahl an Fenstern und Türen. Die am Markt verfügbaren Dämmstärken bei Isolierklinkern reichen von 40mm bis 200mm. 

Mit einer Stärke von 140mm lassen sich in der Regel die Vorgaben der EnEV erfüllen. Im Einzelfall hilft Ihnen hier Ihr Architekt oder auch ein Bausachverständiger. 

Das Angebot bei Isolierklinkern ist vielfältig und farbenfroh. Planen Sie den Verbau exklusiverer Klinkersteine, steigt der Preis pro Quadratmeter je nach Variante und Hersteller auf 210EUR und leicht darüber.

Vorteile des Isolierklinkers

– mit Isolierklinkern lässt sich eine Variante der Ziegelfassade anbringen, die gleichzeitig die aktuellen Dämmvorschriften erfüllt

– dadurch lassen sich über die KfW zinsgünstige Darlehen erschließen. Zudem gibt es oft regionale Förderprogramme. Erkunden Sie sich hierüber bei Ihrer Gemeinde

– Isolierklinker sind dauerhaft wetterfest und schützen wirksam die Bausubstanz

– Isolierklinker sind wartungsfrei. Sie haben zudem eine extrem lange Haltbarkeit. Isolierklinkerfassaden halten viele Jahrzehnte

– das System ist vergleichsweise einfach auf fast allen Untergründen montierbar. Das hält die Montagekosten im Rahmen

– ein Teil der Montagekosten lässt sich einsparen, wenn Sie die Isolierklinker selbst anbringen. Viele Modelle bestehen aus vorgefertigten Modulen, die sich leicht anbringen und zum Abschluss verfugen lassen. 30 – 40% der totalen Kosten können Sie so einsparen

– Wärmebrücken sind nahezu ausgeschlossen

– Isolierklinker bieten einen guten Schallschutz

– mit einem Verbundsystem, bestehend aus einer Dämmschicht und darauf montierten Isolierklinkern, lassen sich Heizkosteneinsparungen bis zu 60% realisieren

– Isolierklinker benötigen als Fassade weniger Stärke im Vergleich zu klassischen Ziegelsteinen

Nachteile des Isolierklinkers

– die Kosten sind vergleichsweise hoch

– die Fassade des Hauses wird insgesamt breiter und nimmt dadurch mehr Raum ein

– die Farbauswahl hält sich im Vergleich zu Putzfassaden und auch Holzfassaden in Grenzen

Variante der Ziegelfassade: Klinkerriemchen

Klinkerriemchen sind 1,5cm stark und werden auf einer Dämmschicht mit Klebemörtel angebracht. Nach dem Verfugen erwecken sie den Eindruck, es handele sich um eine massive Klinker- oder Ziegelfassade. Die Kosten pro Quadratmeter betragen 30EUR – 40EUR ohne Dämmschicht.

Die Holzfassade

Bei dieser Fassadenvariante gibt es zahlreiche Möglichkeiten zur Gestaltung. Sie kann unbehandelt verbaut und farbig gestaltet werden oder auch kreativ Akzente setzen. Eine Holzfassade bietet in den warmen Monaten Schutz vor Hitze, in den Wintermonaten wehrt sie Kälte hervorragend ab. Steinhäuser können mit Holz kombiniert werden. Zudem lassen sich Holzfassaden gut mit einer Fertighauskonstruktion und eine Wärmedämmverbundsystem verbauen. Ungeachtet der Montageart ist wichtig, das Regenwasser schnell ablaufen kann. 

Variante des Holzhauses – das Schwedenhaus

Zum Einsatz kommen Fichten-, Lärchen oder Kiefernholz. Lasierte Paneele gibt es auch aus der farbig ansprechenden Douglasie. Ebenso geeignet sind Holzfassaden aus Eichen-, Kastanien- oder Zedernholz.

Hier geht es zu den heimischen Baum- und Holzarten.

