Almondia – Bautipps Die Bauherrenberatung

Die Baufirmen-Checkliste

Entscheidend für das Gelingen eines Hausbau-Projekts ist, dass der Bauherr mit seinem individuellen Vorstellungen bei der passenden Baufirma landet. Nur gibt es eine Vielzahl von Baufirmen, die mit dem Bauherren ins Geschäft kommen wollen. Anhand welcher Kriterien Bauherren einen Vergleich von Baufirmen anstellen können, klärt unsere Baufirmen-Checkliste.

Kosten: Der Preis als Grundlage für den Vergleich von Baufirmen

Der Hausbau stellt eine große finanzielle Herausforderung dar. Deshalb spielen die Kosten natürlich auch beim Vergleich verschiedener Baufiren eine wichtige Rolle.

Die Angebote der verschiedenen Baufirmen unterscheiden sich zwar auf den ersten Blick hauptsächlich hinsichtlich des Preises. Aber die unterschiedlichen Preise bieten oft keine objektive Vergleichsmöglichkeit.

Der Leistungsumfang von Angeboten ist unterschiedlich und Baunebenkosten sind meistens nicht einberechnet

Denn der zugrundeliegende Leistungsumfang eines Angebots ist oft von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Gerade deshalb sollten Angebote am besten mit fachkundiger Unterstützung genau durchgegangen werden. Es ist zu klären, welche Leistungen es konkret beinhaltet und mit welcher Summe die einzelnen Posten abgerechnet werden.

Zu den meisten Angeboten kommen noch weitere Kosten hinzu. Die vielfältigen Baunebenkosten sind so gut wie nie enthalten – dafür ist mit etwa weiteren 15 % zu rechnen. Hier erfahren Sie mehr zu den Baunebenkosten.

Nicht nur auf den Preis achten, sondern auch die Qualität und die eigenen Wünsche im Blick behalten

Natürlich lassen sich auf den ersten Blick mit einem günstigen Angebot Kosten sparen. Für jeden Bauherren ist dies ein wichtiges Thema. Dennoch ist es ratsam, nicht allein den Preis eines Angebots für die Wahl einer Baufirma heranzuziehen. Ein auf den Preis verengter Blick kann sich am Ende nachteilig auswirken: Der Bauherr bekommt dann nicht, was er eigentlich wollte. Das ist in jedem Fall zu vermeiden, zumal man sehr lange im gebauten Haus wohnt.

Darüber hinaus: Wer nur auf den Preis achtet, bekommt mitunter minderwertige Qualität. Das ist zunächst unmittelbar bei der Abnahme des Hauses problematisch. Statt den Moment der Fertigstellung genießen zu können, diskutiert der Bauherr dann über Mängelbeseitigungen und findet sich u. U. sogar in einem Rechtsstreit mit der Baufirma wieder. Zudem wirkt sich minderwertige Qualität negativ auf die Wertbeständigkeit und den Wiederverkaufswert aus. Auch können bereits nach wenigen Jahren hohe Kosten durch Instandhaltungsmaßnahmen entstehen.

Sparen richtig gemacht

Kosten sparen bei der Wahl der Baufirma ist eine gute Sache, wenn man es richtig macht. Bauherren sollten sich dafür über den Leistungsumfang eines Angebots und die Qualität von Ausführung und Baumaterial genau informieren. Verlassen Sie sich nicht allein auf die Ausführungen der Baufirma; unabhängige und fachkundige Beratung ist wichtig.

Im Hinblick auf die Kosten kommt es bei der Baufirmensuche auf folgende Aspekte an:

  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: Günstige Angebote sind nicht immer die richtige Wahl. In manchen Fällen kommen Mehrkosten auf den Bauherren zu. Denn Anbieter verstecken teilweise bestimmte Posten, um das Angebot attraktiver erscheinen zu lassen.  
  • Qualität bei Ausführung und Material sollten niemals unter dem Preis leiden.
  • Sicherheit bei den Kosten: Eine solide Berechnung der Baukosten, die auch wirklich alle Aspekte berücksichtigt, sollte immer die Grundlage bei jedem Hausbau-Projekt sein.
  • Effizienz: Wie kann das Optimum aus dem gegebenen finanziellen Rahmen herausgeholt und möglichst viele Wünsche qualitativ hochwertig realisiert werden?

