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Sanierung Haus München: Kosten, Planung und die wichtigsten Maßnahmen im Überblick

Münchner Altbauten und Wohnimmobilien haben oft erheblichen Sanierungsbedarf. Baujahr, Ist-Zustand und geplanter Umfang der Sanierungsarbeiten bestimmen, was eine Bausanierung im Münchner Markt kostet und ob Förderprogramme die Investition abfedern können. Die Abgrenzung lohnt sich dabei: Eine Renovierung umfasst kosmetische Maßnahmen wie Streichen oder Tapezieren, die Altbausanierung hingegen die technische und energetische Ertüchtigung der Immobilie.

München gehört zu den teuersten Baustädten Deutschlands. Handwerksbetriebe sind stark ausgelastet, Fachpersonal knapp und Materialpreise spürbar über dem Bundesdurchschnitt. Zeitlicher und finanzieller Aufwand sollten daher frühzeitig in die Kalkulation einfließen.

Schnelleinstieg ins Thema

Kosten realistisch einschätzen: Sanierungen in München liegen erfahrungsgemäß 20–30 % über dem bundesweiten Durchschnitt – eine frühe Kosteneinschätzung schützt vor bösen Überraschungen.
Teil- oder Vollsanierung: Nicht jedes Objekt braucht eine Komplettsanierung – gezielt in die größten Schwachstellen zu investieren ist oft wirtschaftlicher.
Energetische Sanierung lohnt sich: Gerade bei Altbauten in München lassen sich durch Dämmung, Heiztausch und neue Fenster erhebliche Betriebskosten einsparen – und Fördergelder mitnehmen.
Förderprogramme aktiv nutzen: BEG, KfW und BAFA bieten substanzielle Zuschüsse und Kredite für energetische Maßnahmen – die Beantragung muss vor Baubeginn erfolgen.
Architekt oder Fachbetrieb einbeziehen: Gerade bei größeren Umbau- und Sanierungsvorhaben in München ist eine professionelle Planung keine Option, sondern Voraussetzung für ein gutes Ergebnis.
Abriss als Alternative prüfen: Bei stark sanierungsbedürftigen Häusern ist ein Neubau auf demselben Grundstück oft wirtschaftlich näher dran als gedacht und liefert ein Ergebnis ohne Kompromisse aus einer anderen Bauepoche.

Was kostet eine Sanierung in München?

Die Sanierungskosten in München variieren erheblich. Umfang der Maßnahmen, Baujahr des Gebäudes, Lage im Stadtgebiet oder im Münchner Umland (z. B. Unterhaching, Taufkirchen, Haar) sowie der beauftragte Fachbetrieb beeinflussen den Endpreis maßgeblich. Als grober Orientierungsrahmen gelten folgende Richtwerte.

Sanierungskosten pro Quadratmeter in München

SanierungsartKosten pro m² (München)
Teilsanierung (einzelne Gewerke)200 – 600 € / m²
Umfangreiche Modernisierung600 – 1.200 € / m²
Vollsanierung / Komplettsanierung1.200 – 2.500 € / m²
Kernsanierung (Rohbauzustand)ab 2.500 € / m²

Diese Werte beziehen sich auf Wohnfläche und umfassen Arbeits- und Materialkosten, jedoch keine Architekten- oder Planungskosten. Im Münchner Markt sollte grundsätzlich mit dem oberen Bereich der jeweiligen Spanne gerechnet werden.

Kosten einzelner Sanierungsgewerke

Neben den Gesamtkosten hilft ein Blick auf typische Einzelposten, um ein Sanierungsbudget realistisch aufzubauen.

GewerkKosten (grobe Richtwerte München)
Dachsanierung15.000 – 60.000 €
Fassadendämmung80 – 200 € / m² Fassadenfläche
Fenstererneuerung800 – 2.500 € pro Fenster inkl. Einbau
Heizungsaustausch (z. B. Wärmepumpe)15.000 – 35.000 €
Badsanierung8.000 – 30.000 €
Kellersanierung / -abdichtung5.000 – 25.000 €
Elektroinstallation erneuern50 – 150 € / m² Wohnfläche
Bodenbeläge erneuern30 – 120 € / m²

Mehrfamilienhäuser in München liegen bei den Sanierungskosten deutlich höher. Mehr Einheiten, komplexere Haustechnik und striktere Auflagen beim Denkmalschutz oder durch die LHM spielen dabei eine maßgebliche Rolle. Unabhängig vom Sanierungsumfang empfiehlt sich ein Budgetpuffer von mindestens 15–20 % für unvorhergesehene Entdeckungen während der Bauphase. Verdeckte Leitungsschäden, Schimmelbefall hinter Verkleidungen oder Schadstoffbelastungen lassen sich vorab selten vollständig ausschließen.

