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Mehrgenerationen Haus und Mehrgenerationen Fertighaus

Ein generationsübergreifendes Zusammenleben mit der ganzen Familie in einem Haus – das ist die Idee hinter Mehrgenerationenhäusern (MGH). Verwirklichen lässt sich diese mitunter durch ein entsprechend konzipiertes Fertighaus. In diesem Beitrag werfen wir einen genauen Blick auf das Mehrgenerationenwohnen, beleuchten die Vorteile des Wohnkonzeptes und sprechen darüber, worauf bei der Planung eines Mehrgenerationen-Fertighauses zu achten ist.

Einführung in Mehrgenerationenhäuser und Mehrgenerationen-Fertighäuser

Aktuelle Trends und Bedeutung: Aktuell lässt sich zunehmend ein Trend zu modernen Mehrgenerationengebäuden erkennen, dem die Fertighausbranche mit der Entwicklung zeitgemäßer, durchdachter Mehrgenerationenhäuser begegnet. Die steigende Beliebtheit lässt sich unter anderem durch den demographischen Wandel und d

Definition und Konzept: Ein Mehrgenerationenhaus ist ein Gebäude, in dem Personen aus mehreren Generationen (z.B. Eltern, Kinder und Großeltern) zusammenleben. Das soziale Prinzip dahinter ist das Gegenseitigkeitsprinzip, nach dem sich Jung und Alt gegenseitig entsprechend ihrer Kapazitäten und Bedürfnisse unterstützen.

Geschichte und Entwicklung: Das Zusammenwohnen mehrerer Generationen war zu früheren Zeiten keinesfalls selten, wurde in den vergangenen Jahrzehnten jedoch immer mehr vom Standard der Einfamilienhäuser zurückgedrängt.

Schnelleinstieg ins Thema

Gemeinschaftliches Wohnen für alle Generationen: Mehrgenerationenwohnen bietet Menschen unterschiedlicher Altersgruppen die einzigartige Möglichkeit, gemeinsam unter einem Dach zu leben und voneinander zu profitieren.
Vorteile für Familien, Senioren und Umweltbewusste: Das Konzept spricht Familien mit starkem sozialen Zusammenhalt, Senioren, junge Elternpaare, umweltbewusste Personen und Investoren an, die von den gemeinschaftlichen und ökonomischen Vorteilen des Mehrgenerationenwohnens profitieren möchten.
Flexibles Wohnen für die Zukunft: Mehrgenerationenwohnen ist nicht nur eine Antwort auf die aktuellen Bedürfnisse von Familien mit Kindern und älteren Menschen, sondern ist auch als eine flexible Wohnlösung für zukünftige Generationen zu betrachten. Das Wohnkonzept hat das Potenzial, eine bedeutende Rolle in der Gestaltung des Wohnens in der Zukunft zu spielen, und zeigt uns einen Weg, auf sich ändernde familiäre und soziale Strukturen zu reagieren, auf.

Vorteile von Mehrgenerationen-Fertighäusern

Diese Pluspunkte sprechen für Häuser in Fertigbauweise, die ein Zuhause für Personen verschiedenen Alters sind:

  • Schnelle Bauzeit und Kosteneffizienz: Verglichen mit der Massivbauweise „Stein auf Stein“, punktet das Mehrgenerationenhaus in Fertigbauweise mit einer kurzen, angenehm planbaren Bauzeit. Daraus resultiert eine verlässliche Kostenplanung, wobei viele Fertighaus-Angebote dieser Kategorie mit einer herausragenden Kosteneffizienz überzeugen.
  • Nachhaltigkeit und Energieeffizienz: Beim Bau eines modernen Mehrgenerationenhauses Marke „Fertigbau“ kommen moderne Technologien und Materialien sowie durchdacht vorgefertigte Komponenten zum Einsatz, die die Nachhaltigkeit und Energieeffizienz der Gebäude fördern.
  • Gemeinschaft und soziale Vorteile: Ein zentraler Vorteil ist zudem die soziale Komponente des Mehrgenerationenwohnens. Das Haus wird zur alltäglichen Begegnungsstätte und das Wohnen ist geprägt von gegenseitiger Unterstützung, sodass letztlich alle Bewohner einen Mehrwert aus dem Leben unter einem Dach schöpfen.

Übrigens ist das Mehrgenerationenwohnen, wie wir es hier behandeln, nicht zu verwechseln mit dem ähnlich klingenden Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Deutschland. Ziel des Bundesprogramms Mehrgenerationenhaus „Miteinander – Füreinander“ ist die Errichtung von Häusern, die als offene Nachbarschaftstreffpunkte für Menschen aus der Region fungieren. Hier können Personen jeder Altersgruppe – egal ob Kleinkinder oder Seniorinnen – aus unterschiedlichen Kulturen zusammenkommen und gemeinsam Zeit verbringen.

Was ist Mehrgenerationenwohnen?