Erfahrung und Spezialisierung der Baufirma

Baufirmen haben oft eine überzeugende Außendarstellung. Jedoch kommt es auf die Selbstdarstellung selbstverständlich weniger an. Allein entscheidend ist die konkrete Erfahrung einer Baufirma hinsichtlich eines bestimmten Projekts. Es gilt: Erfahrung am Bau führt zu guten Ergebnissen. Unzureichende Erfahrung einer Baufirma hinsichtlich eines spezifischen Hausbau-Projekts führt zu minderer Qualität und oft zu Mehrkosten für den Bauherren. Doch ist gerade die Erfahrung einer Baufirma anhand von Angeboten schwierig auszumachen.

Die entscheidende Frage ist: Wo genau liegt die Spezialisierung einer bestimmten Baufirma hinsichtlich verschiedener Haustypen, bestimmter Baustoffe, Energiestandards, der Fertighausbauweise oder der Massivhausbauweise?

Almondia hat langjährige Erfahrungen mit Baufirmen unterschiedlicher Regionen. Nutzen Sie hierzu den kostenlosen Baurfirmen-Vergleich auf unserer Seite.

Erfahrungsberichte geben wichtige Auskunft

Auf Internetseiten oder in Katalogen ist das bauliche Portfolio einer Baufirma oft über ihre eigentliche Spezialisierung hinausgehend dargestellt. Deshalb ist es gerade in der Baubranche ein offenes Geheimnis, dass Erfahrungsberichte von Dritten besonders wichtig sind. Wenn also eine Baufirma ausgesucht wurde und eventuell auch bereits erste Kundengespräche stattgefunden haben, sollten immer zusätzlich Personen zu Rate gezogen werden, die bereits mit dieser Firma gebaut haben.

Wie kommt man an brauchbare Erfahrungsberichte?

Leider kennt man nur im Glücksfall Personen, die mit einer bestimmten Baufirma auch ein vergleichbares Projekt gebaut haben. Was also tun? Bewertungen und Berichte im Internet bieten neben einigen stichhaltigen Informationen auch irreführende. Für die weitreichende Entscheidung, einen Bauvertrag zu unterschreiben, ist das kaum ausreichend.

Wir von Almondia haben uns genau auf diese Fragen spezialisiert. Almondia wertet laufend Erfahrungen aus qualifizierter und unabhängiger Vermittlung von Hausbau-Projekten aus. Das ist die Grundlage für unsere Expertise. Und genau diese braucht es, um unter einer Vielzahl von Baufirmen die zum individuellen Projekt passende zu finden. Wir haben eine Familie interviewt, die bereits mit uns ihren Hausbau-Weg gegangen ist.

Folgende Fragen sind in diesem Zusammenhang wichtig:

  • Haben bauliche Sauberkeit und Qualität den Angaben und Vorstellungen entsprochen?
  • Sind Mehrkosten hinzugekommen?
  • Habe ich mich von Anfang an gut informiert gefühlt und wurden alle Ankündigungen auch tatsächlich eingehalten?
  • Wieviele und welche Mängel gab es bei der Abnahme des Hauses?
  • Wie hat die Baufirma auf die ordnungsgemäße Meldungen von Mängeln reagiert und wie schnell wurden sie behoben?
  • Gab es gar einen Rechtsstreit?
  • Wie transparent agiert die Baufirma hinsichtlich der Vertragstexte sowie der Auftragsvergabe an Subunternehmer?

Bevorzugte Baustoffe einer Baufirma

Der offensichtlichste Unterschied von Baustoffen beim Hausbau ist der von massiven Baustoffen (wie Ziegel-, Kalksand-, Porenbetonstein und Beton) auf der einen Seite und Holz auf der anderen Seite. Neben dieser bekannten Unterscheidung gibt es viele weitere Baustoffe, die zum Einsatz kommen können (z. B. verschiedene Dämmstoffe und -techniken, spezifisch ökologische Baustoffe oder weitere Extrawünsche). Das hängt ganz vom persönlichen Gestaltungsbedürfnis des Bauherren ab.   