Teil- oder Vollsanierung: Was ist sinnvoller?

Nicht jede Haussanierung in München muss als Komplettsanierung durchgeführt werden. Ob eine Teilsanierung ausreicht oder ob eine Vollsanierung wirtschaftlich die bessere Wahl ist, hängt vom Zustand des Gebäudes und den Zielen der Eigentümer ab.

Wann reicht eine Teilsanierung?

Eine Teilsanierung konzentriert sich auf einzelne Gewerke oder Bereiche wie das Dach, die Fenster, das Bad oder die Heizungsanlage. Sie ist sinnvoll, wenn das Gebäude strukturell in gutem Zustand ist, nur bestimmte Bauteile das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben oder ein begrenztes Budget zur Verfügung steht.

Typische Szenarien für eine Teilsanierung in München sind der Austausch einer veralteten Gas-Heizung gegen eine Wärmepumpe, die Erneuerung einer undichten Dachhaut oder eine Badsanierung im Altbau.

Wann ist eine Vollsanierung oder Kernsanierung sinnvoll?

Eine Vollsanierung oder Komplettsanierung lohnt sich, wenn das Objekt mehrere gleichzeitig sanierungsbedürftige Bauteile aufweist, ein Leerstand besteht oder eine Umnutzung geplant ist. Gerade bei Altbauten aus den 1920er bis 1960er Jahren in München, die häufig in Stadtteilen wie Schwabing, Haidhausen, Maxvorstadt oder Giesing zu finden sind, ist eine umfassende Modernisierung oft wirtschaftlicher als schrittweise Einzelmaßnahmen, weil Synergien genutzt und Gerüst- oder Planungskosten nur einmal anfallen.

Bei einer Kernsanierung wird das Gebäude auf den Rohbauzustand zurückgeführt. Alle technischen Installationen, Böden, Wände und Deckenverkleidungen werden dabei erneuert. Das ist der aufwändigste und teuerste Ansatz. Und genau an diesem Punkt stellt sich eine Frage, die viele Eigentümer zu spät stellen.

Abriss statt Sanierung: Wann ein Neubau die bessere Entscheidung ist

Bei einem älteren Haus in München denken die meisten Eigentümer zuerst an Sanierung. Das ist verständlich, aber nicht immer richtig. Gerade bei Gebäuden aus den 1950er bis 1970er Jahren lohnt sich ein nüchterner Vergleich: Was die Sanierung wirklich kostet und was dabei entsteht, ist die entscheidende Frage.

Das Ergebnis einer aufwändigen Kernsanierung ist in vielen Fällen ein teuer sanierter Kompromiss. Die Außenwände stehen noch, die tragenden Strukturen bleiben, und damit bleiben auch die Grundrisse. Grundrisse, die nach einer anderen Vorstellung vom Wohnen entstanden sind. Kleine Bäder, die als Nutzräume geplant wurden. Küchen ohne Raum für eine Kochinsel. Wohnbereiche ohne Sichtachsen. Technikräume, in die eine moderne Wärmepumpenanlage kaum passt. All das lässt sich durch Sanierung abmildern, aber selten wirklich lösen.

Was ein Neubau ermöglicht, den eine Sanierung nicht kann

Auf einem weißen Papier zu beginnen bedeutet, kompromisslos zu planen. Grundriss, Raumhöhen, Lichteinfall, Fensterposition, Technikraum und Erschließung entstehen nach heutigen Vorstellungen und modernen Standards. Eine Wärmepumpe bekommt den Raum, den sie braucht. Das Bad wird zum Wellnessbereich, weil die nötigen Quadratmeter von Anfang an eingeplant sind. Die Küche öffnet sich zum Wohnbereich, weil keine tragenden Wände das verhindern. Man fühlt sich wohl, weil kein einziger Kompromiss aus einer anderen Epoche ins Alltagsleben hineinragt.