Im Kern zeichnet sich das Mehrgenerationenwohnen durch das Gegenseitigkeitsprinzip aus. Jede im Haus lebende Person bringt sich durch eine Art von Engagement ein, die ihren Kompetenzen, Kapazitäten, Bedürfnissen und ihrem Alter entspricht. So können jüngere Bewohner Betreuungs- und Pflegeaufgaben für ältere Familienmitglieder übernehmen, während die ältere Generation bei der Versorgung der Kinder mit anpackt.

Da im Miteinander unter einem Dach für gewöhnlich Ressourcen in Form von Raum (z.B. Waschräume, Küchen und Freizeiträume) geteilt werden, senken sich die Lebenskosten für die Familie – ein weiteres wichtiges und vorteilhaftes Merkmal des Lebens im Mehrgenerationenhaus. Darüber hinaus bietet das Fertighaus für mehrere Generationen die Chance, die familiäre Bindung zu stärken. Wenn Jung und Alt den Alltag gemeinsam gestalten und sich Wohnraum teilen, entsteht ein solidarisches Gemeinschaftsgefühl zwischen Kind, Elternteilen und Großeltern. Für viele Bauherren, die sich für die Lebensweise Mehrgenerationenwohnen entscheiden, ist es gerade dieser Aspekt, der das Mehrgenerationenhaus zum echten Traumhaus macht.

Für wen ist das Mehrgenerationenwohnen geeignet?

Mit der ganzen Familie in einem Haus zu leben, ist sicherlich nicht für ausnahmslos jeden das Richtige. Dennoch gibt es etliche Personengruppen, die das Konzept des Mehrgenerationenhauses besonders anspricht:

  • Familien, deren Mitglieder sich emotional nahestehen, die intensive Beziehungen pflegen und den generationsübergreifenden Austausch als Bereicherung des Familienlebens sehen.
  • Ältere Menschen, die die Sicherheit und die Gesellschaft, welche das Mehrgenerationenwohnen bietet, einem Leben alleine oder im Pflegeheim vorziehen.
  • Junge Elternpaare und alleinerziehende Männer und Frauen, die (z.B. aufgrund mangelnder Kita-Plätze) familiäre Unterstützung bei der Kinderbetreuung benötigen.
  • Umwelt- und kostenbewusste Personen, die durch gemeinschaftliche Lebensformen Ressourcen schonen und Kosten senken wollen, indem sie Infrastruktur und laufende Ausgaben teilen.
  • Menschen, die sich Wohnarrangements wünschen, welche sich flexibel an sich verändernde familiäre oder berufliche Umstände anpassen lassen.
  • Bauträger und Investoren, die nach Investmentoptionen in zukunftssichere, nachhaltige und immer stärker gefragte Wohnobjekte suchen.

Planung und Design von Mehrgenerationen-Fertighäusern

Damit das Miteinander mit Engagement, Gemeinschaft und Freude im Mehrgenerationenhaus gelingt, muss das Haus selbstverständlich auf die Ansprüche der Bewohner und das Mehrgenerationen-Konzept abgestimmt sein. Das beginnt schon bei der Grundrissgestaltung und Raumplanung. So kann die Anzahl an einzeln und gemeinschaftlich genutzten Räumen beispielsweise variieren, je nachdem, wie viel Gemeinschaft beziehungsweise Rückzug und Privatsphäre sich die Bauherren wünschen. Beliebt sind mitunter Aufteilungen, die getrennte Schlaf-, Kinder-, Bade- und Wohnzimmer vorsehen, während Küche, Abstellraum, Haushaltsraum und Außenbereich gemeinsam genutzt werden.

Um die Bedürfnisse der Bewohner im fortgeschrittenen Alter zu erfüllen, muss das Mehrgenerationen-Traumhaus barrierefrei sein. Dies wird zum Beispiel durch ebenerdige Zugänge, Fertighäuser im Bungalow-Stil, Treppenlifte und Haltegriffe im Badezimmer gewährleistet. Zumeist wird darauf geachtet, dass die gemeinschaftlich genutzten Räumlichkeiten und die Privaträume der älteren Generation bei mehrstöckigen Gebäuden im Erdgeschoss liegen.

Bauherren sollten sich außerdem Gedanken zur Integration smarter und energieeffizienter Technologien machen. Smart-Home-Systeme, Photovoltaikanlagen, Wärmerückgewinnungssysteme und Co. können den Komfort in den eigenen vier Wänden erheblich erhöhen sowie Heizkosten senken und die Energiebilanz des Gebäudes verbessern.