Bevorzugter Baustoff und Baufirma sollten zusammenpassen

Wenn man sich für bestimmte Baustoffe entscheidet, sollte auch die Baufirma bevorzugt mit diesen Materialien arbeiten. Das gilt insbesondere für ausgefallenere Baustoffe bei z. B. Ökohäusern, Designerhäusern oder Plusenergiehäusern. Aber auch wenn keine besonderen Ansprüche an den Baustoff bestehen, ist es wichtig zu wissen, mit welchem Material eine bestimmte Firma hauptsächlich baut. Verlassen Sie sich dabei nicht allein auf die Ausführungen der Baufirma. Hier erfahren Sie mehr rund um das Thema Baustoffe.

Wahl der Baustoffe und der passenden Baufirma besonders beim Öko-Haus und hoher Energieeffizienz wichtig

Wer einen hohen Energiestandard realisieren will, muss sich besonders mit den  Baustoffen auseinandersetzen. Holzhäuser gelten hierbei als vorteilhaft. Aber auch bestimmte Steinhäuser müssen nicht unbedingt schlechter abschneiden. Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Energiestandards und den Fördermöglichkeiten.

Bei der Planung von Häusern mit sehr hohem ökologischen Anspruch ist das Thema Baustoffe noch gewichtiger. Denn die meisten Bauherren von ökologisch anspruchsvollen Häusern legen Wert darauf, dass die Baustoffe bei Herstellung, Verbau, Entsorgung sowie Transport einen hohen Öko-Standard einhalten. Zudem ist es diesen Bauherren i. d. R. wichtig, dass sich der Hersteller generell nach ökologischen Vorgaben richtet. Hier erfahren Sie mehr rund um das Thema ökologisches Bauen.

Hinsichtlich des Baumaterials sind beim Vergleich von Baufirmen folgende Fragen wichtig:

  • Welche Erfahrung hat die Baufirma mit bestimmten Baustoffen (gerade bei spezielleren Wünschen)?
  • Mit welchen Baustoffen arbeitet die bestimmte Baufirma üblicherweise?
  • Welche Alternativen (bei selbigem Kostenaufwand und vergleichbarer Qualität) bieten andere Baufirmen?
  • Welche ökologischen Baustoffe gibt es und welche Baufirmen haben die meisten Erfahrungen mit ihnen?
  • Mit welchen Baustoffen lässt sich Energieeffizienz, z. B. Niedrigenergie- oder Plusenergiehäuser am besten umsetzen?

Der von einer Baufirma angebotene Bauvertrag

Schon die Aufmachung eines Bauvertrags gibt Hinweise über die Transparenz einer Baufirma. Deshalb ist die Beschaffenheit des Vertrags ebenfalls ein wichtiges Kriterium beim Vergleich von Baufirmen.  

Baufirmen kennen sich mit Vertragstexten und der einseitigen Verteilung von Risiken aus

Es kommt leider häufig vor, dass Bauverträge zu Ungunsten des Bauherren ausfallen. Schon deshalb, weil die Baufirmen mehr Erfahrung mit den Vertragstexten haben als die angehenden Bauherren. Baufirmen und ihre Rechstabteilungen wissen, wie man mit bestimmten Vertragsklauseln Risiken einseitig auf den Bauherren umlegt. Das fällt dann oft erst auf, wenn es zu Rechtsstreitigkeiten kommt. Für jeden Bauherren ist es deshalb wichtig, den Vertrag mit unabhängigen Experten detailliert durchzugehen und auch wirklich alle Vertragsklauseln genau zu verstehen.

Lieber kein Mustervertrag, da ja auch jedes Bauprojekt individuell ist

Es ist oft kein gutes Zeichen, wenn die Baufirma auf einen Mustervertrag ohne jegliche Anpassungen zurückgreift. Denn genauso wie jedes Hausbau-Projekt individuelle Züge trägt (auch beim Fertighaus!), sollte auch der Vertrag auf das konkrete Projekt und den Bauherren angepasst sein. Bestimmte Zusatzvereinbarungen sind also immer sinnvoll. Dabei ist wichtig, dass alles vor Vertragsabschluss vertragswirksam geklärt ist. Es reicht nicht, sich auf mündliche Absprachen oder einen späteren Zeitpunkt zu verlassen.