Vorteile der Holzfassade

– eine Holzfassade ist ökologisch und nachhaltig, denn Holz wächst beständig nach

– Holzfassaden lassen sich an jedem Haustyp verbauen

– Sie können Holzfassaden bei massiv gebauten Häusern unter Verwendung einer sogenannten Traglattung direkt an der Mauer verbauen. Die Zwischenräume lassen sich mit Dämmstoffen ausfüllen. Je nach Variante werden so die strengen Vorgaben der EnEV erfüllt

– Holzfassaden gelten als wartungsfrei. In der Regel ist eine Überarbeitung erst nach 10 Jahren notwendig

– gut gepflegte Holzfassaden haben eine sehr lange Lebensdauer

– unbehandeltes Holz verliert nicht seine Funktionalität

Nachteile der Holzfassade

– Holzfassaden sind teurer als Putzfassaden

– ohne größere Pflege verwittert Holz und verändert seine Optik

Kosten der Holzfassade

Je nach Holzart kostet eine Holzfassade, die direkt auf das Mauerwerk aufgebracht wird, rund 50 Euro pro Quadratmeter. Mitunter wird aufgrund der Anforderungen der EnEV eine Dämmschicht zwischen Hauswand und Holzfassade nötig. Die Kosten steigen dann spürbar an. Als Minimum können Sie 100EUR bis 120EUR pro Quadratmeter ansetzen.

Variante der vorgehängten, hinterlüfteten Holzfassade

Hier ist die Reihenfolge von außen nach innen: Holzfassade, Luftschicht, Dämmung, Wand aus Stein.

Zur Dämmung eignen sich eine ganze Reihe an Baustoffen. Gut geeignet ist die Mineralfaser. Sie wird als Glas- oder Steinwolldämmplatten verbaut. Holzfaserplatten oder Kork sind auch gut einsetzbar und zudem ökologisch.

Kosten einer vorgehängten, hinterlüfteten Holzfassade

Fällt Ihre Wahl auf eine hinterlüftete Holzfassade, beginnt der Quadratmeterpreis ab etwa 160 Euro und reicht bis zu 290 Euro. Die Spanne entsteht durch die gewählte Holzart und das verwendete Dämmwerk. Zudem ist der Arbeitsaufwand höher als bei einer direkt auf die Außenwand befestigten Holzfassade.

Hier haben wir ausführliche Informationen zu Holzhäusern.

Welche Fassade soll es sein?

Sofern es Ihnen um die preisgünstigste Variante geht und Sie nur ein paar Jahrzehnte in die Zukunft planen, fahren Sie mit einer Putzfassade am Besten. Dies gilt aber nur, sofern Sie zusätzlich keine Dämmschicht benötigen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie mit Perlit oder Mineralwolle gefüllte Hochlochziegel verbauen, die eine Mindeststärke von 36.5cm – 41.5cm haben. So eine einschalige Außenwand kann verputzt werden und erfüllt dennoch die Vorgaben der EnEV ohne zusätzliche Dämmung. 

Regelmäßige Nachbesserungen müssen Sie aber einplanen, wie zum Beispiel die Beseitigung von Rissen oder Moos- beziehungsweise Algenwuchs. Bedenken Sie auch Ihre geographische Lage und die Gestaltung der Wetterseite. Hier sind Putzfassaden nicht immer geeignet.

Isolierklinker sind in der Regel etwas teurer als Putzfassaden oder Holzfassaden. Die langfristigen Vorteile aber überwiegen bei weitem, wie weiter oben ausführlich dargelegt worden ist. 

Wem Klinkersteine zu teuer sind, kann auf klassische Ziegelsteine ausweichen. Diese sind günstiger und weisen viele positive Umwelteigenschaften auf. Eine weitere Variante sind Klinkerriemchen, die den Eindruck einer massiven Ziegelfassade erwecken. Hier ist aber eine Dämmschicht notwendig, die zuvor auf die Hauswand angebracht werden mussStehen bei Ihnen Umweltkriterien an oberster Stelle, bietet sich eine Holzfassade an. Bei Verbauung einer zusätzlichen Dämmschicht erfüllt sie je nach Holzart und Mauerwerk die Vorgaben der EnEV. Holzfassaden sind langlebig und ökologisch, bedürfen aber einer intesiven Pflege.

3 Kommentare zu “Holz, Putz oder Ziegel – Der große Fassadenvergleich

  1. Vielen Dank für den Beitrag zum Fassadenvergleich. Mein Onkel möchte seine Fassade sanieren und neu dämmen lassen. Gut zu wissen, dass die Durchlässigkeit für Wasserdampf bei Fassaden besonders wichtig ist, da diese „atmen“ können muss.

  2. Ein sehr klarer und fundierter Artikel zum Thema Fassaden. Ich bin sicher, Sie haben mir damit geholfen. Ich weiß jetzt mehr oder weniger, was zu tun ist. Diese Informationen sind nämlich genau das, was ich gesucht habe.

  3. Mit diesen Informationen zum Thema Fassaden kann ich die richtige Entscheidung treffen. Es ist nicht immer einfach, eine Entscheidung zu treffen. Vor allem, wenn man nicht genau weiß, was die Möglichkeiten sind.

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