Wer sich ein Bild davon machen möchte, wie die (Grundriss-)Gestaltung bei einem Mehrgenerationenhaus aussehen kann, kann das direkt mit diesem Video von den A better place Architekten tun:

Herausforderungen und Lösungsansätze für ein Mehrgenerationenhaus

Ein Haus zu bauen, geht immer mit gewissen Herausforderungen einher, wobei das Mehrgenerationenhaus natürlich keine Ausnahme darstellt. Einer der ersten und größten Meilensteine ist der Erhalt der Baugenehmigung, für die sämtliche baurechtlichen Vorgaben von Bund und Kommune erfüllt sein müssen. An dieser Stelle ist es auch unumgänglich, die Eigentumsverhältnisse klar zu definieren, um eine entsprechende Eintragung im Grundbuch vornehmen lassen zu können. Denn wenn mehrere Generationen miteinander in einem Haus leben, stellt sich natürlich die Frage, wer als Eigentümer fungiert beziehungsweise ob das Gebäude per Teilungserklärung auf eine Eigentümergemeinschaft eingetragen werden soll.

Daneben ist es vor allem die Finanzierung, die vorab geregelt sein muss. Hier ist es ratsam, sich professionell zu verschiedenen verfügbaren Finanzierungsmodellen (z.B. Bausparvertrag und Immobiliendarlehen) beraten zu lassen und Informationen zu womöglich beantragbaren Förderungen einzuholen.

Auf einer ganz anderen Ebene befindlich, aber nicht weniger essentiell, ist das Thema Konfliktmanagement. Denn: Wenn mehrere Personen unterschiedlichen Alters Wohnraum teilen, birgt das selbstredend reichlich Konfliktpotenzial. Dem kann teilweise entgegengewirkt werden, indem alle späteren Bewohner in die Planung von Mehrgenerationenhäusern involviert werden. Auf diese Weise lässt sich frühzeitig sicherstellen, dass die Häuser den Vorstellungen und Bedürfnissen aller Hausbewohner gerecht werden.

Fazit

Ein Mehrgenerationen-Fertighaus bringt Menschen in familiärer Atmosphäre zusammen und schafft durchdacht geplante Räumlichkeiten, in denen das gemeinsame Leben möglichst praktisch und komfortabel stattfinden kann. Dabei sprechen mitunter Energie- und Kostenfaktoren sowie soziale Aspekte und die Möglichkeit, sich gegenseitig im Alltag zu unterstützen, für das beliebte Wohnkonzept.

Ein gut geplantes Generationenhaus kann über viele Jahr hinweg als nachhaltige Wohnlösung dienen, doch es erfordert eine sorgfältige Abstimmung zwischen den Familienmitgliedern, insbesondere wenn mehrere Etagen und eine separate Wohnung in den Hausbau integriert werden sollen. Ein Beispiel für erfolgreiche Konzepte bietet das BMFSFJ, das sich mit den Vorteilen und Nachteilen solcher Wohnmodelle beschäftigt und dabei den Sonderschwerpunkt auf gemeinschaftliche Wohnprojekte legt.

FAQ – häufige Fragen zum Mehrgenerationen-Fertighaus

Da es bei der großen Auswahl an Fertighausanbietern gar nicht so einfach ist, das individuell am besten passende Angebot ausfindig zu machen, unterstützt Almondia Bauherren in spe mit maßgeschneiderten Angeboten geprüfter regionaler Baufirmen. Auf diese Weise erleichtern wir Bauherren, sich einen Überblick zu verschaffen und direkte Vergleiche anzustellen.

Wie bei jedem Hausbau, müssen auch beim Bau von Häusern für mehrere Generationen etliche wichtige Dinge beachtet und bedacht werden. Dazu gehören unter anderem diese Punkte:

  • Durchdachte Grundrissgestaltung und Aufteilung in separat und gemeinschaftlich genutzte Räume
  • Barrierefreiheit für altersgerechtes Wohnen
  • Erfüllung sämtlicher baurechtlicher Vorgaben (z.B. zu Brand- und Schallschutz)
  • Energieeffizienz des Gebäudes
  • Moderne, zukunftsfähige Ausstattung (z.B. Smart-Home-Systeme)

Ein Mehrgenerationenhaus ermöglicht das enge Zusammenleben von Familienmitgliedern, während ein Mehrfamilienhaus meist separate Wohneinheiten hat. Durch gemeinsame Gemeinschaftsräume entstehen soziale und wirtschaftliche Vorteile, etwa Unterstützung für Eltern und Großeltern.

Die ideale Wohnfläche hängt von der Anzahl der Bewohner und der Raumaufteilung ab. Eine Einliegerwohnung oder mehrere Wohneinheiten erfordern ein ausreichend großes Grundstück. Barrierefreiheit als Sonderschwerpunkt ist besonders wichtig.

Die Kosten variieren je nach Grundstück, Bauweise und Größe der Immobilie. Eine Einliegerwohnung kann durch Mieteinnahmen helfen. Gemeinsame Gemeinschaftsräume reduzieren Baukosten, erfordern aber gute Rechenkompetenzen für die Budgetplanung.

Autorin Sarah Völkl

Sarah Völkl hat Architektur studiert und ist seit Jahren das Gesicht von a better place. Mit ihren Videos ist sie bei YouTube vielen Personen schon länger bekannt. Sarah teilt Ihr Wissen jetzt auch bei den Bautipps von Almondia.
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