Folgende Punkte sollte jeder Bauvertrag unbedingt genau klären:

  • Detailliertes Leistungsverzeichnis ohne Unklarheiten
  • Genauer Termin (oder Angabe der Kalenderwoche) von Baubeginn und Fertigstellung, am besten auch von Teilleistungen
  • Das Recht, die Baustelle von unabhängigen Sachverständigen prüfen zu lassen. Dies betrifft allerdings nur schlüsselfertige Häuser. Denn bei allen anderen Ausbaustufen besteht dieses Recht auch ohne vertragliche Klausel.
  • Erfüllungsbürgschaft, die die Baufirma bei ihrer Bank hinterlegt. Hiermit sichert sich der Bauherr gegen das Risiko der Insolvenz der Baufirma ab.
  • Zahlungsplan: Es sollte vertraglich festgehalten sein, dass Abschlagszahlungen über abgeschlossene Teilleistungen nur geleistet werden müssen, wenn keine Mängel bestehen. Auch über die Zeitpunkte der verschiedenen Zahlungen sollte Klarheit bestehen.

Hier haben wir alles über Fallen in Bauverträgen zusammengefasst.

Regionalität einer Baufirma

Es ist vorteilhaft, wenn die Baufirma, die für den Hausbau beauftragt wird, aus der Region stammt. Lange An- und Abfahrtswege, die weder der Umwelt gut tun und auch manchmal berechnet werden, fallen dann weg. Viele Baufirmen haben ohnehin regionale Ableger, mit denen sie weite Teile der Republik abdecken. Dies ist vor allem bei Anbietern von Fertighäusern der Fall.

Hinzu kommt, dass eine regionale Baufirma sich auskennt und z. B. weiß, wo sie den Aushub hinbringen kann etc., was für einen reibungslosen Ablauf nicht unerheblich ist. Wenn die bevorzugte Baufirma nicht direkt aus der Region stammt, dann sollte es zumindest einen Ansprechpartner vor Ort geben.

Vertrauen in die Baufirma

Angesichts eines langen Bauprozesses, der eine finanzielle Herausforderung darstellt und zudem immer auch eine Reihe von Risiken birgt, kommt es natürlich nicht zuletzt auch auf das Vertrauen in die Baufirma an.

Nur ist Vertrauen letztlich eine nicht messbare und sehr subjektive Angelegenheit. Dennoch! Auch das Gefühl spielt eine Rolle bei derartigen Entscheidungen. Wenn die Baufirma von sich aus dazu beigetragen hat, die in dieser Checkliste beschriebenen Aspekte zufriedenstellend zu klären, dann ist das ein gutes Zeichen. Denn Ihr Vertrauen ist kostbar und will verdient sein!

Im Zweifelsfall einen Vertrauenstest machen!

Bei Zweifeln kann ein Test veranstaltet werden: Wenn ein Angebot oder ein Vertrag vorliegt, kann dieser mit unabhängigen Bauherren-Beratern durchgegangen werden. Diese decken etwaige versteckte Kosten auf, zeigen auf, ob die Kostenaufstellung realistisch ist sowie ob die Zeitangaben (z. B. zu Baubeginn und Fertigstellung) zufriedenstellend angegeben sind – und was sonst noch fehlt und hinsichtlich des Vertragstextes verbessert werden kann. So erfährt man leicht einiges über die Transparenz und Geschäftspraktik einer Baufirma.

Diese weiteren Aspekte sind vertrauenserweckend:

  • Gibt es eine Liste von Referenzobjekten (keine Musterhäuser!), die mit Ihrem persönlichen Hausbau-Projekt vergleichbar sind? Diese Liste kann der Anbieter mitsamt Adressen auf der Internetseite veröffentlichen.
  • Werden die Partnerbetriebe, die ein Generalunternehmer als Subunternehmer beauftragt, auf der Internetseite gelistet?
  • In Zweifelsfällen kann man auch einen Anwalt nach Prozessen recherchieren lassen, in die eine Baufirma verwickelt war.

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