In München, wo Grundstücke einen erheblichen Teil des Gesamtwerts ausmachen, ist der Abriss eines sanierungsbedürftigen Altbaus und der anschließende Neubau oft wirtschaftlich näher an der Sanierungsoption, als viele vermuten. Besonders dann, wenn die Sanierungskosten in Richtung Kernsanierung gehen und gleichzeitig das Ergebnis ein Haus bleibt, das in Grundriss und Substanz nicht dem entspricht, wie heute gebaut und gelebt wird.

Wann lohnt sich die Sanierung dennoch?

Eine Sanierung ist sinnvoll, wenn die Bausubstanz wirklich gut ist, der Grundriss zum heutigen Wohnbedarf passt oder Denkmalschutz einen Abriss ausschließt. Auch der emotionale Wert eines Hauses spielt eine Rolle. Wer das Gebäude erhalten möchte, hat gute Gründe dafür. Aber diese Entscheidung sollte bewusst getroffen werden, nicht aus der Annahme heraus, dass Sanierung automatisch günstiger oder besser ist; Ziel sollte eine detaillierte Planung sein, die die individuellen Wünsche des Bauherrn mit technischen Notwendigkeiten und rechtlichen Vorgaben in Einklang bringt.

Energetische Sanierung in München: Potenziale und Pflichten

Die energetische Sanierung ist für viele Eigentümer in München der Hauptgrund für eine Modernisierung. Das ist nicht überraschend. Altbauten aus der Vorkriegszeit oder den Nachkriegsjahrzehnten haben häufig einen Heizwärmebedarf, der fünf- bis zehnmal so hoch ist wie bei einem aktuellen Neubau nach GEG.

Welche energetischen Maßnahmen bringen am meisten?

Die Reihenfolge der Sanierungsmaßnahmen hat einen erheblichen Einfluss auf die Gesamteffizienz. Fachleute empfehlen in der Regel diese Reihenfolge.

An erster Stelle steht die Dämmung, also Dachflächendämmung oder oberste Geschossdecke, Fassadendämmung sowie Kellerdeckendämmung, denn eine gute Gebäudehülle bildet die Basis für einen effizienten Heizungsbetrieb. Danach folgt die Fenstererneuerung, etwa der Austausch von Einfachverglasungen durch moderne Wärmeschutzverglasung. Im dritten Schritt folgt der Heizungstausch. Fossile Heizanlagen werden durch Wärmepumpen, Pelletheizungen oder einen Fernwärmeanschluss ersetzt. Letzteres ist in München besonders relevant, da das Netz der Stadtwerke München stark ausgebaut wird. Abschließend empfiehlt sich nach umfassender Luftdichtigkeitsverbesserung der Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.

Besonders in München ist der Fernwärmeausbau ein wichtiger Faktor. Die Stadtwerke München (SWM) treiben die Fernwärmeversorgung intensiv voran. Eigentümer in Versorgungsgebieten sollten prüfen, ob ein Fernwärmeanschluss wirtschaftlich günstiger ist als eine eigenständige Wärmepumpenanlage.

Denkmalschutz als Herausforderung

Ein erheblicher Teil der Altbausubstanz in München steht unter Denkmalschutz. Ganze Stadtteile wie die Maxvorstadt oder der Lehel sind von Denkmalschutzauflagen betroffen. Das schränkt mögliche Außendämmungen, Fassadenveränderungen und Fensteraustausche ein. In diesen Fällen kommen Innendämmungen, speziell entwickelte Kastenfenster und alternative technische Lösungen zum Einsatz. Eine frühzeitige Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und dem Stadtplanungsreferat München ist bei solchen Objekten unerlässlich.

Förderungen für die Haussanierung in München

Förderprogramme reduzieren die finanzielle Belastung einer Sanierung erheblich. Für Eigentümer in München stehen auf Bundesebene drei zentrale Programme zur Verfügung.

BEG – Bundesförderung für effiziente Gebäude

Die BEG ist das wichtigste Förderprogramm für energetische Sanierungen und wird über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die KfW abgewickelt. Sie umfasst zwei Förderwege.

