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Porenbeton

Was ist Porenbeton?

Porenbeton oder auch Gasbeton ist ein dampfgehärteter mineralischer Baustoff, der allgemein unter seinem bekanntesten Markennamen Ytong bekannt ist. Die Bestandteile von Porenbeton sind Kalk, Zement, Sand sowie Wasser. Als Bauherr profitieren Sie bei der Verwendung des Baustoffs von wichtigen Vorteilen.

Das Wichtigste in Kürze
Während des Baus profitieren Bauherren von der hohen Belastbarkeit und gleichzeitig dem geringen Gewicht von Porenbeton.

Nach dem Bau besticht Porenbeton mit seinen guten Isolier- und Brandschutzeigenschaften.

Empfindlich reagiert Porenbeton hingegen auf Punktlasten, zu hohe Feuchtigkeit und beim Thema Schallschutz.

Vorteile von Porenbeton

1. Porenbeton ist belastbar

Zu den entscheidenden Vorteilen des Porenbetons zählen seine gute Belastbarkeit und Stabilität, sehr gute Brandschutzeigenschaften, sehr gute Wärmedämmungseigenschaften sowie eine einfache Handhabung dank des geringen Gewichts.

Porenbeton zeichnet sich durch gute Tragfähigkeit aus, die sich durch die Homogenität des Baustoffs erklärt. Die kleinen Einschlüsse von Luftblasen kommen nicht an einzelnen Stellen gehäuft vor. Sie verteilen sich gleichmäßig über das gesamte Bauelement. Aus diesem Grund können Sie Porenbeton deshalb gut für Mauern, Pfeiler und ähnliche vertikal tragende Strukturen einsetzen. Darüber hinaus hält das Material hohen Biegebelastungen stand, lässt sich also auch problemlos für horizontale Bauteile wie Deckenplatten und Stürze verwenden (Erfahren Sie mehr zu den Baustoffen Poroton und Blähton).

2. Porenbeton ist nicht brennbar

Porenbeton gehört zur Baustoffen der Baustoffklasse A1 und ist entsprechend dieser Zuordnung nicht brennbar. Der Baustoff zeigt im Feuer keine Rauchentwicklung, sondert keine giftigen Gase ab und zeigt auch kein brennendes Abtropfen von Material. Die Dauer des Erhalts von Tragfähigkeit, raumabschließender Funktion sowie Wärmedämmung im Feuer hängt von der Dicke des Bauelements und der Betondeckung ab.

Sie wird im Handel mit dem Kürzel REI angegeben. Ein Beispiel: Eine typische Wandplatte aus Porenbeton mit einer Dicke von 15,0 cm und einer Betondeckung von 2 cm verfügt über REI 90. Das bedeutet: Sie leistet im Brandfall dem Feuer in Ihrem Gebäude 90 Minuten erfolgreich Widerstand.

3. Porenbeton isoliert gut

Die homogene Verteilung von Luftblasen in Porenbeton bedingt nicht nur Stabilität. Sie sorgt dank der isolierenden Eigenschaften von Luft auch für optimale Wärmedämmung in Gebäuden, die von keinem anderen Baustoff übertroffen wird. Bei einer massiver Vollsteinbauweise können Sie auch die gefürchteten Wärmebrücken vermeiden. Wärmebrücken führen zu Wärmeverlusten und treiben im Winter Heizkosten in die Höhe.

Auch hochwärmedämmenden Außenwände für KfW-Effizienzhäuser und Passivhäuser sowie Kellerdecken und Kelleraußenwände lassen sich optimal mit Poren- bzw. Gasbeton errichten. Als Mörtel sollten Sie Dünnbettmörtel verwenden, der exakt auf die Materialeigenschaften von Porenbeton abgestimmt ist.

4. Porenbeton ist leicht zu handhaben

Porenbeton gehört zu den Baustoffen mit geringem Raumgewicht, das auch als Rohdichte bezeichnet wird. Das geringe Gewicht macht die Handhabung der Plansteine und anderer Bauelemente besonders einfach. Zum Vergleich: Porenbetonsteine werden typischerweise mit einer Rohdichte von 0,30 kg/dm³ bis 1,00 kg/dm³ angeboten. Beim Kalksandstein verteilt sich die Rohdichte der Bauelemente im Bereich zwischen 1,0 kg/dm³ und 2,20 kg/dm³.

Nachteile von Porenbeton

1. Reagiert empfindlich auf Punktlasten

Porenbeton reagiert aufgrund seiner porösen Substanz empfindlich auf Punktlasten. Das Problem lässt sich relativ leicht in den Griff bekommen, indem man die Belastung verteilt. Soll zum Beispiel ein schwerer Hängeschrank befestigt werden, empfiehlt es sich, das Gewicht durch zusätzliche Schrauben zu sichern, um dem Einreißen des Materials vorzubeugen. (Vielleicht interessiert Sie auch: So gelingt die gesunde und umweltfreundliche Innenraumgestaltung.)

2. Porenbeton nimmt schnell Feuchtigkeit auf

Hinsichtlich der Aufnahme von Feuchtigkeit ist Porenbeton manchen anderen Baustoffen unterlegen. Wände oder Decken aus Porenbeton sollten Sie deshalb grundsätzlich verputzen, um Feuchtigkeitsschäden vorzubeugen. Besonders betroffen sind naturgemäß Außenwände. Es gibt spezielle Leichtputze für Porenbeton. Verwenden Sie nur diese und keine gewöhnlichen Zementputze. Gegen aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Boden bieten ca. 2 cm starke Schichten aus Mörtel zuverlässigen Schutz.

3. Mangelnder Schallschutz

Sein geringeres Gewicht gegenüber anderen oft verwendeten Baustoffen zeichnet Porenbeton in puncto Transportierbarkeit und Beweglichkeit zweifellos aus. Damit einher geht allerdings auch der Nachteil eines schlechteren Schallschutzes. Das verhältnismäßig leichte Material ermöglicht leider keine optimale Schallisolierung.

Vor- und Nachteile von Porenbeton im Überblick

Vorteile PorenbetonNachteile Porenbeton
+ Belastbarkeit– Empfindlich auf Punktlasten
+ Nicht brennbar– Schnelle Feuchtigkeitsaufnahme
+ Gute Isolierung– Geringer Schallschutz
+ Leicht zu handhaben

Ist Porenbeton = Ytong?

Die klare Antwort lautet nein. Ytong ist, wie bereits einleitend erwähnt, handelt es sich bei Ytong um einen sog. generischen Markennamen, der allerdings seit Jahrzehnten synonym für den Baustoff verwendet wird. Die Firma Xella produziert unter dem Markennamen Ytong bereits seit den 50er Jahren Porenbeton. Man denke etwa an Beispiele aus anderen Branchen, wie „Tempo“ als etablierte Bezeichnung für ein Taschentuch. Porenbeton wird allerdings auch von anderen Marken hergestellt.

Der Service von Almondia

Ein Haus zu bauen ist in der Praxis häufig schwerer als am Anfang gedacht. Neben einigen bürokratischen Hürden ist die Auswahl der richtigen Baufirma für einen glücklichen Ausgang des Bauvorhabens entscheidend.

Die Bauexperten von Almondia beraten Bauwillige kostenlos telefonisch zu allen Fragen rund um das Thema Hausbau. Außerdem unterstützen unsere Bauherren-Berater zukünftige Hausbesitzer bei der Suche nach der passenden Baufirma und nach Wunsch während des gesamten Bauprozesses.



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