  • BEG Einzelmaßnahmen (BEG EM): Förderung einzelner Maßnahmen wie Dämmung, Fenster, Heizungstausch oder Lüftung – Zuschüsse bis zu 20 % der förderfähigen Kosten (Grundförderung), höhere Sätze bei Kombination mit einem Energieeffizienz-Experten oder beim Heizungstausch (Klima-Geschwindigkeitsbonus)
  • BEG Wohngebäude (BEG WG): Förderung der Sanierung zum Effizienzhaus-Standard (z. B. EH 85, EH 70, EH 55, EH 40) – als Kredit über KfW oder als Zuschuss

BAFA-Förderung in München

Das BAFA fördert über die BEG EM insbesondere den Heizungstausch. Beim Einbau einer Wärmepumpe ist eine Grundförderung von 30 % möglich, ergänzt durch einen Klimageschwindigkeitsbonus von weiteren 20 % beim Austausch einer Gasheizung. Dazu kommt unter Umständen ein einkommensabhängiger Bonus. Maximale Fördersätze von bis zu 70 % sind damit theoretisch erreichbar, allerdings nur bei gleichzeitiger Erfüllung mehrerer Voraussetzungen.

KfW-Förderung für die Sanierung in München

Die KfW bietet zinsgünstige Kredite für die energetische Sanierung zum Effizienzhaus-Standard. Besonders attraktiv ist das Programm 261 (Bundesförderung für effiziente Gebäude, Wohngebäude). Es ermöglicht Kreditbeträge bis zu 150.000 € pro Wohneinheit und kombiniert bei besonders guten Effizienzhaus-Stufen einen zusätzlichen Tilgungszuschuss.

Ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP), erstellt durch einen zugelassenen Energieeffizienz-Experten, bringt bei der Umsetzung der darin empfohlenen Maßnahmen einen zusätzlichen Förderbonus von 5 Prozentpunkten auf die BEG-Einzelmaßnahmen-Förderung. Der iSFP ist damit nicht nur ein Planungsinstrument, sondern ein konkreter Hebel zur Erhöhung der Fördersumme.

Wichtig: Alle Förderungen müssen vor Baubeginn beantragt werden. Nachträgliche Anträge werden nicht berücksichtigt. Die Einbindung eines zugelassenen Energieeffizienz-Experten ist bei BEG-WG-Maßnahmen Pflicht.

Sanierung und Baugenehmigung in München

Nicht jede Sanierungsmaßnahme erfordert eine Baugenehmigung. Viele Maßnahmen, die auf den ersten Blick harmlos wirken, sind dennoch genehmigungspflichtig. In München gilt die Bayerische Bauordnung (BayBO), zuständige Genehmigungsbehörde ist die Lokalbaukommission (LBK) der Landeshauptstadt München.

Welche Maßnahmen sind genehmigungspflichtig?

Genehmigungspflichtig sind in der Regel Dachausbauten mit Veränderung der Dachform, Eingriffe in die Statik, wesentliche Fassadenveränderungen, Anbauten oder Aufstockungen, Nutzungsänderungen sowie Maßnahmen an Denkmälern. Laut Art. 57 BayBO verfahrensfrei sind dagegen die meisten reinen Instandhaltungsmaßnahmen, der Austausch von Fenstern in gleicher Öffnungsgröße (sofern keine Denkmalschutz- oder Gestaltungssatzung greift) sowie das Entfernen nicht-tragender Innenwände. Auch bei verfahrensfreien Maßnahmen müssen alle geltenden Bauvorschriften eingehalten werden.

Ein oft unterschätzter Aspekt bei Münchner Sanierungen mit Wohnraumschaffung ist der Stellplatznachweis. Durch Dachausbau, Aufstockung oder Umbau neu geschaffener Wohnraum verpflichtet zur Nachweise zusätzlicher Kfz- und Fahrradstellplätze oder zur Leistung einer finanziellen Ablöse. Das kann die Kosten eines solchen Vorhabens spürbar erhöhen und sollte frühzeitig in die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung einfließen.

Nach einem Immobilienkauf greifen zudem die Nachrüstpflichten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Neue Eigentümer sind verpflichtet, ungedämmte oberste Geschossdecken innerhalb von zwei Jahren nachzurüsten und bestimmte Öl- oder Gasheizungen außer Betrieb zu nehmen, sofern diese älter als 30 Jahre sind.

Bei Unsicherheit empfiehlt sich eine Voranfrage bei der Lokalbaukommission München, bevor die Planung konkretisiert wird.

Besondere Problemfelder: Asbest, Schimmel und alte Elektrik

Altbauten in München aus den Jahren vor 1990 weisen häufig Problemstoffe oder veraltete Technik auf, die eine Sanierung aufwändiger und teurer machen.

Asbest in Münchner Altbauten

Asbest wurde in Deutschland bis 1993 verbaut, unter anderem in Dachplatten, Bodenbelägen (Vinyl-Asbest-Fliesen), Spachtel- und Fugenmassen sowie in Heizungsummantelungen. Wer in München ein Haus aus dieser Ära saniert, muss vor Beginn der Arbeiten eine Asbestverdachtsbeurteilung einholen. Ist Asbest vorhanden, darf die Entsorgung nur durch zugelassene Fachbetriebe erfolgen. Das treibt die Sanierungskosten, ist aber rechtlich und gesundheitlich nicht verhandelbar.

Schimmel und Feuchteschäden

Feuchteschäden und Schimmel sind in Münchner Altbauten keine Seltenheit. Betroffen sind besonders schlecht belüftete Keller, Außenwände mit Wärmebrücken und Bereiche hinter alten Dampfsperren. Vor einer energetischen Sanierung muss die Ursache von Feuchte- und Schimmelschäden vollständig geklärt und beseitigt sein. Eine Dämmmaßnahme über einen aktiven Schimmelbefall hinweg verschlimmert das Problem dauerhaft.

Veraltete Elektroinstallation

Viele Altbauten in München haben noch Stromleitungen aus den 1950er bis 1980er Jahren ohne Schutzleiter oder mit unzureichenden Querschnitten. Eine vollständige Erneuerung der Elektroinstallation ist in diesen Fällen nicht nur sinnvoll, sondern aus Sicherheitsgründen dringend geboten. Bei einer Komplettsanierung fällt sie ohnehin an.

Planung und Architekt: Wann professionelle Unterstützung notwendig ist

Eine Haussanierung in München ist selten ein reines Handwerksprojekt. Sobald mehrere Gewerke koordiniert werden müssen, statische Eingriffe geplant sind oder Genehmigungsverfahren anstehen, ist professionelle Beratung und Begleitung durch einen Architekten oder Sanierungsplaner kein Luxus, sondern eine wirtschaftlich sinnvolle Investition.

Am Anfang jedes größeren Sanierungsprojekts steht ein fundiertes Sanierungskonzept. Es übersetzt die Vorstellungen der Eigentümer in konkrete Maßnahmen, priorisiert nach technischer Dringlichkeit und Wirtschaftlichkeit und bildet die Grundlage für Ausschreibungen und Förderanträge. Ein eingespieltes Team aus Architekten und Fachingenieuren übernimmt anschließend Bestandsaufnahme und Schadensanalyse, Entwurfs- und Genehmigungsplanung, Ausschreibung und Vergabe der Gewerke, Bauleitung sowie die Abnahme nach Fertigstellung. Architektenkosten werden nach HOAI berechnet und liegen je nach Leistungsumfang bei 10–15 % der Bausumme. Bei größeren Haussanierungen rechnet sich diese Investition durch präzisere Ausschreibungen, kontrollierte Ausführung und eine konsequente Kostenkontrolle bis zur Fertigstellung.

Handwerker und Fachbetriebe für die Sanierung in München finden

Der Münchner Handwerksmarkt ist eng. Qualifizierte Handwerksunternehmen für Dachdecker, Heizung-Sanitär, Trockenbau, Fliesenleger, Maler oder Elektriker haben bei Haussanierungen oft lange Vorlaufzeiten von sechs bis zwölf Monaten. Wer ein Sanierungsprojekt plant, sollte Angebote frühzeitig einholen.

Worauf bei der Fachbetrieb-Auswahl achten?

Seriöse Sanierungsbetriebe in München verfügen über eine Handwerkszulassung, Referenzprojekte im Bereich Altbausanierung und einen festen Ansprechpartner oder Bauleiter, der die Abstimmung erleichtert, sowie transparente Angebote mit Einheitspreisen statt Pauschalangeboten ohne Leistungsbeschreibung. Bei energetischen Maßnahmen ist eine Zertifizierung als Fachbetrieb im Sinne des GEG (z. B. für Wärmepumpen-Installationen) relevant, da sie Voraussetzung für die Fördergewährung sein kann. Ein nachvollziehbares Angebot als individueller Kostenvoranschlag schafft zusätzlich Planungssicherheit, oft per E-Mail.

Fazit

Eine Haussanierung in München ist ein anspruchsvolles Vorhaben mit erhöhten Kosten gegenüber dem Bundesdurchschnitt, einem angespannten Handwerkermarkt und teils komplexen Rahmenbedingungen durch Denkmalschutz oder Altlasten wie Asbest. Wer die Planung strukturiert angeht, Förderprogramme wie BEG, BAFA und KfW frühzeitig einbezieht und auf erfahrene Fachbetriebe und Planer setzt, kann auch in München wirtschaftlich sanieren.

Der Sanierungsprozess beginnt nicht mit dem ersten Handwerker auf der Baustelle. Eine sorgfältige Bestandsaufnahme, eine realistische Kostenkalkulation und eine klare Priorisierung der Maßnahmen kommen zuerst. Ob Teilsanierung oder Vollsanierung, ob Einfamilienhaus in Haar oder Altbauwohnung in Haidhausen, die Grundlage für eine erfolgreiche Sanierung bleibt stets dieselbe. Solide Planung steht vor dem ersten Spatenstich.

FAQ – Häufige Fragen zur Sanierung Haus München

Ein klares Kriterium gibt es nicht, aber mehrere Merkmale deuten auf Sanierungsbedarf hin. Dazu zählen eine Energieeffizienzklasse schlechter als D, eine Heizungsanlage älter als 20 Jahre, sichtbare Feuchtigkeitsschäden, veraltete Elektrik ohne Schutzleiter sowie Einfach- oder Zweifachverglasung. Ein Energieausweis oder eine Bestandsanalyse durch einen Fachplaner schafft Klarheit.

Sanierungskosten können steuerlich relevant sein. Bei vermieteten Immobilien sind Erhaltungsaufwendungen in der Regel sofort abzugsfähig, größere Modernisierungsmaßnahmen müssen hingegen über mehrere Jahre abgeschrieben werden. Bei selbstgenutzten Immobilien ist eine Förderung über die BEG möglich, eine direkte steuerliche Absetzbarkeit besteht jedoch nicht. Im Einzelfall empfiehlt sich eine Abstimmung mit einem Steuerberater.

Ein einfaches Sanierungskonzept durch einen Energieberater oder Architekten liegt je nach Umfang zwischen 500 und 3.000 €. Ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) wird staatlich gefördert: Eigentümer erhalten über das BAFA einen Zuschuss von bis zu 80 % der Beratungskosten, was den iSFP für die meisten Eigentümer nahezu kostenneutral macht.

Energetische Maßnahmen wie Heizungsaustausch, Fassadendämmung und Fenstererneuerung haben den größten Einfluss auf die Energieeffizienzklasse und damit auf den Verkehrswert. Badsanierungen und eine moderne Elektroinstallation erhöhen die Vermarktbarkeit. In München, wo der Immobilienmarkt preissensitiv auf Energieeffizienzklassen reagiert, zahlt sich eine Verbesserung von E auf C oder besser besonders aus.

Das ist in vielen Fällen möglich, hängt aber vom Umfang der Arbeiten ab. Einzelne Gewerke wie Dachsanierung oder Fassadendämmung lassen sich bei laufendem Bewohnen umsetzen. Bei einer Kernsanierung oder umfangreichen Elektro- und Sanitärarbeiten ist ein Auszug in der Regel unumgänglich. Eine vorausschauende Bauablaufplanung durch das begleitende Team reduziert die Leerstandszeiten auf ein Minimum.

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Sarah Völkl
Sarah Völkl hat Architektur studiert und ist seit Jahren das Gesicht von a better place. Mit ihren Videos ist sie bei YouTube vielen Personen schon länger bekannt. Sarah teilt Ihr Wissen jetzt auch bei den Bautipps von Almondia.

Autorin Sarah Völkl

Sarah Völkl hat Architektur studiert und ist seit Jahren das Gesicht von a better place. Mit ihren Videos ist sie bei YouTube vielen Personen schon länger bekannt. Sarah teilt Ihr Wissen jetzt auch bei den Bautipps von Almondia.
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